Rigi Anzeiger
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Dierikon hat erste Gemeindeamtsfrau

Dierikon Alexandra Lang, CVP, wurde in stiller Wahl als Gemeinderätin und Gemeindeamtsfrau gewählt. Sie tritt auf den 1. Juni die Nachfolge von Josef Zimmermann an.

lk. Der Gemeinderat Dierikon hat nach dem Rücktritt von Josef Zimmermann die Ersatzwahl des Gemeinderates und des Gemeindeammanns für den Rest der Amtsdauer 2012–16 angeordnet. Innert der gesetzlichen Frist wurde einzig der Wahlvorschlag für Alexandra Lang von der CVP Dierikon eingereicht. Die 43-jährige Betriebswirtschafterin wohnt seit fünf Jahren mit ihrem Partner in Dierikon. Sie hat in Lausanne studiert und ihren «Master of Science HES-SO in globalen Hospitality Business» erworben. Seit rund 5 Jahren arbeitet sie an der KV Luzern Berufsakademie, als Leiterin diverser Projekte. Nebst ihrer beruflichen Tätigkeit absolviert sie zurzeit ein Nachdiplomstudium in Leadership und Management HF.

Alexandra Lang, Gemeindeamtsfrau Dierikon

Alexandra Lang, Gemeindeamtsfrau Dierikon

Alexandra Lang, wie fühlen Sie sich als erste Gemeindeamtfrau von Dierikon?
Ich denke es kommt nicht auf das Geschlecht an, sondern auf die Person.
Ich freue mich darauf dieses spannende Amt anzutreten und fühle mich bestens.

Sie übernehmen das Amt am 1. Juni 2015. Sind Ihre Sommerferien damit gestrichen?
Nein im Gegenteil, die sind schon gebucht. Aber der Laptop wird mich bestimmt begleiten.

Was werden Sie als erstes tun?
Als erstes werde ich nun viel lesen. Und danach viele Fragen stellen. Es ist mir wichtig erst Bescheid zu wissen, bevor gehandelt wird. Aber ich bin sicher, dass es einiges zu tun gibt.
Bei welchen Aufgaben werden Sie die Prioritäten setzen?
Die Wahl ist erst einige Stunden her. Da bleibt mir noch einige Zeit um mich in alles einzulesen. Erst danach kann ich entscheiden, wo die Prioritäten liegen.

Die finanzielle Situation von Dierikon ist angespannt. Wie beurteilen sie den Handlungsspielraum als Betriebswirtschafterin?
Dierikon hat sicherlich noch etwas Nachwehen wegen der Steuersenkungen der juristischen Personen. Dieser Entscheid traf Dierikon sicher härter als andere Gemeinden: Wir haben nur rund 1475 Einwohner und einige sehr starke Unternehmen. Bis zum Amtsantritt bleibt mir noch etwas Zeit, über die Bücher zu gehen, und die finanzielle Lage von Dierikon genauer zu studieren.

Wäre Fusion eine Option?
Fusionen überzeugen mich nicht sehr. Ich glaube eine Vollkostenrechnung einer Fusion wird nicht wirklich finanzielle Einsparnisse aufweisen. Viel mehr bin ich der Meinung, dass man Zusammenarbeiten mit umliegenden Gemeinden vermehrt anstreben kann.

Sie werden mit schwierigen Aufgaben konfrontiert. Worin lag für Sie der Reiz, sich trotzdem für dieses Amt zu bewerben?
Genau die Herausforderung schwierige Aufgaben zu meistern ist der Reiz an der Arbeit. Ich wohne nicht nur in Dierikon, sondern ich lebe hier und das sehr gerne. Ich freue mich, wenn ich mit meiner bisherigen beruflichen und Lebens-Erfahrung meine Gemeinde tatkräftig unterstützen kann.

Die zeitliche Belastung des Amtes wird auf rund 60 Prozent geschätzt. Was bedeutet das für Ihren Alltag?
Das kann ich noch nicht sagen. Ich arbeite zurzeit 90% an der KV Luzern Berufsakademie und das eigentlich sehr gerne. Die Wahl ist erst ein paar Stunden her, ich hoffe ich finde mit meinem jetzigen Arbeitgeber eine Lösung, wo beide Aufgaben im Arbeitsalltag Platz finden.

Mit Ihrer Wahl ist die Frauenquote im Gemeinderat noch nicht ausgeschöpft. Wie stehen Sie dazu?
Wie bereits erwähnt, lege ich nicht grossen Wert auf Geschlechtertrennung. Es kommt nicht darauf an ob eine Frau oder ein Mann ein Amt ausführt, wichtig ist wie er oder sie dies tut.

Mit einer Neuwahl sind stets auch Erwartungshaltungen verbunden. Wie gehen Sie mit diesem Druck um?
Erwartungen erzeugen nicht zwingend Druck. Sie zeigen mögliche Ideen auf. Im Gemeinderat gilt es dann, abzuwägen welche umgesetzt werden können. Wir sind fünf Gemeinderäte die schlussendlich zusammen entscheiden.

Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Tätigkeit besonders?
Dass ich zu Fuss in 5 Minuten daheim bin. Spass beiseite. Ich hoffe auf einen sehr abwechslungsreichen Alltag. Täglich neue Herausforderungen machen das Leben abwechslungsreich und spannend. Auch den Kontakt zu Menschen schätze ich sehr. Und in einer Gemeinde dreht sich viel um Menschen.