Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Die handzahme Anstandsdame

Gisikon: Im signalroten Kos­tüm, auf hohen Absätzen und mit Biss und Humor ist sie «in Sachen Anstand» in der ganzen Schweiz unterwegs. Am vorigen Donnerstag machte Michèle «wir einigen uns auf ‹Du›» auf Einladung des Mittags-Treff des Gewerbe Rontal im Restaurant Tell in Gisikon halt.

Organisiert hatte den Anlass Präsidentin Jana Rocktäschel. Drei runde Tische füllten die Gewerblerinnen und Gewerbler aus Root, Dierikon, Gisikon und Honau. Sie wollten sich in Umgangsformen und «dem Umgang mit Menschen» – wie es Knigge seinerzeit formulierte – auf den neusten Stand bringen. «Alles beginnt mit der Begrüssung. Der Handkuss sei keineswegs out, ein Händedruck soll kräftig sein, begleitet von Augenkontakt», wird erklärt. Ein Gentleman hat seine Tischdame zur rechten, betritt das Restaurant zuerst und hilft seiner Begleitung aus dem Mantel.

20 Minuten nach Vier
Ein feiner Herbstsalat bildete das Entree und warf bereits die Frage auf, ob Salat geschnitten werden dürfe. «Ja, wenn die Blätter zu gross sind.» Antossen ja, wenn es Gläser mi Stil sind und «einmal genügt». In der Hand ein Riesenbesteck, demonstrierte die Anstandsdame – sozusagen als Zwischengang – die richtige Handhabung: «Wer mit dem Essen fertig ist kann Messer und Gabel auf dem Teller auf 20 Minuten nach Vier richten.» Wer den Tisch verlässt, legt die Serviette gefaltet links neben den Teller. Spuren von Mundabwischen oder Lippenstift sollten sich dann auf der Innenseite befinden. Dann wurden die Gäste mit einem reichlich bestückten Wildteller aus der Tell-Küche bedient.

Auf Bauchgefühl hören
Anschliessend gab es viel zu schmunzeln und zu lachen, auch aus der Runde der begeistert mitmachenden Gäste. Auf die Frage, ob das Öffnen der Autotüre noch zeitgemäss sei, antwortete der eine: «Sicher, so kann ich vermeiden, dass der Türgriff voll Handcrème ist!» Als Fazit und guten Rat gab Anstandsdame Michèle mit auf den Heimweg: «Hört auf euer Bauchgefühl und nützt das Mittel der Kommunikation.» So können auch vermeintliche Tritte ins Fettnäpfchen oder andere kleine Malheure unbeschadet überstanden werden. Text & Bilder Marlis Jungo

Volle Tische und gespannte Aufmerksamkeit bei den Gewerblerinnen und Gewerblern beim Referat zum Thema «Wie man an gedeckter Tafel ins Wanken kommen kann und sich gleichzeitig gekonnt aus dem Fettnäpfchen rettet.»

Volle Tische und gespannte Aufmerksamkeit bei den Gewerblerinnen und Gewerblern beim Referat zum Thema «Wie man an gedeckter Tafel ins Wanken kommen kann und sich gleichzeitig gekonnt aus dem Fettnäpfchen rettet.»

Michèle im Element: Wie geht das genau mit dem Besteck?

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Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

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