Rigi Anzeiger
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«Der Lehrplan 21 ist auf Kurs»

Fokus Schule: Wie weit ist im Kanton Luzern die Vorbereitung auf die Einführung des Lehrplans 21 fortgeschritten? Bildungsdirektor Reto Wyss gibt Auskunft.

Regierungsrat Reto Wyss ist Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern. Bild apimedia

Regierungsrat Reto Wyss ist Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern. Bild apimedia

Reto Wyss, im Dezember 2014 hat der Regierungsrat die Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Luzern beschlossen. Wie weit ist die Umsetzung fortgeschritten?
Wir sind auf Kurs. In diesem Jahr haben wir die 250 Schulleitungen und 5500 Lehrpersonen der Volksschule an 30 Infoveranstaltungen mit dem Lehrplan 21 bekannt gemacht. Auch die Weiterbildungskurse an den Schulen und der Pädagogischen Hochschule sind erfolgreich gestartet. Daneben haben wir in Arbeitsgruppen weitere Auswirkungen des Lehrplans 21 auf Themen wie die Beurteilung und die Übertrittsverfahren geprüft.

Wie haben die Lehrpersonen auf die Infoveranstaltungen reagiert?
Positiv. Die Reaktionen bestätigen mir, dass der Lehrplan 21 die Schule und den Unterricht nicht völlig verändern wird. Viele Lehrpersonen sind froh, dass die Einführung im Kanton Luzern frühzeitig und mit klaren Vorgaben gestartet wurde, denn so bleibt ihnen bis zum offiziellen Start im Unterricht genügend Zeit für die Vorbereitungsarbeiten.

Wie steht der Kanton Luzern im interkantonalen Vergleich da?
Wir sind zweifellos gut unterwegs. Weil wir mit der Einführung des Lehrplans auch gleich die Wochenstundentafel beschliessen konnten, sind die Vorarbeiten weit gediehen. Viele Deutschschweizer Kantone haben in der Zwischenzeit die Einführung ebenfalls beschlossen. Einige beginnen – wie wir – im Schuljahr 2017/18 mit der Umsetzung, andere ein Jahr später. Besonders zu erwähnen ist, dass die beiden Basel bereits mit der Anwendung im Unterricht begonnen haben. Und dies mit gutem Erfolg, obwohl gewisse Hilfen im Unterricht noch nicht komplett zur Verfügung stehen.

Trotzdem gibt es immer noch Bedenken gegenüber dem Lehrplan 21. Wie stellen Sie sich dazu?
Bei einer grösseren Neuerung gibt es immer Vorbehalte. Einige erweisen sich im Nachhinein als falsch, andere können bei den Umsetzungsarbeiten beseitigt werden. Eine häufig geäusserte Befürchtung war, dass das Wissen mit der Kompetenzorientierung verloren ginge. Das ist aber komplett falsch. Ohne Wissen gibt es keine Kompetenzen. Diese umfassen immer Wissen und die Fähigkeit, dieses Wissen anzuwenden.

Oft war auch zu hören, dass der neue Lehrplan zu umfangreich sei.
Auch das stimmt nicht. Der Lehrplan 21 ist bedeutend weniger umfangreich als der heute gültige Lehrplan. Dieser umfasst für die ganze Volksschulzeit nämlich über 1000 Seiten in fünf Ordnern, der Lehrplan 21 gerade mal 475 Seiten. Die neue Form hat zudem den Vorteil, dass jede Lehrperson genau sieht, was vorher im Unterricht bearbeitet wurde und was noch folgt.

Bald ist Weihnachten. Was wünschen Sie sich betreffend Lehrplan 21?
Wichtig ist mir einfach, dass sich die Lehrpersonen wie auch die Schulteams und Schulleitungen in den kommenden Jahren optimal auf das vorbereiten können, was sie in zwei bis drei Jahren erwartet. Die stete Wiederholung der bereits mehrfach geführten Diskussionen bringt nur Verunsicherung und bindet unnötig Kräfte. Geben wir den Beteiligten also die nötige Zeit und Unterstützung dafür. Interview Alex Piazza

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