Rigi Anzeiger
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Der Raum zum Denken kommt gut an

Die Schule Root hat Gruppenräume an der Sek I eingerichtet

Seit diesem Schuljahr kann die Sek I in Root über drei neue Gruppenräume verfügen. Dies ermöglicht, den Unterricht auch ausserhalb des Klassenzimmers zu gestalten. Individuelles Arbeiten ist möglich. Das kommt bei Schülerinnen und Schülern gut an.

«In einer Zeit, in der Individualisierung an den Schulen gross geschrieben wird, bieten Zusatzräume eine gute Möglichkeit, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Räume bieten Platz für Gruppen- wie auch für Einzelarbeiten – allgemein für Arbeiten, die im Klassenverband aufgrund verschiedener Faktoren schwierig durchzuführen wären», so Tobias Christen, Lehrer Sek I. Das neue Angebot kommt bei den Schülerinnen und Schülern gut an. Oliver Krohn, Schüler der 3. Oberstufe, meint, dass er gut im Gruppenraum arbeiten könne, da er sich weniger ablenken liesse. Zudem sei der Gruppenraum sehr praktisch, wenn in der Gruppe etwas besprochen werden müsse. Auch für Saraya Burri, Schülerin der 3. Oberstufe, besteht der grösste Vorteil darin, dass «man in der Gruppe ungestört und ohne die anderen zu tangieren arbeiten kann.»

Neben der Möglichkeit der Individualisi erung, bieten die Gruppenräume auch Raum, um zu denken. Das Denken passiert zwar im Kopf und braucht daher eigentlich wenig Platz. Doch ist der Geist freier, wenn er Raum hat und ohne grosse Ablenkung denken kann. Je dichter also ein Raum besetzt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit abgelenkt zu werden. So ist zum Beispiel das Team des Projektunterrichts sehr dankbar, dass es mit den Schülern einen Gruppenraum beanspruchen darf. Tobias Christen: «Ohne die Möglichkeit, die grossen Lerngruppen auf verschiedene Räume zu verteilen, hätte das Individuum wohl kaum Platz, ungestört seinen Denk- und Lernprozess durchzuführen». Der US-amerikanische Physiker und Nobelpreisträger des Jahres 1965, Richard P. Feynman, hat einmal gesagt, dass wir «unbedingt Raum für Zweifel lassen müssen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifels.» Ob der Nobelpreisträger mit «Raum» einen Ort oder einen «Platz in der Gesellschaft» meinte, sei zwar nicht klar, doch für ein Dazulernen sei beides unabdingbar.

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