Rigi Anzeiger
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Denkpause im Megger Strassenstreit

Gemeinderat sieht präsentierte Lärmschutzprojekte als «nicht mehrheitsfähig»

Adligenswiler- und Kreuzbuchstrasse in Meggen werden nicht zur «Tempo 30»-Zone. Das geht aus der Mitteilung des Gemeinderates hervor. Grundsätzlich hält er am Konzept 30/50 fest: Tempo 30 auf Quartierstrassen und Tempo 50 auf Durchgangsstrassen. Dringlichkeit und Verhältnismässigkeit für die Einführung von Tempo 30 auf der Adligenswiler- und der Kreuzbuchstrasse seien nicht gegeben, schreibt der Gemeinderat in seiner Stellungnahme. Eine «Denkpause» soll Zeit für die beste Lösung geben.

Tempolimiten und Lärmschutz werden in Meggen heftig und kontrovers diskutiert. Über 200 Personen nahmen an der Orientierungsversammlung von Ende Februar teil. Dort wurden mögliche Projekte für «Tempo 30» an Kreuzbuch- und Adligenswilerstrasse präsentiert. In seiner Stellungnahme erklärt der Gemeinderat jetzt, welche Schlüsse er aus der Diskussion mit der Bevölkerung zieht, und wie er das weitere Vorgehen sieht.

Komplexes Thema
Das Podiumsgespräch mit Fachleuten, Kantons- und Interessenvertretern verdeutlichte die Komplexität des Themas und die unterschiedlichen Meinungen. Die Tatsache, dass Fussgängerstreifen in Tempo-30-Zonen nicht zugelassen werden, irritierte. Zudem wurde von den Teilnehmenden der öffentlichen Orientierungsversammlung die Sicherheit wichtiger eingestuft als der Lärmschutz. Weiter wird eine Verlagerung des Verkehrs auf die Sentibühlstrasse befürchtet, welche heute noch keine Grenzwertüberschreitungen aufweist. Der Kantonsvertreter wies auf die Wichtigkeit der selbsterklärenden Strassen hin. Das heisst, dass die Adligenswiler- und die Kreuzbuchstrasse so umgebaut werden müssen, dass jeder Autofahrer intuitiv Tempo 30 einhält. Immense Kosten und ein Stop-and-Go-Verhalten werden befürchtet.

Ausgereifte Lösung als Ziel
Aufgrund der vielen Rückmeldungen und Vorbehalte zur Umsetzung des Lärmschutzprojektes will der Gemeinderat eine Denkpause einlegen. Bis 2018 bleibt genügend Zeit, damit für die Bevölkerung verständliche Lösungen erarbeitet und sinnvolle Massnahmen umgesetzt werden können. Die Tatsache, dass heute nur bei einzelnen Gebäuden die Immissionsgrenzwerte überschritten sind und auch im Jahr 2031 nirgendwo die Alarmwerte nur annähernd erreicht werden, bestärkt den Gemeinderat in seiner Haltung.

Der Gemeinderat hat Verständnis, dass die direkten Anwohner schnelle Massnahmen wünschen. Er muss aber seine Verantwortung für eine ausgereifte Lösung wahrnehmen. Leider kann der Gemeinderat von Erfahrungen anderer Luzerner Gemeinden wenig profitieren, da dieses Thema dort erst anrollt.

Strategie des Gemeinderates
Grundsätzlich hält der Gemeinderat am Konzept 30/50 fest: Tempo 30 auf Quartierstrassen und Tempo 50 auf Durchgangsstrassen. Dringlichkeit und Verhältnismässigkeit für Tempo 30 auf der Adligenswiler- und der Kreuzbuchstrasse sind nicht gegeben.

Weiteres Vorgehen
Diesen Frühling wird der Gemeinderat mit den zuständigen kantonalen Dienststellen das Gespräch suchen und zielführende Ansätze diskutieren. Danach entscheidet der Gemeinderat über den weiteren Fahrplan. Schwerpunkt bei den Massnahmen wird die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger sein. Ebenfalls werden die neuesten Erkenntnisse bei schallabsorbierenden Belägen mit einbezogen.

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