Rigi Anzeiger
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Die Mehrheit in Küssnacht entsorgt korrekt

Ökihof Bezirk Küssnacht seit einem Monat geöffnet

Anfang April 2014 wurde der neue Werkhof des Bezirks mit Ökihof an der Werkstrasse 9 im Küssnachter Ebnet eröffnet. Bezirksrat Josef Heinzer und Adolf Suter, Leiter Entsorgung, ziehen nach dem ersten Betriebsmonat der Sammelstelle eine positive Bilanz.

Der Neubau WER K des Bezirks beinhaltet einen separaten Teil, der die zentrale Sammelstelle, den Ökihof, beherbergt. Darin können witterungsgeschützt die verschiedensten Wertstoffe entsorgt werden.
«Der Betrieb der neuen Sammelstelle ist gut angelaufen. Mit dem Verlauf der ersten 30 Tage sind wir sehr zufrieden. Die Feedbacks der Leute sind erfreulich. Sie schätzen die neue Sammelstelle sehr, bezeichnen diese als grosszügig, übersichtlich und sehr gut beschriftet», zieht Bezirksrat Josef Heinzer Bilanz. Bereits bestens bewährt habe sich das Dach über der Sammelstelle, welches Schutz vor Regen biete. Die im Vergleich mit der alten Sammelstelle an der Bodenstrasse wesentlich höhere Anzahl an Parkplätzen erlaubt ein schnelles Entsorgen, der Einbahnverkehr ein gefahrloses Befahren der Anlage.» Das Fazit von Bezirksrat Josef Heinzer: «Schon nach 30 Betriebstagen hat sich gezeigt, dass der neue Ökihof in Sachen Dienstleistungsangebot und Entsorgungsmöglichkeiten eine deutliche Verbesserung im Entsorgungswesen des Bezirks Küssnacht darstellt. Die neuen Angebote sind bei der Bevölkerung auf eine sehr gute Akzeptanz gestossen.»

«Die grosse Mehrheit entsorgt die Wertstoffe korrekt im Ökihof des Bezirks Küssnacht»: Bezirksrat Josef Heinzer freut sich über den guten Start der Sammelstelle im Neubau WER K.

«Die grosse Mehrheit entsorgt die Wertstoffe korrekt im Ökihof des Bezirks Küssnacht»: Bezirksrat Josef Heinzer freut sich über den guten Start der Sammelstelle im Neubau WER K.

Öffnungszeiten überdenken
In einem Punkt herrscht aber noch ein Manko, wie Josef Heinzer festhält: «Nach vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung müssen wir die Öffnungszeiten nochmals genauer anschauen. Es wird kritisiert, dass die Sammelstelle an den Wochentagen nur nachmittags geöffnet ist. Wir nehmen diese Kritik entgegen und werden darauf reagieren. Eine Möglichkeit wäre es beispielsweise, am Montag jeweils am Vor-, statt am Nachmittag geöffnet zu haben. Sobald dieser Entscheid getroffen ist, werden wir die Bevölkerung entsprechend informieren.»

Die Mehrheit entsorgt korrekt
In der Sammelstelle können neu gemäss Verursacherprinzip auch kostenpflichtige Wertstoffe entsorgt werden. Diese Abteilungen sind mit einem roten Schild markiert. Wertstoffe wie Keramik, Porzellan und inerter Bauschutt werden durch einen Mitarbeiter der Sammelstelle gewogen. Die Gebühren sind gegen Quittung bar zu bezahlen. «Die grosse Mehrheit, verhält sich korrekt», beantwortet Adolf Suter, Leiter Entsorgung, die Frage nach der Disziplin der Nutzerinnen und Nutzer. «Leider gibt es aber auch bei uns einige Wenige, welche sich nicht an die Hausordnung der Sammelstelle halten und beispielsweise Abfall in den Papiercontainer werfen.»
Die Sammelstelle wird durch eine Video-anlage überwacht. Wird jemand künftig bei der illegalen Entsorgung von Abfall erwischt, muss er mit Massnahmen rechnen.

Das Entsorgen von Papier im Ökihof
Dass der Bezirk im neuen Ökihof auch Altpapier entgegennimmt, gab in den letzten Wochen einiges zu reden. Es wird befürchtet, dass dadurch die Jugendorganisationen Blauring und Jungwacht sowie die Schulklassen, welche bisher das Altpapier gesammelt haben, unnötigerweise konkurrenziert werden. «Der Wunsch, dass in der Sammelstelle auch Altpapier und Papierschnitzel entsorgt werden können, kam aus der Bevölkerung. Diese Dienstleistung wird insbesondere dann geschätzt, wenn man zügelt oder am Sammeltag der Jugendorganisationen in den Ferien weilt», betont Adolf Suter und wartet mit einigen vergleichenden Zahlen auf: «Jungwacht und Blauring führen im Jahr sechs Sammlungen durch. Die gesammelte Menge liegt pro Tag zwischen 90 und 130 Tonnen, das Gesamtjahresergebnis also bei rund 600 Tonnen. Im ersten Betriebsmonat sind in der Sammelstelle des Bezirks insgesamt 16 Tonnen Altpapier zusammengekommen.» Bezirksrat Josef Heinzer ist sich der sensiblen Problematik aber bewusst: «Den Besprechungstermin mit den Jugendorganisationen haben wir vereinbart. Wir unterstützen unsere aktiven Jugendlichen und möchten ihnen Ideen und Möglichkeiten aufzeigen, wie sie neben den Papiersammlungen mit anderen Projekten und Aufgaben zu Geld kommen können.»