Rigi Anzeiger
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Die Tankstelle mit Sexappeal

Meggen: Die Theatergesellschaft Meggen feiert eine gelungene Première. Das Musical «Die drei von der Tankstelle» kommt erfrischend und sexy daher.

«Ich bin sehr zufrieden. Einige Schauspielerinnen und Schauspieler sind über sich herausgewachsen», freute sich eine erleichterte Regisseurin Monica Duss am Samstag nach der gelungenen Première. Während mehr als 20 Jahren stand sie selbst als Schauspielerin auf der Bühne und amtete zeitweilig auch als Regieassistentin. Wertvolle Erfahrungen, die sie nun bei ihrem Debüt als Regisseurin gezielt umsetzen konnte. Besonderen Wert habe sie auf die Aussprache gelegt. Da sei sie sehr pedantisch vorgegangen, und habe die Darsteller damit bestimmt manchmal genervt, erzählt Monica Duss. Ebenso wichtig war für sie ein homogenes Konzept. «Ich wollte, dass Schauspiel, Choreografie, Kostüme und Masken eine einheitliche Handschrift tragen.» Das ist gelungen. Claudine Leyer (Choreografie) und Ruth Küng und Susanne Kurmann (Kostüme) haben die Ideen bestens umgesetzt.
Die Handschrift ist in diesem Fall von erfrischender Leichtigkeit, gewürzt mit einem Hauch Sexappeal. Witz, Situationskomik und bekannte Melodien machen das Musical «Die drei von der Tankstelle» zur beschwingten, unterhaltsamen und mitreissenden Liebesgeschichte, die natürlich zu einem Happyend führt.
Bis es soweit ist, wird die Freundschaft der drei Jungs von der Tankstelle jedoch auf eine harte Probe gestellt und es gilt einiges an Verwirrungen und Irrungen zu überstehen. Willy (Guido Friebel), Hans (Peter Achermann) und Kurt (Patrik Bitzer) tun das auf sehr charmante und überzeugende Art. Nach einer Reise erwartet sie der Gerichtsvollzieher (Heinz Vontobel). Das Trio ist mehr als pleite, ohne Wohnung, aber immerhin noch im Besitz eines Oldtimers. Diesen verkaufen sie und investieren das Geld in eine Tankstelle. Hier taucht dann die verführerische Lilian (Yvonne Lenggenhager) mit ihrem kleinen Cabrioflitzer auf und verdreht allen drei den Kopf. Sie schäkert mit Willy, Hans und Kurt, was die Situation nicht eben vereinfacht. Zur Klärung geht’s in den Nachtclub von Edith von Turoff (Nicole Grab), welche ein Auge auf Lilians Vater, Direktor Gassmann (Roberto Delaquis), geworfen hat. Derweil wird Rechtsanwalt Dr. Schulz (Toni Güggi) von seiner Sekretärin Fräulein Mondschein (Angi Bürgler) bezirzt. Der Blutdruck steigt in gefährliche Höhen.

11 Bühnenbilder
Reizvoll anzusehen sind die verschiedenen Schauplätze. Elf verschiedene Bühnenbilder nehmen das Publikum auf eine spektakuläre Reise durch malerische Gegenden, Schlafzimmer und Anwaltskanzlei, zur Tankstelle oder in den Nachtclub. Liebevolle Details, perfekt in Szene gesetzt von Bühnenchef Markus Bürgler und dem Bühnenbauteam. Markus Schürmann rückt das Ganze mit insgesamt 160 verschiedenen Lichteinstellungen und professioneller Lichtregie ins perfekte Licht. Nächtlicher Sternenhimmel inklusive. Der musikalische Leiter Beat Wurmet sorgt mit einem eingängigen Musikarrangement für beschwingte Momente und dafür, dass sich die Melodien noch lange im Ohr halten. Das Musical ist in vielerlei Hinsicht sehenswert. Monica Duss hat als Regisseurin frischen Wind in die TGM gebracht und die 25 Laienschauspieler überzeugen mit Charme und Lust und Freude am Spiel.

Tickets & Informationen: www.tgm.ch