Rigi Anzeiger
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Die Zukunft hat schon begonnen

Dierikon: Am Dienstagabend, 24. Mai, 20 Uhr, fand in der Turnhalle die ordentliche Gemeindeversammlung statt. Haupttraktanden waren Abnahme der Rechnung und Wahlen in die Kommissionen.

red. Die Versammlung war schon am Laufen und das «absolute Mehr» schon berechnet, da betraten noch drei Verspätete die Turnhalle. Schliesslich galt: «Anwesend 66 Stimmberechtigte, das absolute Mehr beträgt 34 Stimmen» verkündete Gemeindepräsident Max Hess, der die Gemeindeversammlung speditiv in rund 60 Minuten durchpaukte.

Einbürgerung am Geburtstag
Alle Positionen der Jahresrechnung 2015, inklusive die Beschlussfassung über die Verbuchung des Ertragsüberschusses wurden ohne Gegenstimme gutgeheissen, wie auch der Jahresbericht einstimmig angenommen wurde. Eine nicht inszenierte, humorvolle Angelegenheit wurde die Einbürgerung von Albert Tunaj, einem in der Schweiz geborenen Kosovaren, der am Tag seiner Einbürgerung seinen 32. Geburtstag feiern konnte. Das gab Szenenapplaus. Dem Protokoll gemäss musste er für die Abstimmung kurz den Saal verlassen. Jemand wollte mehr über den Kandidaten wissen. Da stand eine hübsche junge Dame auf und erklärte dass sie den Kandidaten demnächst heiraten werde und sie wisse nur Gutes über ihn zu erzählen. Wieder Szenenapplaus, und ein drittes Mal, als der neue Dierikoner Bürger wieder zur Versammlung stiess. Alle Neu- und Ersatzwahlen in die Schulpflege, die Rechnungskommission, das Urnenbüro, die Planungs- und Bau- sowie die Bürgerrechtskommission gingen ohne Gegenstimmen durch.

Verkehr und Masterplan
Die Gemeinde Dierikon hat für 11 von 17 ihr zugeteilten Asylsuchenden Wohnraum finden können. Für mindestens zwei weitere Personen sollte dringend Wohnraum gefunden werden um die Minimalforderung des Kantons erfüllen zu können und keine Ersatzabgaben zahlen zu müssen. Gemäss einer Studie, die demnächst publik gemacht wird, soll das Rontal in den nächsten 5 bis 15 Jahren um 45 % bei den Arbeitsplätzen und um 25 % bei den Einwohnern wachsen. Der Gemeindepräsident hat bis jetzt als Einziger Einblick in einen Masterplan nehmen können, in welchem er «einige sehr attraktive Vorschläge» gefunden hat. Dieser soll den Einwohnern bald vorgestellt werden, «einen Tag vor den Medien», witzelte Hess.