Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Die Region im Fokus der Velorennfahrer

Risch Rotkreuz: Gelungene Premiere: Erstmals startete die Tour de Suisse nach neuem Konzept. Das Startwochenende bescherte dem «Hub Zug» und dem Standort Risch-Rotkreuz drei Tage abwechslungsreichen Radsport.

Für den Grossanlass bildete sich ein OK unter Leitung des Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger. Für den Rigi-Anzeiger zieht er nach den drei Grosskampftagen eine rundum zufriedenstellende Bilanz.

OK-Präsident Beat Villiger und Projektleiterin Katrin Sonderegger freuten sich im Kreis des Berner Cancellara-Fanclub am Erfolg des Tour-de-Suisse-Wochenendes in Risch-Rotkreuz.

OK-Präsident Beat Villiger und Projektleiterin Katrin Sonderegger freuten sich im Kreis des Berner Cancellara-Fanclub am Erfolg des Tour-de-Suisse-Wochenendes in Risch-Rotkreuz.

Rigi-Anzeiger: Der Kanton Zug mit Schwerpunkt Risch-Rotkreuz war der «Hub» fürs Startwochenende der Tour de Suisse. Die Bilanz aus Sicht des OK-Präsidenten?
Beat Villiger: Die Bilanz, das Fazit und der Rückblick fallen ausgezeichnet gut aus. Meine Erwartungen wurden auch Dank dem schönen Wetter mehr als erfüllt. Alle die rund 1000 Mitarbeitenden haben perfekt und eigenverantwortlich gearbeitet. Ihnen gehört der grösste Dank. Es war auch wichtig, dass die Sponsoren auf ihre Rechnung gekommen sind. Auch ihnen gehört ein grosser Dank.

Sie standen auch in Kontakt mit den beteiligten Gemeinden – wie war das Feedback von dieser Seite?
Wenn ich die Fernsehbilder sehe und die vielen Leute an der Strecke, so war das auch für jede einzelne Gemeinde ein Werbefenster. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden war sehr gut, vor allem mit jener von Risch.

Zug ist auch für die nächsten beiden Jahre als Schauplatz für den TdS-Start vorgesehen – gibt es schon Ideen und Interessenten für die zweite Auflage des «Hub Zug»?
Es gibt Ideen. Wir werden in den nächsten Wochen prüfen, in welcher Gemeinde der zweite Start stattfinden soll. Gespräche laufen.

Was war für Sie persönlich das eindrücklichste Erlebnis am TdS-Wochenende in Risch-Rotkreuz?
Das ganze Wochenende war ein Höhepunkt und ein voller Erfolg. Das Eindrücklichste aber waren schon der Start und die beiden Duchfahrten sowie die Ankunft des Profitrosses im Zielbereich.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

Beim Marchstei hatten sich die Cancellara-Fans eingerichtet.

«Unvergessliche Tage in Risch»

Für den Tour-Start im «Hub Zug» legten sich Behörden, Vereine und freiwillige Helfer mächtig ins Zeug. Ein stimmungsvoller Anziehungspunkt war die «Rischer Meile» im Start- und Zielgelände. 25 Vereine präsentierten sich auf der Meile und über 400 Freiwillige waren auf der Meile im Einsatz. Gemeindepräsident Peter Hausherr ist begeistert: «Das Wochenende wird als unvergessliches und tolles Volksfest in Erinnerung bleiben». Die Direktübertragung der Touretappen «zeigten die Gemeinde Risch in ihrer facettenreichen Art und waren beste Werbung», ist Hausherr überzeugt. Im Namen des Gemeinderates Risch dankt Peter Hausherr den Einwohnerinnen und Einwohnern, den Firmen und Gewerbetreibenden «für ihre Geduld und das Verständnis», dem OK des Hub Zug und allen Rischer Vereine (unter Leitung von Andreas Dönni) und den freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Rennleitung, Medienzentrum und die Büros des internationalen Radsportverbandes ...

Rennleitung, Medienzentrum und die Büros des internationalen Radsportverbandes …

... waren in den Produktionsräumen der Stuber Team AG, Schreinerei und Küchenbau, untergebracht.

… waren in den Produktionsräumen der Stuber Team AG, Schreinerei und Küchenbau, untergebracht.

Augenschein auf der «Alpe»

Etwas vermessen ist es schon, den «Michel» mit der Alpe d’Huez zu vergleichen. Schon das Streckenprofil zeigt die Unterschiede: Alpe d’Huez 13,8 Kilometer und 21 Kehren mit 1090 m Höhenunterschied – Michaelskreuz 4 Kilometer, 9 Kehren und 350 m Höhenunterschied. Und auf der Alpe eine mondäne Skisport-Retortenstadt, auf dem Michel ein gemütlicher Landgasthof und eine schlichte Bergkapelle.
Nun wurde der Michel durch die Tour de Suisse radsportmässig geadelt. Die Profis zollten der Steigung von Root her Respekt. Dass sie mit einem 20er Schnitt den Berg hochbretterten und sich mit Spitzengeschwindigkeiten gegen 100 kmh nach Meierskappel hinunterstürzten, tut dem keinen Abbruch. Die zweifache Überquerung des Rooter Berges wurde als anspruchsvoll und selektiv gewürdigt. Das freut natürlich auch alle Hobbyradsportler in der Region, zu deren Repertoir der Michel seit eh und je gehört.
Einen Hauch von Alpe d’Huez konnte man am Sonntagmittag auch am Strassenrand zum Michel hinauf geniessen. Schon nach der ersten Kurve, unmittelbar am Dorfrand, stand der erste Wohnwagen – natürlich mit belgischem Kontrollschild. Frühaufsteher aus dem Wallis hatten die Kehren beim Wilmisberg, im Wald und oben beim Michelschrüz mit Plakaten für ihren Steve Morabito geschmückt. Und der Cancellara-Fanclub beute beim Hof Marchstei ein richtiges Camp auf. Bis zum Rennen fand sich dann auch eine stattliche Zuschauerzahl ein – kein Vergleich natürlich zur Million Radsportfans auf der Alpe, dafür aber ein sportlich-gesittetes Publikum, das die Profis anfeuerte und ihnen applaudierte.

An der Industriestrasse in Rotkreuz hing ein langes Wochenende lang der Himmel voller Velos.

An der Industriestrasse in Rotkreuz hing ein langes Wochenende lang der Himmel voller Velos.