Rigi Anzeiger
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Der «Spissenhof» kommt auf die Bühne

DORFtheater MEGGEN mit Schwank «Bäuerin ledig sucht…»

Auf einem Bauernhof gibt es ein Theater um zwei ungleiche Töchter: die eine hübsch, die andere ist einfach anders. Was ist zu tun? Das Dorftheater Meggen zeigt die verblüffende Lösung auf der Bühne des Gemeindehauses. Schmunzeln und Lachen sind inbegriffen.

Das Bühnenbild – im Hintergrund das Megger Schulhaus Zentral mit dem markanten Türmchen und im Dunst die Zentralschweizer Voralpen – als eigentliche Kulisse aber das stattliche Spissen-Bauernhaus, daneben ein Hühnerhof und ein Kuhstall. Hühner gackern, der Hahn kräht gerade zur rechten Zeit im Morgengrauen, wenn feuchtfröhliche Gäste verspätet das Bett aufsuchen, und Gartenzwerge sorgen für ein ländliches Ambiente.

Zwei ungleiche Töchter
Im Mittelpunkt stehen aber die zwei Töchter, Vreni (gespielt von Anita Näpflin) hübsch und gepflegt und Käthi (Manuela Müller) eher bissig, raubeinig und kratzig. Vreni schäkert schon mit einem Freund, während Käthi mit groben Holzschuhen und spitzen Bemerkungen die Gäste im Wirtshaus «Spissenhof» bedient und in gleicher Bekleidung auch den Kuhstall besorgt. Vater Samuel Steiner (Toni Zemp), selber verwitwet, möchte seine widerspenstige Tochter Käthi aber gerne unter die Haube bringen. Eine Psychologin, Rosetta Hösli (Christine Gersching) und ihr Assistent, Wilhelm Hasenbein (Pascal Brunner) sollten Töchterlein Käthi auf die Sprünge helfen. Trotz der beachtlichen Mitgift eines Restaurants und eines Bauernhofes will keiner so recht anbeissen. Auch die Heiratsvermittlerin Theres Stampfli (Anita Frei) mit einer Alterskartei von zwanzig bis hundert Jahren, ob Weib oder Mann, ob Magd oder Knecht, kommt nicht so schnell zu einem Erfolg. Anstatt sich der Heiratsvermittlung anzunehmen, vergucken sich die beiden Frauen schon bald in den verwitweten Wirt. Im «Spissenhof» gerät so ziemlich alles aus dem Lot. Das Restaurant ist fast immer leer, dafür die Gästezimmer voll. Es sind ja auch nur deren zwei. Und Liebhaber, darunter auch der knorrige Melchior Horat (Walti Brunner) und der ahnungslose Felix Döbeli (Alex Gretener), melden sich auch. Mit Rosen und auf den Knien.

Viel Situationskomik
Und so strebt die Liebeskomödie mit viel unterhaltsamer Situationskomik einem Höhepunkt zu, der das Geheimnis der Bühne bleibt. Regisseur Hansjörg Engler und Co-Regisseurin Pia Brunner ziehen alle Register, um mit dem Bauernschwank dem Publikum die Lach- und Bauchmuskeln in Bewegung zu halten. «Vor den Aufführungen ist ab 18 Uhr auch für das leibliche Wohlbefinden gesorgt: Im schön gedeckten Foyer oder Saal können Köstlichkeiten aus der Theaterküche genossen werden», hält der Präsident des Dorftheaters Meggen, Pascal Brunner, fest. «Etwas Spezielles sind das ‹Kafi Spisse-Häx› oder die ‹Gadä-Bar›. Während der grossen Pause können die Besucher und Besucherinnen zudem mit einem Tombolalos ihr Glück versuchen. Die Verlosung findet unmittelbar nach der Aufführung statt.»

Vreni (rechts, Anita Näpflin): «Du bisch immer no gliich schlächt ufgleid. Was dier fählt, isch en Maa.» – Käthi (links, Manuela Müller): «Hä, mich wott doch e keine!» – Vreni: «Eso sicher ned, so wie du aagleit bisch! Gsehsch ja us wie ne Vogelschüüchi!»

Vreni (rechts, Anita Näpflin) diskutiert mit Käthi (links, Manuela Müller) über die Schwierigkeiten, einen Mann zu finden.

Weitere Infos: www.dorf-theater-meggen.ch