Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Demenz – Abschied auf Raten

Rontal: Für alle Fragen rund um das Thema Demenz, steht die Infostelle Demenz mit ihrem Beratungsangebot zur Verfügung. Ein Termin kann über die Drehscheibe 65plus Rontal, der kostenlosen Anlaufstelle für alle Altersfragen, unter der Telefonnummer 041 440 50 10 vereinbart werden. Wichtig ist, bei Verdacht auf eine Demenz­erkrankung nicht zu lange warten und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Verena Wey Schwegler berät Betroffene und Angehörige zum Thema Demenz. Bild Claudio Brentini

Verena Wey Schwegler berät Betroffene und Angehörige zum Thema Demenz. Bild Claudio Brentini

cb./red. Demenz ist eine niederschmetternde Diagnose. Es bedeutet letztendlich ein Abschied auf Raten und eine belastende Situation. Die Infostelle für Demenz, welche von der Schweizerischen Alzheimervereinigung Luzern und Pro Senectute Kanton Luzern getragen wird, steht Betroffenen wie Angehörigen zur Seite. «In einer solchen Situation soll niemand alleine sein. Es ist wichtig und auch richtig, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen», betont Jürg Lauber, Geschäftsführer der Alzheimervereinigung Luzern.

Früh erkennen, früh handeln
Vergesslichkeit im Alter kann mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammenhängen. Sie kann aber auch ein Zeichen einer beginnenden Demenz sein. Es ist darum wichtig, sorgfältig und vor allem frühzeitig abzuklären, wodurch die Symptome verursacht werden. «Eine beginnende Demenz kann auch mit einer Depression verwechselt werden», erklärt Verena Wey Schwegler. Die Sozialarbeiterin führt die Demenzberatungen in der Region der Drehscheibe 65 plus Rontal durch. Sie betont: «Wissen, ob es sich um eine Krankheit handelt und um welche, ist wichtig. Das hilft, damit umzugehen.» Angehörige zögen sonst mitunter falsche Schlüsse, welche für die Situation und die Betroffenen nicht hilfreich seien. «Man fragt sich zum Beispiel, ob der Betroffene dieses oder jenes mit Absicht, vielleicht sogar böswillig tut oder seine Vergesslichkeit als Ausrede benutzt», so Verena Wey. Auch wenn klar sei, dass es sich um eine Krankheit handle, sei es für viele Angehörige schwierig, dies zu akzeptieren und damit umzugehen. «Man wünscht sich den geliebten Menschen an seiner Seite zurück. Er ist zwar noch da, jedoch nicht allein. Die Krankheit ist ebenso zugegen. Umso wichtiger ist Gewissheit«, betont Verena Wey Schwegler und fährt fort: «Und sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht.» Sie sehe oft Angehörige, die versuchen, alles alleine zu bewältigen, bis zum Kollaps. «Angehörige müssen unbedingt gut zu sich selber schauen, sich selber pflegen. Das ist wichtig, wenn man die Kraft aufbringen möchte, andere zu pflegen.»
Eine frühe Abklärung ist auch aus rechtlicher Sicht wichtig, erklärt die Beraterin. «Betroffene können zu Beginn ihrer Erkrankung ihre Wünsche artikulieren, ihre Angelegenheiten regeln. Zum Beispiel mit einem Vorsorgeauftrag oder einer Patientenverfügung.» Irgendwann sei es dafür nämlich zu spät, was für die Angehörigen zu einer zusätzlichen Belas­tung führen könne. «Bei einer Urteilsunfähigkeit ist zum Beispiel ein Testament ungültig.» Ein weiterer, wichtiger Punkt sei auch die finanzielle Seite. «In den Beratungen schauen wir ebenfalls Themen wie Ergänzungsleistungen, oder die Finanzierungen von Entlastungsangeboten an», führt Verena Wey an.

Massgeschneiderte Hilfe
«Wenn ich den Verlauf der Krankheit kenne, kann ich mich darauf einlassen. Darum kann ich nur nochmals betonen, wie wichtig es ist zu wissen, womit man es zu tun hat», so Verena Wey Schwegler. Bezüglich der Hilfsangebote und Abklärungen unterstreicht sie zudem: «Jeder Fall ist unterschiedlich, hat mit anderen Menschen zu tun. Darum gibt es keine allgemeingültigen Massnahmen. Es ist wichtig, während einer Beratung das passende, massgeschneideterte Vorgehen für diese Betroffenen und Angehörigen zu klären.» Die Infostelle Demenz hilft dabei ganz konkret: Mit Informationen, Beratung, Vermittlung und Unterstützung – und dies notabene kostenlos. «Die Beratungen werden durch qualifizierte Fachpersonen durchgeführt», verrät Jürg Lauber. Und selbstverständlich sei die Diskretion gewährleistet.

Nicht zu unrecht wird die Demenz auch als die Krankheit der Angehörigen bezeichnet. Das Thema ist äusserst komplex, die Auswirkungen sind eine grosse Herausforderung – für alle Beteiligten. Zu wissen, womit man es hier zu tun hat und Hilfe anzunehmen sind zwei wichtige Schritte, um diese Herausforderung auch meistern zu können. Über die Telefonnummer 041 440 50 10 der Drehscheibe 65+ kann man einen kostenlosern Termin vereinbaren und sich zu allen Fragen professionell beraten lassen.

 

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