Rigi Anzeiger
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Die Berufsfischer sorgen sich

Meggen: Die abnehmenden Fangerträge am Vierwaldstättersee machen den Berufsfischern Sorgen. Das wurde dem Fischereiverband Kanton Luzern an einer Tagung bei den Berufsfischern in Meggen schonungslos aufgezeigt.

Trotz Sorgen um den Berufsstand können sie lachen, von links die Berufsfischer Michael Näpflin, Sabina Hofer und Nils Hofer. Bild bi

Trotz Sorgen um den Berufsstand können sie lachen, von links die Berufsfischer Michael Näpflin, Sabina Hofer und Nils Hofer. Bild bi

kb. «Das Verhältnis zwischen Berufsfischern und uns Hobby-Anglern ist von keinem Wässerchen getrübt», sagte Markus Fischer, Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern, als er die Mitglieder zu einem Besuch bei der Berufsfischern Hofer in Meggen begrüssen konnte. Im Gegenteil, «wir wollen mehr wissen über den Alltag, um die Berufsfischer besser zu verstehen und die gemeinsame Verantwortung für den Lebensraum im und am Wasser zu stärken.»

Die Megger Berufsfischer Sabina Hofer und Nils Hofer sowie Michael Näpflin – der Nidwaldner Berufsfischer ist Präsident der Zentralschweizer Berufsfischer – boten einen guten Einblick in den Alltag. Die Hobbyangler lernten an Ort und Stelle die Aufzuchtanlagen mit den Fischbecken, Filettierraum, Maschinen und Kühlzellen, aber auch die Boots- und Netztypen kennen. Dabei war spürbar, dass die Fischerfamilien mit viel Fachwissen und einer grossen Leidenschaft an der Arbeit sind.

Bei der Diskussion mit Filmausschnitten von Claudia Steiners «Die Megger Fischer» wurden offen die Sorgen angesprochen. Insbesondere die sinkenden Fangerträge. Der Vierwaldstättersee wird immer nährstoffarmer. Heute werden lediglich noch 2 bis 3 Milligramm Phosphat pro Kubikmeter gemessen. Ursprünglich wurde von einem Zielwert von 20 Milligramm ausgegangen. Deshalb fordern die Berufsfischer eine Untergrenze von 10 Milligramm, was Näpflin als für das Trinkwasser unschädlich bezeichnete.