Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Der «Löwen» soll im Ortsbild erhalten bleiben

Ebikon: Rekordverdächtiger Publikumsaufmarsch an der Orientierungsversammlung über die am 30. November zur Abstimmung gelangenden Vorlagen. Schwerpunkte bildeten die Initiative über die Einführung eines Einwohnerrates und die Präsentation des Projektes Masterplan Ebikon.

Das hat es an einer «hundsgewöhnlichen» Orientierungsversammlung noch nie gegeben. Optimistisch stellte Abwart Josef Hilfiker am 11. November in der Aula Wydenhof Stühle für 100 Besucher bereit – im Durchschnitt waren es bisher so um die 40 bis 50. Schon bald reichte diese Zahl nicht mehr aus: und immer kamen noch mehr. Zuletzt waren es rund 200. Gemeindepräsident Daniel Gasser zeigte sich sichtlich erfreut über das grosse Interesse und meinte schmunzelnd, es komme ihm vor wie eine Gemeindeversammlung und sei ein Beweis, dass den Ebikonern die Zukunft nicht gleichgültig ist.
Herbert Lustenberger (Ressort Finanzen) erläuterte den Voranschlag 2015, welcher bei einem Aufwand von 77 Millionen Franken ein Defizit von zwei Millionen Franken ausweist. Dabei hielt er fest: «Der Mehraufwand ist im Wesentlichen auf sachpolitische Beschlüsse von Bund und Kanton zurückzuführen.» Als erfreuliche Tatsache führte Lustenberger an, dass Ebikon in den vergangenen Jahren ein Eigenkapital von 9,2 Millionen Franken angespart hat. Mit diesem finanziellen Grundstock sollte die Durststrecke über die nächsten fünf Jahre ohne Steuererhöhung geschafft werden können. Im Gegensatz zu anderen Rontalgemeinden kann Ebikon den attraktiven Steuerfuss von 1,9 Einheiten beibehalten. «Unser strategisches Ziel ist», so Lustenberger, «bis 2019 sukzessive wieder ausgeglichene Rechnungsabschlüsse zu erreichen.» Dies bei Nettoinvestitionen von rund 13 Millionen Franken (zusätzliche Schulklassen und Kindergärten, Strassenausbau, Busbahnhof Riedmatt usw.).

Ebikons Gemeinderat bei der Präsentation: v. l. Daniel Gasser, Peter Schärli, Herbert Lustenberger, Res Michel, Ruedi Kaufmann, Gemeindeschreiberin Pia Brugger.

Ebikons Gemeinderat bei der Präsentation: v. l. Daniel Gasser, Peter Schärli, Herbert Lustenberger, Res Michel, Ruedi Kaufmann, Gemeindeschreiberin Pia Brugger.

Die Orientierungsversammlung war gut besucht.

Die Orientierungsversammlung war gut besucht.

Nachdem die Stimmberechtigten die Einführung eines Einwohnerrates drei Mal (1973, 1987, 2006) deutlich abgelehnt haben, lancierte am 18. September 2014 ein Komitee eine Gemeindeinitiative, damit der Souverän erneut zu dieser Frage Stellung nehmen kann. Daniel Gasser erläuterte die Argumente der Initianten sowie des Gemeinderates. Primäres Anliegen des Initiativkomitees sei die politischen Kräfte auf breiter Basis in die Verantwortung einzubinden, die Abläufe transparent zu gestalten und vor allem junge Bürger zu motivieren. Demgegenüber empfiehlt der Gemeinderat die Initiative zur Ablehnung. Bestärkt wurde er in seiner Haltung durch eine breitabgestützte Bevölkerungsumfrage, in welcher eine hohe Akzeptanz mit der aktuellen Situation zum Ausdruck kam. Nur 17 Prozent gaben an, einen Einwohnerrat einzuführen. Dazu Gasser: «Wir wollen das bestehende System mit gestärkten Kommissionen weiter verbessern und so die Interessen der Bevölkerung wie der Ortsparteien berücksichtigen.»
In der anschliessenden Diskussionsrunde wurden Bedenken geäussert, ob das CEO-Modell mit reduzierten Pensen des Gemeinderates das richtige sei. Weiter betonte ein Votant, dass mit der Ablehnung der Fusion mit Luzern, schon von der Bevölkerungszahl her (bis 2019 13500) sich ein Einwohnerrat aufdränge. Bezüglich Kosten im Umfang von 400000 Franken wurde vermerkt, dass auch die aktuellen Kommissionen entschädigt werden müssten. Ins Feld geführt wurde ein wichtiges Pro-Argument: Kommissionen beim jetzigen System können nur Empfehlungen abgeben. Dies im Gegensatz zum Einwohnerrat, deren Sitzungen übrigens öffentlich sind. Auf die Frage wie die Daten nach einem Ja aussehen, bemerkte Daniel Gasser: «Wir haben einen ambitiösen Zeitplan mit verschiedenen Varianten entworfen. Nach diesem könnte im Idealfall die neue Gemeindeorganisation mit Einwohnerrat bereits am 1. Januar 2016 in Kraft treten.»

Der historische Teil (im Vordergrund) des «Löwen» ist im Inventar der erhaltenswerten Bauten vermerkt.

Der historische Teil (im Vordergrund) des «Löwen» ist im Inventar der erhaltenswerten Bauten vermerkt.

Parkplatzbewirtschaftung notwendig
Peter Schärli (Ressort Bau) bemerkte einleitend, dass bei der Bevölkerungsbefragung 2013 das Parkieren auf öffentlichem Grund als ein Problemfeld genannt wurde. Das bewog den Gemeinderat gemeinsam mit der Planungs-, Umwelt- und Energiekommission (PUEK) ein Reglement zu erarbeiten. Nach einer umfassenden Vernehmlassung wurde dieses 2014 überarbeitet. Dazu Schärli: «Wir sind den Wünschen weit entgegengekommen und der Auffassung, dass das Reglement mit den moderaten Gebühren ein gelungenes Werk ist.»

Die Diskussion wurde von den Anwesenden rege benutzt. Dabei ging es um grundsätzliche Fragen: Wann tritt das Reglement in Kraft? Wie lange gelten die aktuellen Gebühren? Wie wird das Parkieren auf den Schulplätzen gehandhabt? Wie hoch sind die Investitionen? Peter Schärli antwortete, dass das Reglement im Jahre 2015 in Etappen in Kraft gesetzt werde. Hinsichtlich Inve-stitionen bemerkte er: «Um keine unnötigen Ausgaben zu produzieren, wollen wir vor Einholung einer Offerte zuerst die Abstimmung abwarten.»
Masterplan als Führungsinstrument
Natalie Mil (Gebietsmanagerin Luzern-Ost) hielt fest, dass Ebikon als Zentrum zwischen Luzern-Zug einen wichtigen Platz einnehme. Schon jetzt wird die prekäre Verkehrssituation von der Bevölkerung als zentrales Problem bezeichnet. Mit der Verlängerung der Trolleybuslinie 1 bis nach Ebikon und dem parallel geplanten Bushub am Bahnhof könnte sich die Lage verschärfen. Als Folge davon muss die Kantonsstrasse den Bedürfnissen angepasst werden. Dem Gemeinderat geht es nun darum, dass im Rahmen dieser öffentlichen Projekte Ebikon wohn- und lebensfreundlich bleibt. Dazu gehören neben der Gestaltung der Kantonsstrasse Massnahmen zur Aufwertung des Zentrumsgebietes. Mit einem Masterplan, welcher vom Kanton nach etwelcher Verzögerung finanziell mitgetragen wird, will man die Rahmenbedingungen für die Entwicklung festlegen. Erste Resultate werden im ersten Quartal 2015 zur Verfügung stehen. Dazu Natalie Mil: «Selbstverständlich wird auch die Bevölkerung in diesen wichtigen Prozess einbezogen.»

Restaurant Löwen erhalten
Unter Verschiedenem wies Res Michel (Ressort Soziales) mit Stolz darauf hin, dass der Umbau des Alters- und Pflegeheims Känzeli voll im Termin liege. Bereits ab April 2015 sind die ersten 20 Wohnungen bezugsbereit.
Daniel Gasser zeigte sich betreffend Asylplätze – Ebikon hat ein Manko von 47 – zuversichtlich. «Wir haben verschiedene Liegenschaften abgeklärt und werden demnächst über die Situation informieren.»
In den letzten Wochen rankten sich um die Zukunft des Hotel Löwen etwelche Gerüchte. Daniel Gasser äusserte sich dahingehend, dass es für den Gemeinderat überaus wichtig sei, dass auch zukünftig auf diesem Areal ein Restaurant realisiert werde. «Die Dorfstrasse ist eine Begegnungszone und dazu gehört ein Restaurant.» Und er ergänzte: «Ob alt oder neu, der Löwen wird auf dem Masterplan figurieren. Wir haben verschiedene Massnahmen im Köcher und sind momentan in Verhandlung mit den Besitzern.» Nadine Blättler, Kommunikationsverantwortliche bei der aktuellen Besitzerin (PAX-Versicherung) bestätigte, dass derzeit Gespräche für eine Zwischennutzung laufen. «Für die weitere Planung warten wir den Masterplan ab.»

Aktuelle Zeitung

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Like uns auf Facebook!

Razli

Razli

Razli Wetternachhersage

Partner

Partner

Horoskop

Horoskop