Rigi Anzeiger
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Digitalisierung auch auf der Theaterbühne

Meggen: Wie auf der Bühne gehackt, eingeloggt, gechattet und getwittert wird, das führt Ihnen das DORFtheater Meggen in seiner «digitalen» Komödie «Passwort Figaro» nicht virtuell, sondern in der Realität vor Augen. Da ist viel Spass angesagt!

Der Fahnder der Internet Polizei, Josef Lötscher (Bernhard Gisler) befragt den ewigen Studenten Leon Staub (Pascal Brunner), während Polizist Meinrad Hichler (Regisseur Hansjörg Engler) den jungen Mann im Auge behält.

Der Fahnder der Internet Polizei, Josef Lötscher (Bernhard Gisler) befragt den ewigen Studenten Leon Staub (Pascal Brunner), während Polizist Meinrad Hichler (Regisseur Hansjörg Engler) den jungen Mann im Auge behält.

jp. Regisseur Hansjörg Engler, der für das DORFtheater Meggen schon zum sechsten Mal Regie führt, haben wir ein paar Fragen zur diesjährigen Aufführung «Passwort Figaro» gestellt. Morgen Samstag ist die Premiere.

Woher kommt Ihre Leidenschaft für das Theater?
Schon während der Schulzeit schlüpfte ich gerne in andere Rollen. Ich wollte eigentlich Schauspieler werden, aber meine Eltern bestanden darauf, dass ich zuerst einen «ordentlichen» Beruf erlernen müsse. Als 23-Jähriger trat ich der «Bunten Bühne Kriens» bei. Meine Vorbilder waren und sind es auch heute noch: Walter Roderer und Ruedi Walter.

So ist klar, dass Sie selbst auch schon auf der Bühne standen.
Während 40 Jahren hatte ich die verschiedensten Rollen und Funktionen für die Theatergesellschaft «Bunte Bühne Kriens» inne. Ich war Darsteller, Bühnenmeister, Beleuchter, Regie-Assistent, Präsident, Kassier. Ich besuchte damals einen einwöchigen Regiekurs und erweiterte anschliessend mein Regiehandwerk bei bekannten Regisseuren.

Wie erfolgt die jährliche Auswahl des Stückes für das DORFtheater Meggen?
Kurz nach der letzten Aufführung der laufenden Saison tragen sich die Mitglieder des DORFtheaters, die in der nächsten Spielperiode zur Verfügung stehen, in einer Liste ein. Anhand dieser Liste sucht sich die Spielkommission – das sind drei von der Generalversammlung gewählte Mitglieder – ein passendes Stück aus. Wir entscheiden uns nur für Bühnenwerke, die wir mit eigenen Mitgliedern besetzen können.

Warum habt ihr euch mit «Passwort Figaro» für eine sehr aktuelle Thematik entschieden?
Unser Ziel war, etwas Neuzeitliches zu probieren. Laptop, Handy, Kamera, Skype – alles dreht sich um die Digitalisierung. Mit Übertreibungen und Überspitzungen möchten wir unseren Besuchern und Besucherinnen die heutige Gesellschaftsentwicklung auf humorvolle Art vor Augen führen.

Sie haben die «digitale Komödie» von Peter J. Locher für das Dorftheater bearbeitet und auf die Spielerinnen und Spieler abgestimmt.
Ja. Im ursprünglichen Text stand eine Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern im Vordergrund. Da aber mit unseren Mitgliedern eine solche Konstellation nicht möglich war, habe ich aus der Familie eine Wohngemeinschaft, eine WG gemacht. Zudem haben sich auf unseren letztjährigen Neumitglieder-Aufruf neun Personen gemeldet, die ich zu integrieren hatte. Vier davon stehen nun zum ersten Mal auf unserer Bühne, vor allem junge Leute.

Worin besteht das Komödienhafte in diesem Stück «Passwort Figaro»? Was erwartet das Publikum?
Alle Leute laufen heute mit einem Handy herum. Auch die Darsteller auf der Bühne: Sie tippen Kurztexte ein, skypen, gamen. Eigentlich ein öder Alltag – oder macht Gamen schlau? Wird man ein raffinierter Abzocker? Es gibt überraschende Szenenfolgen, verblüffende Wortwechsel, Situationskomik, die Kriminalpolizei tritt auf. Zufällige Übereinstimmungen mit noch lebenden Personen sind ungewollt und nicht geplant… Oder etwa doch? Eines ist sicher: Unsere Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein überraschendes Ende gefasst machen.

Warum sich zwei Akteure, Hermann Föhn (Alex Gretener) und Emma Meisner (Ursula Egli) sich auf dem Bühnenboden wiederfinden, weiss Arthur Staub (Vater von Leon, gespielt von Beni Keller), der Emma beim Aufstehen behilflich ist.

Warum sich zwei Akteure, Hermann Föhn (Alex Gretener) und Emma Meisner (Ursula Egli) sich auf dem Bühnenboden wiederfinden, weiss Arthur Staub (Vater von Leon, gespielt von Beni Keller), der Emma beim Aufstehen behilflich ist.

Aufführungen im Gemeindesaal Meggen
Samstag, 10. März 2018 20 Uhr Premiere
Freitag, 16. März 2018 20 Uhr
Samstag, 17. März 2018 20 Uhr
Sonntag, 18. März 2018 15 Uhr
Mittwoch, 21. März 2018 20 Uhr
Freitag, 23. März 2018 20 Uhr
Samstag, 24. März 2018 20 Uhr
Vorverkauf: www.dorf-theater-meggen.ch
Telefon 079 887 55 71 (dienstags 18 – 19 Uhr)