Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Der Apfel fiel nicht weit vom Stamm

Menschen im Gespräch, mit Walti (Walter) Bühler aus Root

«Frage nicht, was der Verein für dich tut sondern was du für den Verein tun kannst». Der Spruch eines Vereinsmitglieds des Sportklub (SK) Root zieht sich als Fil rouge durch das Berufs- und Vereinsleben von Walter und Roger Bühler. «Dazu kommen eine offene ehrliche Kommunikation sowohl im familiären, sportlichen wie auch im professionellen Umfeld», fügt Roger Bühler, eidg. dipl. Elektroinstallateur an. Der 47-jährige Leiter von swisspro AG, Region Zentralschweiz in Root führt 100 Mitarbeiter und als Präsident des SK Root die Fusballer nach klaren Regeln. «Alle haben die gleichen Rechte und Pflichten – wer sich daran hält ist bei uns richtig.»

Rekordeinsätze
Voll und ganz pflichtet ihm Vater Walti bei, der mit 16 Jahren bei der Migros – damals noch im Ebikon im Risch – einstieg. Er startete als Abpacker, arbeitete im Magazin und beendete seine berufliche Laufbahn nach 46 Jahren als Teamleiter Leergebinde 2009 mit 62 Jahren. 10 Jahre länger ist das Engagement des während 30 Jahren aktiven Fussballers vom B-Junior über die 1. Mannschaft bis zum Senior und Veteran beim SK. «56 Jahre Frondienst kommen da zusammen: Lagerleiter in Tenero, 7 Jahre Klubwirt zusammen mit seiner Frau Elsbeth und einem anderen Paar, 25 Jahre Juniorentrainer, 9 Jahre Materialverwalter und Betriebschef Sport­haus und 22 Jahre Festwirt am Dorfturnier mit Teddy Schmidiger», zählt Walti auf und beteuert: «Ich bereue keine Minute davon!»
Die Verbundenheit zum Dorfverein bezeugt der aktive Renter auch als Mitglied seit 28 Jahren bei der Gönnerabteilung des SK Root. Diese unterstützt die Fussball-Junioren jährlich mit einem vierstelligen Betrag. 1972 von 34 Fussballfreunden gegründet, zählt der Verein heute 145 Mitglieder und wird seit 10 Jahren präsidiert von – Walti Bühler.

Immer am Ball: Roger und Walter Bühler aus dem Sportplatz Unterallmend in Root. Text & Bild Marlis Jungo

Immer am Ball: Roger und Walter Bühler aus dem Sportplatz Unterallmend in Root. Text & Bild Marlis Jungo

Fasnachtsgen siegte über Sport
Damit nicht genug: Der rüstige 71,5-Jährige wird am kommenden Wochenende für den traditionellen Bauernbrunch am Rooter Dorfturnier verantwortlich sein. Wo auch Elsbeth, Waltis Frau, und Freunde regelmässig mithelfen. «Als sportliche Aktivitäten standen Fussball oder Turnen zur Wahl», blickt Roger auf seine Anfänge mit Fussball zurück. Er spielte beim SK Root als Junior und im «Zwöi» als Goali, mit 23 Jahren war dann Schluss. Die Fasnacht lockte, ein Gen, das ihm offensichtlich seine fastnachtsbegeisterte Grossmutter vererbt hat. Als 20-Jähriger zog es ihn zu den Rontal Guggern. Die er einige Jahre präsidierte.

Statt demissioniert gewählt
Ganz liess ihn der Sport nicht los: «Ich schaue selten einen Match am TV, aber bei den Spielen der 1. Mannschaft des SK Root stand ich stets am Spielfeldrand.» Zufall und die Verbundenheit zum Verein waren der Auslöser für sein Amt als Präsident. «An einem Spiel der ersten Mannschaft fragte Richi Steiner mich, ob ich nicht Vizepräsident werden möchte.» Er habe mehr halbherzig Ja gesagt, dass daraus 14 Jahre wurde ist meiner Familie mit drei Fussball spielenden Jungs geschuldet. Vor zehn Jahren – er hatte seiner Frau vor einer Vorstandssitzung gesagt, er wolle nun aufhören – fragt sie ihn: «Und? Hast du demissioniert?» Seine Antwort lachend: «Nun bin ich Präsident!»
Die Söhne Nico (17), Dario (14) und Fabio (12) sowie Marco (13) ,der Sohn von Schwester Andrea, sind bei Root und beim Team Rontal im Einsatz. Vater Roger vertritt die Meinung, dass wenn jeder der Kinder in einem der vielen Vereine hat, diesen nebst den Beiträgen auch mit einem «Ämtli», sei es noch so klein, unterstützt, viele Probleme gelöst wären. «Die Ausrede ‹ich verstehe nichts von Fussball› oder ‹habe keine Zeit› werden zu viel gebraucht!» Er trainiere auch Junioren – ein Kurs beim IFV (Innerschweizerischer Fussballverband) könne hier eine gute Grundlage bieten.

«Ganz de Bappe»
Wenn es um Einsatz und Engagement geht steht Roger seinem Vater in nichts nach. Im Haus, wo die Familie seit acht Jahren wohnt, wurden die Elektroinstallationen im Neubau eigenhändig gemacht während die Vorbereitungen zu 50 Jahre SK Root im vollen Gange war. Fast zeitgleich stieg die 1. Mannschaft des SK Root 2011/12 in die 2. Liga auf. «Das war prägend für mich als Präsident, aber auch für den Verein», sagt Roger stolz. Die Rooter Bevölkerung und das Gewerbe zeigten sich äusserst fussballbegeistert. 150 Matchbälle wurden gestiftet, mit Aktionen Geld generiert. Der sportliche Erfolg verhalf zu einer soliden finanziellen Basis. Ein Geldpolster für den Klubhausumbau konnte erarbeitet und der Juniorenbus vorfinanziert werden. «Mit einer gesunden Vereinspolitik, Spielern aus Root, aber auch langjährige von anderen Vereinen kommenden Spielern, sind wir gut aufgestellt!»
Für Hobbys bleibt nicht viel Zeit – oder dann haben sie eben wieder mit Fussball zu tun. Als grosser Fan seiner Grosskinder schaut Walti «Dädä» gerne beim Spielen zu, teilt Lob und Tadel aus. Manchmal entschlüpft ihm ein motivierender Zuruf aus «alter» Zeit: «De Sparre ineha – keine Angst vor dem Fussball!» Marlis Jungo

Als nächsten Gast in der Rubrik «Menschen» wird uns Nadja Niederberger-Styger, Podologin und Familienfrau aus Ebikon «auf die Füsse helfen».

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