Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Die Mall weckt Hoffnungen und Befürchtungen

Rontal: Die Pfähle sind gerammt, das Fundament entsteht und demnächst wird die Mall of Switzerland in Höhe und Breite wachsen. Das weckt Hoffnungen und schürt Ängste. Das zeigte eine gut besuchte Informationsveranstaltung im D4 Business Village.

Hier entsteht die Mall of Switzerland in Ebikon.

Hier entsteht die Mall of Switzerland in Ebikon.

«In einer Stunde informiert» verspricht der periodisch stattfindende Informationsanlass «Schwerpunkt Root» der FDP.Die Liberalen Root. Das Versprechen wurde eingelöst. «Mall of Switzerland – Fluch oder Segen? Werden wir von einer Verkehrslawine überrollt?» stiess auf ein ausserordentlich grosses Interesse. Die D4-Eventhalle war bis fast auf den letzten Stuhl besetzt.

Mehr als shoppen

Die Mall of Switzerland wird das grösste Einkaufszentrum der Zentralschweiz und das viertgrösste im Land. Werner Schaeppi, Kommunikationsbeauftragter des Schweizer Ablegers des deutschen Projektentwicklungsunternehmens Freo AG sieht für die Mall im Rontal ein Einzugsgebiet von rund 1,2 Millionen Menschen, Touristen noch nicht mit eingerechnet. Nicht nur die rund 140 Geschäfte im Shopping-Center sollen die Kunden ins Rontal locken. «Die Mall of Switzerland bietet auch Raum für Wohnen, Event und Kultur», erklärte er am Informationsabend in Root. Zu den Attraktionen wird das Grosskino mit zwölf Säälen und der grössten Leinwand der Schweiz und die «stehende Welle» für Surfer, ist er überzeugt. «Die Mall wird die Region noch stärken», erklärte er, nicht zuletzt weil man «die Schweiz erleben» könne. Das werde auch Touristen anziehen – «die Mall of Switzerland wird zum Ort, wo Schweizer und Touristen einkaufen», meinte er.

«Besorgte Aufmerksamkeit»

Schaeppi ist sich bewusst, dass das Vorhaben, hinter dem als Investor der Staatsfonds von Abu Dhabi steht, «mit kritischer, besorgter Aufmerksamkeit verfolgt wird». Das bestätigte sich im von Jérôme Rüfenacht moderierten Gespräch mit Thomas Bircher, Präsident von Gewerberontal – kmu Root, Dierikon, Gisikon, Honau, und Damian Müller, Kantonsrat und Ständeratskandidat FDP.Die Liberalen. Müller und Bircher wiesen auf die Bedeutung von Detailgeschäften und Gewerbe in den Gemeinden und Dörfern hin – allenfalls «aus Gwunder» würden sie aber schon auch mal in die Mall of Switzerland gehen, gestanden sie ein. Umgekehrt meinte Schaeppi (der in Zug wohnt), er würde sicher nicht jeden Tag am Einkaufszentrum Zugerland vorbeifahren, um in die Mall zu gehen, «aber für die spezielle Gelegenheit, für den speziellen Einkauf schon – da sind die andern Center einfach zu wenig gross».

Aktenzeichen Verkehr ungelöst

Der kritische Punkt für die Akzeptanz der Mall of Switzerland ist der Verkehr. Das zeigte sich, als Rüfenacht das Gespräch auf dieses Thema lenkte. Als Gewerbetreibender sei er für die Zu- und Weglieferung aufs Auto angewiesen. «Solange man nicht zum Dorf hinaus muss, geht das gut, aber oft steht man schon am Knoten Dierikon im Stau», sagte Thomas Bircher. Die Situation werde sich weiter verschärfen, bis die Mall eröffnet werde. Damian Müller wies darauf hin, dass jeder Stau dem Gewerbe Kosten verursache und Effizienzverluste bringe. Werner Schaeppi zeigte Verständnis für die Befürchtungen. Man trage mit dem Fahrten- und Parkregime im Center der Problematik Rechnung, versicherte er. Und er bedauerte, dass die optimale öV-Erschliessung bis zur Eröffnung der Mall offenbar seitens des Kantons noch nicht gewährleistet werden könne.

Hanns Fuchs

Zukunftsmusik fürs Rontal
red. Die Verkehrssituation im Rontal war auch an einem Podiumsgespräch der CVP Root ein Thema. Ständerat Konrad Graber, Nathalie Mil (Gebietsmanagerin Luzern-Ost) und VBL-Direktor Norbert Schmassmann diskutierten Gegen-wartsprobleme und Zukunftspläne für den öffentlichen Verkehr. Im Vordergrund stünden dabei die Verlängerung der Linie 23 bis Rotkreuz und die Verlängerung der Trolleybuslinie 1 bis zum Bahnhof Ebikon, längerfristig bis zur Mall of Switzerland. Keine Chancen hat vorläufig ein 15-Minuten-Takt für die S-Bahn auf dem Abschnitt Rotkreuz-Ebikon-Luzern. Auch eine S-Bahnstation Root-Dorf bleibt allenfalls ein frommer Wunsch. Jede Verdichtung auf dem Gleis zwischen Rotkreuz und Luzern steht und fällt mit dem Tiefbahnhof Luzern, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

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