Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

«Dorf-Liebi» ond «Ewigi Liebi»

Meggen: Zur 92. Generalversammlung des Frauennetz.Meggen erschienen 178 stimmberechtigte Mitglieder und 17 Gäste. Ein voller Saal. Und es drehte sich an diesem Abend einiges um die Liebe.

jp. Dass eine Generalversammlung speditiv, abwechslungsreich und mit Lachen über die Bühne gehen kann, das bewiesen der Vorstand des Frauennetz.Meggen und dessen Helferinnen. Alice Scherer, Präsidentin, konnte als Gäste Pfarrer Hanspeter Wasmer, Gemeinderätin Carmen Holdener, Vertreterinnen des Kirchenrates und Delegationen befreundeter Vereine begrüssen. Die Dekoration, ideenreich gestaltet von Rita Schnyder, bezog sich auf das diesjährige Vereinsmotto «Dorf-Liebi».

Der Vorstand des Frauennetz.Meggen: Obere Reihe (v.l.) Franziska Brücker, Alice Scherer, Judith Hofer, Susanne Pangerl. Untere Reihe (v.l.) Astrid Hofer, Liz Graber, Vreny Hofer, Rita Schnyder. Bild Evelyn Birrer

Der Vorstand des Frauennetz.Meggen: Obere Reihe (v.l.) Franziska Brücker, Alice Scherer, Judith Hofer, Susanne Pangerl. Untere Reihe (v.l.) Astrid Hofer, Liz Graber, Vreny Hofer, Rita Schnyder. Bild Evelyn Birrer

Entsprechend dem Leitspruch wurden zum Imbiss nebst Salat Älpermagronen mit Apfelmus serviert. Das ergab einen guten Boden für die nachfolgende Trak­tandenliste. Alice Scherer konnte im Rückblick auf ihr erstes Präsidialjahr auf viel Erfreuliches und Erfolgreiches hinweisen. In der Abnahme der Jahresrechnung kam zum Ausdruck, dass der Frauenverein mit einem Ertrag von 134000 Franken und einem Aufwand von 126000 Franken mit grösseren Summen umzugehen hat. Der Jahresbeitrag für die Mitglieder ist wiederum auf 20 Franken festgesetzt worden.

Dorf-Liebi ist auch Nächstenliebe
Jedes Jahr wird mit dem Verkauf von Mohrenköpfen ein spezielles Projekt unterstützt. Ausgewählt hat das Frauennetz eine Bergbauernfamilie im Kanton Nidwalden, die für die Realisierung eines Scheunenneubaus zur Verbesserung der Betriebsabläufe finanzielle Unterstützung braucht. Markus Rohner von der Schweizer Berghilfe hat mit einer Bild-Präsentation das konkrete Vorhaben anschaulich dargestellt. Jährlich werden bis zu 30000 Franken an Spenden an ganz unterschiedliche Institutionen überwiesen.
Bei den Wahlen wurden alle bisherigen Vorstandsfrauen in ihren Funktionen bestätigt. Auch die Präsidentin, Alice Scherer-Sigrist, wurde einstimmig wiedergewählt. Verdiente Vereinsmitglieder wurden aus wichtigen Ämtern verabschiedet. So Margrit Trüeb als Mitglied des Maria-Theresia Scherer-Fonds, Hanny Krähenbühl von der Gruppe Dienstags-Kaffee, Mily Sigrist von der Besuchergruppe Sunneziel und Jeannette Emmenegger als theologische Begleiterin.

Einladung zum Sommerfest
Was das Frauennetz.Meggen alles an bisherigen und neuen Kursen und Veranstaltungen anzubieten hat, entnimmt man am besten der Homepage. Angebote zur Kreativität, Kulinarik, Sport und spezielle Events, wie das Sommerfest für alle Megger Frauen vom 25. August, das dank eines Legats eines langjährigen Mitglieds des Frauennetz.Meggen möglich ist und der Vernetzung im Dorf dienen soll.

Überraschungen
Unter Varia überbrachte Gemeinderätin Carmen Holdener den Dank und die Grüsse des Gemeinderates. Pfarrer Hanspeter Wasmer dankte namens der Pfarrei und würdigte den grossen Beitrag des Frauenvereins zur Förderung der Gemeinschaft. Eine Überraschung war seine Ankündigung, dass er per 1.März 2018 von Bischof Felix Gmür zum Bischofsvikar der Bischofsregion St. Viktor mit den Kantonen Luzern, Zug, Schaffhausen und Thur­gau ernannt worden sei. Nach 14-jähriger Tätigkeit in der Pfarrei Meggen und seit zwei Jahren im Pastoralraum Meggerwald wird Pfarrer Wasmer anfangs des Jahres 2018 Meggen verlassen.
Eine weitere Überraschung – aber auf einer ganz anderen Ebene – bildete der Auftritt des Frauen-a-capella-Chors «Epiladies». Ein «Weiberchor mit aalglatten Schenkeln und Haaren an den Zähnen», wie die Frauen sich selber ankündeten. Ein knappes Dutzend Frauen, bunt gekleidet, sang mit einem Schuss Selbstironie, Humor und Lebensfreude in Luzerner Mundart Texte zu Alltäglichem, Peinlichem, Frus­trierendem, Nerventötendem, Überflüssigem, etwas fürs Herz, für Aug‘ und Ohr. Bekannte Lieder (unter Anderem «Ewigi Liebi») wurden im Text verändert und nahmen damit den langweiligen Frauenalltag auf die Schippe – mit Biss!

Mit einem feinen Dessertbüffet und gemütlichem Beisammensein fand die Versammlung ihren Abschluss.

Die Gruppe “Epiladies“ brillierte durch einen witzigen, selbstironischen Auftritt.

Die Gruppe “Epiladies“ brillierte durch einen witzigen, selbstironischen Auftritt.

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