Rigi Anzeiger

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Den Lehrerlohn gab es im Briefumschlag

Dierikon: 50 Jahre ist es her, als Dierikon seine erste eigene Primarschule eröffnete. Die Lehrpersonen erhielten damals den Lohn in bar und in einem Umschlag vom Sohn des Gemeindeammans überreicht.

Die Schulhäuser Rigi (l.) und Pilatus (r.), die 1968 bzw. 1970 eröffnet wurden. Bild cek

Die Schulhäuser Rigi (l.) und Pilatus (r.), die 1968 bzw. 1970 eröffnet wurden. Bild cek

cek./pd. Vergangenen Samstag feierte Dierikon seine 50jährige Schulgeschichte. Einstige Schülerinnen und Schüler, Schulleiter, Schulpflege- und Behördenmitglieder sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher machten den Anlass zu einem Dorffest. Gross war das Interesse am heutigen Innenleben der Schulhäuser, das sich sehr kreativ zeigte. Im Rigi Schulhaus scharten sich laufend Personen um den grossen Bildschirm, der Fotos aus der Schulgeschichte präsentierte. So löste der Spatenstich zum ersten Schulhaus im Schnee bei manchen Schmunzeln aus. Alt Gemeindeammann Josef Zimmermann hatte überdies im Archiv recherchiert und das Gesammelte zu einer Chronik zusammengefasst.

Erster Versuch scheiterte
«Bevor Dierikon eine eigene Primarschule errichten konnte, wurden die Schüler auf drei Gemeinden verteilt. Die Höfe Götzental, Schlössli und Meiterdingen waren der Schulgemeinde Udligenswil, die Höfe Spechten und Weiher der Schulgemeinde Ebikon und das restliche Gemeindegebiet der Schulgemeinde Root zugeteilt», beginnt die Chronik von Josef Zimmermann. 1956 wurde erstmals versucht eine Schule zu gründen. Damals zählte Dierikon zirka 350 Einwohner. Ein Plan für den Bau eines Schulhauses war bereits vorhanden. Doch befand der Luzerner Regierungsrat, dass die Schülerzahl für eine eigenständige Schule in Dierikon nicht ausreicht, obwohl es einige kinderreiche Familien gab. Die Gemeinde war damals sehr ländlich geprägt und hatte nebst 24 Landwirtschaftsbetrieben (von einer Kuh und ein paar Hühnern bis zum Betrieb mit über 20 Kühen, Schweinen und Pferden) noch sieben Gewerbebetriebe.

Rigi und Pilatus
Die Eröffnung des ersten Schulhauses mit dem Namen Rigi fiel auf den Herbst 1968. Vier Jahre später kam eine Turnhalle dazu. Für die Kindergartenabteilung, die Dierikon erstmals mit dem Schuljahr 1970/1971 einführte, musste eines der noch freien Klassenzimmer im Rigi-Schulhaus zur Verfügung gestellt werden. Da die Schülerzahlen später explodierten und der weitere Schulhausbau noch in der Planung steckte, wurden als Zwischenlösung die Kindergärten in Containern untergebracht. 1987 bewillig­te die Gemeindeversammlung über 703 000 Franken für den Ausbau der Sportanlagen. Das zweite Schulhaus, das den Namen Pilatus erhielt, wurde auf das Schuljahr 1993/94 fertig erstellt und hier fand denn auch der Kindergarten seine definitive Bleibe.

Schuluhren verstellt
Josef Zimmermann hat auch ein paar Anekdoten aus der damaligen Schulzeit von Dierikon gesammelt und beispielsweise durch Erzählungen erfahren, dass in den ersten Schuljahren die Lehrpersonen den Lohn in bar erhalten haben. Den Umschlag mit dem Geld brachte ihnen der Sohn des Gemeindeammanns. Dabei fiel der Zahltag nie auf den letzten Tag des Monats, sondern wenn der Gemeindeammann genug Geld in der Kasse hatte. Von einer Schülerin des ersten Jahrganges erfuhr Zimmermann auch, dass Viert- bis Sechstklässler an einem Samstag eine Stunde früher das Wochenende begehen wollten. Dazu stellten sie sämtliche Schuluhren vor. Eine Lehrerin hatte allerdings den Streich durchschaut und aus der «Zeitschinderei» wurde nichts. Dann gibt es da noch die Geschichte von jener Lehrerin, die blitzartig zum Lavabo rannte und ihre Strickjacke ins Wasser warf, weil sich diese an einer Kerze am Lehrerpult entzündet hatte.

Mint-Boxen als Geschenk
Seit 50 Jahren sorgen die Mitarbeitenden des Werkhofes für die Pflege der Schulanlagen in Dierikon. Das erfuhren die BesucherInnen am Jubiläumsfest, das musikalisch von der First Groove Band eröffnet wurde, in der Begrüssung der Gemeinderätin Ressort Bildung, Carmen Ciotto. Freude bereiten dürfte den Schulkindern das Geschenk, das Gemeindepräsident Max Hess der Schulleiterin Gabriella Bugari überreichte: Eine von sechs Mint-Boxen vom Kanton zu den Themenbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Damit können die Kinder und Jugendlichen selber «Naturwissenschaft betreiben», indem sie die naturwissenschaftliche Arbeitsweise erlernen und beobachten. Wohl mundete zur Mittagszeit das Risotto, zu dem die Schule und die Gemeinde eingeladen hatten. Danach verblüfften der in Dierikon aufgewachsene Kunstturner Nick Mühlethaler mit Joana Bühlmann auf dem Boden, am Barren und auf der Matte mit einer einzigartigen Vorführung. Schulkinder luden daraufhin an verschiedene Spieltische und im Festzelt unterhielten weitere Bands sowie der Komiker Roger Wicki die Gäste.

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