Rigi Anzeiger
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Der Duft der grossen Fernsehwelt

Meggen: Die drei Kinder aus der Primarklasse 4b holten in der Kindersendung «1, 2 oder 3» zwar nicht den Pokal. Aber zu einen schönen Beitrag für die Klassenkasse.

jp. Die Fernsehsendung wurde bereits im Januar aufgenommen. Die Erinnerungen daran sind aber noch bestens präsent. Die drei nach München gereisten Viertklässler Xaver Sigrist, Simona Stofer, Mark Schlaubitz und Lehrer Roger Binder haben während der Frühlingsferien Fragen zu ihrem Fernsehauftritt beantwortet. Mitschüler Mark hatte anfangs Schuljahr den Klassenlehrer, Roger Binder, gefragt, ob er die Klasse für die Kindersendung «1, 2 oder 3» anmelden dürfe. Das Einverständnis war bald gegeben. Bereits im Oktober 2014 traf ein Brief vom ZDF ein, in welchem mitgeteilt wurde, dass die Megger Klasse ausgewählt worden sei. Jetzt stellte sich die Frage, welche drei Kinder die Klasse in der Quizsendung vertreten und nach München ins Aufnahmestudio reisen dürfen. In drei Quizrunden innerhalb der Klasse mit Fragen, die ähnlich waren wie in der Sendung «1, 2 oder 3», wurden die Teilnehmenden mit der höchsten Punktzahl ermittelt: Xaver, Simona und Mark.

Moderator Elton mit den drei Megger Kindern Mark, Simona und Xaver.

Moderator Elton mit den drei Megger Kindern Mark, Simona und Xaver.

Wie habt ihr euch auf die Quizsendung vorbereitet?

Xaver: Ich habe mir am Computer einige «1, 2 oder 3»-Sendungen angeschaut, damit ich mir ein Bild vom Ablauf machen konnte. In der Schule stellte uns der Lehrer in drei Quizrunden je 20 Fragen mit drei Auswahlantworten. Genau gleich wie im Fernsehquiz. Mit 40 Punkten habe ich die höchste Punktzahl erreicht.

Simona: Auch ich habe am Computer einige Videos aus der Fernsehsendung angeschaut. Ich habe die zweithöchste Punktzahl in den drei Klassenquiz erreicht.

Mark: Ich habe mir auf YouTube einige Fernsehausschnitte angeschaut. Das Thema mit den Quizfragen war uns ja nicht zum Voraus bekannt. Am liebsten hätte ich das Thema «Flugzeuge» gehabt. Da weiss ich sehr viel. Ich bastle gerne Modellflugzeuge.

Wie musstet ihr euch während des Quiz auf eine Antwort einigen?

Simona: Kurz vor der Aufzeichnung hat uns der Moderator Elton das Thema der Sendung bekannt gegeben: «Schmetterlinge». Zu den gestellten Fragen konnten wir miteinander kurz die Antwort besprechen. Wir haben immer alle drei auf die gleiche Auswahlantwort gesetzt. Da waren wir bis auf die letzte Frage erfolgreich. Aber dann …

Was hat dir mit der Teilnahme an dieser Kindersendung Freude und Spass gemacht?

Xaver: Toll war, dass unsere Klasse ausgewählt worden ist. Andere warten schon sehr lange. Beeindruckt hat mich das riesige Fernsehstudio. Und alle haben eine silberne Medaille und eine 1, 2 oder 3-Tasche erhalten.

Mark: Wir durften eine Führung durch die Bavaria-Filmstudios mitmachen. Da staunte ich über die technischen Einrichtungen. Ganz spannend war dann der Auftritt in der Quizsendung. Hier die drei Quizgruppen, diesmal aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dort der Quizmaster und das Publikum. Ich habe alles rund um mich herum vergessen. Ich fühlte mich wie in einer anderen Welt.

Simona: Mir hat alles Freude gemacht. Das Treiben in den Bavaria-Filmstudios war interessant. Spass machte mir, dass wir im Fernsehen auftreten durften.

 

Der mitgereiste Klassenlehrer, Roger Binder, kommentierte:

Für die Kinder war das Ganze vor allem ein tolles Erlebnis. Schon die klasseninterne Ausscheidung mit drei verschiedenen Quizrunden, dann aber vor allem die Tage in München selber mit dem Besuch der Filmstudios, den Vorbereitungen für die Sendung und schliesslich die Sendung an sich. Auch die Kinder, die zu Hause bleiben mussten, waren in keiner Art neidisch und haben mit uns mitgefiebert und uns unterstützt.

War die Teilnahme an der Sendung «1, 2 oder 3» insgesamt für die Klasse ein Gewinn? Was wurde gefördert?

Es war sicherlich sehr aufschlussreich, mal einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehens zu werfen und mitzuverfolgen, wie so eine Sendung überhaupt gemacht wird. Die drei Kinder, die in München waren, haben die Klasse ausführlich über ihre Erlebnisse informiert. Ausserdem konnten wir die Sendung schon vor dem eigentlichen Ausstrahlungstermin anschauen und besprechen. Nur schon die Tatsache, dass nicht zur gleichen Zeit aufgenommen wie gesendet oder dass innerhalb zweier Wochen gleich eine ganze Staffel aufgenommen wird, war für die meisten Kinder neu. Ich denke, dass von jetzt an Fernsehsendungen mit anderen – kritischeren – Augen angeschaut werden als bisher.

Vielleicht macht bald eine andere Klasse aus dem Rigiland bei dieser Kindersendung mit. Quizfragen mit Auswahlantworten sind spannend und verlangen klare Überlegungen und viel Wissen.