Rigi Anzeiger
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Der Sprache starke Ausdruckskraft verliehen

Erneut überraschendes Theater am Gymnasium St. Klemens in Ebikon

Seit 25 Jahren studiert Dieter Ockenfels mit Schülerinnen und Schülern des Wahlfachs Theater am Gymnasium St. Klemens in Ebikon die unterschiedlichsten Stücke ein. Das Resultat überrascht immer von Neuem, so geschehen auch jüngst mit der Komödie «Der Franzos im Ybrig!».

Ein jedes Jahr, wenn das St. Klemens zu seinen Theateraufführungen ruft, ist man als Besucher gespannt, was und wie sie vorgetragen werden. Ein roter Faden bei der Auswahl der Stücke ist nicht zu erkennen, lediglich die meistens bescheidene Kulisse. Heuer passte sie perfekt zur aktuellen Komödie «Der Franzos im Ybrig!» aus der Feder von Thomas Hürlimann. Der Schwerpunkt lag nämlich im Text, der gemischt aus Reim, Prosa und Dialoge und mehrsprachigen Wortfetzen bestand. Für den Zuhörer war sie nicht immer eine leichte Kost, dennoch aber köstlich mit ihren humorvollen Feinheiten und Pointen. Wahrlich erstaunte, wie die Lernenden des Wahlfachs Theater den nur leicht reduzierten Originaltext im Fluss vorbrachten. Der eine oder andere brillierte geradezu mit passender Mimik. Der «Franzos»-Darsteller blühte regelrecht in seiner Rolle auf. Wer den Inhalt kennt, weiss, dass der Franzose namens Foulon mit seinem Charme die Frauen, die von ihren in den Krieg gezogenen Männern allein gelassen worden waren, zuerst nicht bezirzen konnte. Dann zeigte er Abscheu den weiblichen Wesen gegenüber, die mit Schmiere und Verhudeltem abschreckend gegenüber männlichen Eindringlingen wirken wollten. Sie putzten sich jedoch wegen des Franzosen heraus. Es folgten reihenweise Schäferstündchen. Wie schwierig nur war es auch, das Leben und den Tod nebst dieser komischen Geschichte darzustellen. Letzterer erschien teils als Erzähler, teils als Gesprächspartner mit Verstorbenen oder gar Lebenden. Das Motiv des Totentanzes liess sich darin klar erkennen. Nun sind die Aufführungen bereits vorbei und man darf gespannt sein, mit welchem Stück das St. Klemens im nächsten Jahr aufwartet.

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Die Frauen, verschmiert und verhudelt, wollen den Eindringling Foulon zuerst.

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Szenerie mit den aus dem Krieg zurückmarschierenden Männern.