Rigi Anzeiger
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Der Samichlaus hat viele Helfer

Ebikon: Den Samichlaus gibt es seit Urzeiten. Nun zeigt eine Chronik auf, dass in Ebikon der Besuch des St. Niklaus bei den Familien beinahe nicht stattgefunden hätte. Ein paar Männer haben das verhindert.

cek. Seit 1923 – so ist in einer Chronik nachzulesen – besuchte der St. Niklaus, wie er damals genannt wurde, alle Familien in einem Quartier Ebikons. Auch jene ohne Kinder. Lebkuchen, Birnenweggen und Nüsse trug er mit. Ein Jahr später wurde der Samichlaus sogar von Mitgliedern der Feldmusik Ebikon sowie Schmutzli und Geisslechlöpfern begleitet. Besonders während den Krisen- und Kriegsjahren waren die Gaben des Samichlaus den Kindern sehr willkommen. 1956 drohte sein Besuch im Dorf Ebikon wegzufallen. Da taten sich ein paar Männer zusammen und unterstützten den Samichlaus als St. Niklaus-Gesellschaft. Am 6. Dezember 1956 gründeten dieselben dann im ehemaligen Hotel Löwen die Samichlaus-Gesellschaft Ebikon. Seither steht diese Gesellschaft dem Samichlaus zur Seite, hilft ihm im Wald beim Vorbereiten der Päckli, führt seine Agenda mit den Familienbesuchen und bereitet mit ihm den Auszug aus der Kirche vor. Die Familienbesuche wurden im Verlaufe der Jahre immer mehr. 120 waren es alleine im Gründungsjahr der Samichlaus-Gesellschaft Ebikon auf dem ganzen Gemeindegebiet. Die leuchtenden, erwartungsvollen Kinderaugen in den Stuben berührten den Samichlaus und sein Gefolge bestehend aus Diener und Knecht Ruprecht – sehr. Das war damals so und ist bis heute geblieben. Der Samichlaus besucht inzwischen auch die Heime in Ebikon. Im Einkaufszentrum Ladengasse ist er auch immer sehr willkommen. Hier trifft man ihn am 3. Dezember 2016 ab 11 Uhr an und er freut sich auf viele Kinder, die ihm ein Verslein aufsagen oder ein Lied singen.

Samichlausauszug aus der Pfarrkirche
Den feierlichen Auszug des Samichlaus mit Trychler, Chlöpfer und Zwergli aus der Kirche jeweils am Sonntag des ersten Advents gibt es schon seit 1957. Heuer hat er am 27. November seinen grossen Auftritt. Feierlich zieht er um 17 Uhr aus der Pfarrkirche aus und begrüsst von der Kirchentreppe die vielen Zuschauer auf dem Platz. Später dann auf seinem Weg von der Kirche zum Wydenhof-Schulhausplatz wird er in einem eindrücklichen Umzug begleitet von Ruprechten, Dienern, Schmutzli, Zwärgli, Eseli, Iffelen, Trychlern und Geisslechlöpfern. An der neuen Endstation des Zuges beim Wydenhofschulhaus herrscht immer viel Betrieb. Kinder und Erwachsene können sich dicht an dicht um den Samichlaus scharen und ein paar persönliche Worte mit ihm wechseln. Vielleicht liegen auch eine Handvoll Nüssli oder ein Biberli bereit, und wärmende Getränke für Gross und Klein gibts auch.

Auf Familienbesuch
Der Samichlaus hat für dieses Jahr folgende Tage für Familien-Besuche in seiner Agenda eingetragen:
• Samstag, 3. Dezember,17.15 – 21 Uhr
• Sonntag, 4. Dezember,17.15 – 21 Uhr
• Dienstag, 6. Dezember 18.15 – 21 Uhr

Damit er weiss, welche Familien er besuchen darf, bittet er um eine Anmeldung bis 20. November 2016 mittels dem Formular, das auf der Homepage www.samichlaus-ebikon.ch zu finden ist. Den Tag und die Zeit des Besuches teilt er anschliessend bis am 1. Dezember 2016 schriftlich mit. Der Samichlaus macht das kostenlos. Dennoch freut er sich auf einen Unkostenbeitrag ins Kässeli seines Knechts Ruprecht.

Einmalige Chronik
Erhalten geblieben ist bis heute bei der Samichlausen-Gesellschaft Ebikon (so nennt sie sich seit jüngeren Jahren) der Vorstand, der sich aus folgenden sieben Mitgliedern zusammensetzt. Freddy Duss (Chlausenvater), Yves Bucher (Chlausenamman), Robert Küttel (Chlausenwart), Urs Grüter (Säckelmeister), Tony Graf (Chlausenschrieber), Marylène Renggli (Chlausenmutter) und Andreas Stübi (Trychlermeister). Einmalig, wenn nicht sogar einzigartig ist die Chronik aus 60 Jahren Chlausengehen, die die Samichlausen-Gesellschaft Ebikon auf ihrer Homepage www.samichlaus-ebikon.ch präsentiert. Zusammengefasst in einem interaktiven Blätterkatalog sind in dieser historische Dokumente und Bilder, welche die Geschichte der Samichlausen-Gesellschaft einzigartig dokumentieren, zu finden.