Rigi Anzeiger
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Die letzte Freinacht

Bezirksgemeinde Küssnacht mit einer Verabschiedung

Über viele Zahlen hatte die Bezirksgemeinde Küssnacht zu befinden, ausser über jene, die der abtretende Bezirksammann Stefan Kaiser aus seiner zehnjährigen Ratszeit zur Verabschiedung präsentierte. Er plädierte für eine Kostenbremse.

Die Einführung der integrativen Schulform hat bei den Bezirksschulen Küssnacht Anpassungen zur Folge. Einige wurden schon umgesetzt. Jetzt stehen räumliche Erweiterungen und bauliche Massnahmen bei den Schulhäusern Dorfhalde in Küssnacht sowie jenem in Merlischachen an. Dazu hat die Küssnachter Bevölkerung an der Urnenabstimmung vom 17. Juni 2014 zu befinden. Bezirksrat Josef Heinzer votierte für ein Ja.

Die Rechnung 2013 schliesst mit einem Fehlbetrag von 2,095 Millionen Franken ab. «Budgetiert war ein Fehlbetrag von 4 Millionen Franken», resümierte Säckelmeister Hansheini Fischli und begründete den Aufwandüberschuss damit: «Die Steuererträge haben nicht überall den Erwartungen entsprochen.» Auch bei der Investitionsrechnung fielen die Ausgaben mit etwas mehr als 22 Millionen Franken tiefer aus, als vorgesehen. Budgetiert waren zwei Millionen Franken mehr. Die Bezirksgemeinde segnete diese Zahlen wie auch nachfolgende Nachkredite nahezu wortlos ab. «Jetzt kommen sehr schöne Zahlen. Sie werden es sehen», kündigte Bezirksammann Stefan Kaiser an. Damit meinte er diverse Schlussabrechnungen, die alle mit Minderkosten abschlossen. So kostete der Neubau Busbahnhof und Bahnhofumbau über 600000 Franken weniger. Der Verpflichtungskredit Haltikerstrasse in Küssnacht mit der Erneuerung (1. Etappe) Kapelle Haltikon konnte sogar mit Minderkosten von einer Million Franken abgeschlossen werden.

Eine Verabschiedung seiner Person wollte Stefan Kaiser nicht, der 2004 bis 2006 Bezirksrat, 2006 bis 2010 Statthalter und danach vier Jahre Bezirksammann war. Abstimmungsbotschaften seiner zehnjährigen Ratszeit hatte er hingegen beleuchtet und fasste zusammen: «107 Prozent betrug das Bevölkerungswachstum. Der Ertrag stieg von 57,5 auf 60,1 Millionen Franken, der Aufwand (ohne Abschreibungen) von 46,5 auf 56,7 Millionen Franken. Die Anzahl der Verwaltungs-Mitarbeiter wuchs von 5219 auf 6515. 30 Sachgeschäfte (ohne Planungskredite) kamen vors Volk. 173,5 Millionen Franken wurden gesamthaft in den zehn Jahren investiert.» Dann fügte er an: «Wir müssen mit den Investitionen bremsen, wir müssen konsolidieren.» Als spannend bezeichnete Kaiser seine Zeit, ermunterte alle Leute auch Aufgaben zu übernehmen. Anschliessend sagte er zum letzten Mal: «Es ist Freinacht.»

1 bezirk Bezirksammann Stefan Kaiser
Stefan Kaiser führte zum letzten Mal eine Bezirksgemeinde.