Rigi Anzeiger
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Die FDP Schwyz setzt auf Flat Rate Tax

Kanton Schwyz: Mit einem Systemwechsel zur Flat Rate Tax bei der Teilrevision des Steuergesetzes überwiegen nach Ansicht der FDP die Vorteile. An der Pressekonferenz vom Montag wurde vor den Gefahren der zweiten Variante gewarnt.

FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder (Bäch), Kantonsrat Heinz Theiler (Goldau) und Parteipräsidentin Petra Gössi (Küssnacht) kämpfen für eine Flat Rate Tax. Bild zVg.

FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder (Bäch), Kantonsrat Heinz Theiler (Goldau) und Parteipräsidentin Petra Gössi (Küssnacht) kämpfen für eine Flat Rate Tax. Bild zVg.

red. An der Pressekonferenz vom Montag im Hotel Wysses Rössli in Schwyz mit Fraktionspräsident Dominik Zehnder (Bäch), Kantonsrat Heinz Theiler (Goldau) und Parteipräsidentin Petra Gössi (Küssnacht) bleibt sich die FDP.Die Liberalen des Kantons Schwyz früher gemachten Aussagen treu. Die Liberalen ziehen die Flat Rate Tax der Tarifkurve mit NFA-Beteiligung vor. Mit der Flat Rate Tax würden 30 Prozent aller Steuerpflichtigen gegenüber dem heutigen System entlastet und der Wegfall eines progressiven Steuertarifs nach dem Erreichen der Eintrittsschwelle setzt auch Anreize zu besseren Verdienstmöglichkeiten. «Das ist unternehmerfreundlich und wird von uns ausdrücklich begrüsst», sagt FDP-Kantonsrat Heinz Theiler (Goldau).

«Progressives Steuersystem ausgereizt»
«Gegenüber dem heutigen System ist die Flat Rate Tax wesentlich entwicklungsfähiger», sagt der neue FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder (Bäch). «Das gibt uns in Zukunft auch den wichtigen Spielraum für Anpassungen oder Korrekturen.» Zudem ist die FDP.Die Liberalen des Kantons Schwyz überzeugt, dass mit dieser Systemänderung auch die kompetitive Steuerattraktivität des Kantons Schwyz gegenüber anderen Kantonen erhalten bleibt. «Und weiter wird damit auch die längst fällige Heiratsstrafe eliminiert und ein wichtiger und richtiger Schritt in Richtung Individualbesteuerung gegangen», sagt FDP-Präsidentin Petra Gössi. «Das sind zwei FDP-Anliegen welche die Flat Rate Tax nun beinhaltet.»

Schwyz als Vorreiter?
Für die FDP ist hingegen klar, dass juristische Personen künftig im Kanton Schwyz kein «Negativ-Geschäft» mehr sein dürfen. «Niemand versteht, wieso natürliche Personen juristische Personen quersubventionieren sollen», erläutert Petra Gössi. Dominik Zehnder sieht in der Einführung einer Schwyzer Flat Rate Tax eine grundsätzliche Chance: «Dies würde in der ganzen Schweiz auf grosse Beachtung stossen und könnte gar zu einem Dammbruch in den kantonalen Steuergesetzgebungen führen‎.» Schliesslich suchen viele Kantone ebenfalls einen Ausweg aus dem altbackenen und an seine Grenzen stossenden Tarifsystem. «Es würde dem Kanton Schwyz nota bene auch guttun, in einer nationalen Frage Vorreiter zu sein.»

Kopfsteuer als Zukunftsvision?
Was nach Ansicht der FDP-Fraktion hingegen prüfenswert wäre, ist die Einführung einer kantonal einheitlichen Kopfsteuer. Diese ist jedoch nicht wie bei den juristischen Personen als Minimalsteuer gedacht. «Uns geht es eher darum, dass verhindert wird, dass nicht noch mehr Steuerpflichtige überhaupt keinen Beitrag an ein funktionierendes Gemeinwesen leisten», erklärt Dominik Zehnder. «Das ist auch eine Frage der Fairness. Je mehr Menschen staatliche Dienstleistungen konsumieren, ohne sich an deren Finanzierung zu beteiligen, desto schneller steigt die Anspruchshaltung gegenüber der öffentlichen Hand‎.» Als weitere Zukunftsvision sehen die Liberalen auch die Möglichkeit, die Vermögenssteuer in einem Flat Rate Tax-System zu realisieren. «Was uns in diesem Bereich Sorgen bereitet, ist bei beiden Systemen mit den vorgeschlagenen Bestimmungen die offensichtliche Eigentumsfeindlichkeit», sagt Heinz Theiler. «Die Vermögenssteuer darf nicht so hoch angesetzt werden, dass sie einen Substanzverlust zur Folge hat.» Weiter gelte es das Eigentum eines Jeden auch künftig zu schützen. «Und dafür wird die FDP auch kämpfen.»