Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Drei Klicks vom Fahrplan zum Billettkauf

Region: Wer sich auf aktuelle Technologien einlässt, dem macht die neuste App namens SBB Preview bestimmt Spass. Ihre definitive Version wird ab November lanciert und engagierte Bahnkunden dürfen bei der Entwicklung mitwirken.

SBB Preview – die neue App mit Wischtechnik. Bild zVg.

SBB Preview – die neue App mit Wischtechnik. Bild zVg.

ju. «Mit der neusten App sind wir extrem gut angekommen», sagt Daniel Pföstl, Leiter Marktgebiet SBB Luzern. Und demonstriert gleichzeitig wie er mit einem einmaligen «Wisch» über das Display den gewünschten Fahrplan aufruft und dann mit nur drei Klicks ein Ticket kauft. Es sei erstmalig und einmalig, dass Kunden so aktiv beteiligt werden und für die definitive Version der App ihre Erfahrungen einbringen können. Gefördert wird die Benützung der neuen Applikation nach dem Motto «Wir zeigen Ihnen gerne wie es geht». Zusammen mit dem Kunden nehmen Mitarbeiter die digitale Registrierung vor und lösen auch gleichzeitig ein erstes Billett mittels des Kunden-Smartphones. Als Leiter des SBB Reisezentrums ist der 47-Jährige nebst Luzern in Emmenbrücke und Hochdorf anzutreffen. Wo er Bahnkunden, die bisher den Schalter für ihren Billettkauf aufsuchten, mit der Handhabung am Automaten vertraut macht. «Oft braucht es die Zweitschritt-Strategie: erst Automat, dann Handy», berichtet Pföstl über seine Erfahrungen im «Aussendienst».

Wobei die Verkäufe am Automaten eher stagnieren, jene via Smartphone aber um über 50% zugenommen haben. Jedenfalls was die Fahrten in der Schweiz betrifft. «Internationale Tickets generell ab Smartphone zu kaufen, ist noch nicht spruchreif», sagt der Fachmann. «Dafür bietet sich der eigene PC optimal an – dies auch für alle Sparpreise. Und für nicht alltägliche Wünsche lässt man sich am besten von unseren Mitarbeitenden am Schalter beraten.» Im Speziellen gemeint sind da Passagiere mit Handicap, Reisende mit Velos oder wenn exotische Ziele beispielsweise in Oststaaten angepeilt werden.

Daniel Pföstl, Leiter Marktgebiet SBB Luzern und Leiter SBB Reisezentrum. Bild zVg.

Daniel Pföstl, Leiter Marktgebiet SBB Luzern und Leiter SBB Reisezentrum. Bild zVg.

Hilfe bei komplexen Problemen
Auch wenn es um Pannenbehebung geht helfen die Spezialisten am Schalter. Diese Unterstützung nennt sich «Service après vente» und kann beansprucht werden, wenn sich der Kunde vertippt hat, ein falsches Datum eingab oder seine Karte verloren, verlegt oder defekt ist. Sollte der Akku leer oder beim automatisierten Prozess etwas schlief gelaufen sein ist auch hier der Schalter die richtige Anlaufstelle. «Alle Transaktionen auf dem Handy sind als Dossier hinterlegt. So können unsere Mitarbeiter diese jederzeit nachvollziehen, allenfalls berichtigen und ändern», sagt Pföstl.

Tipps für SwissPass- und GA-Besitzer
SwissPass-Besitzer können sich den Weg ins Reisezentrum sparen. Wie lange ihr Abo noch gültig ist lässt sich problemlos an jedem Billettautomaten überprüfen. Und zwei Monate vor Ablauf erfolgt automatisch eine Aufforderung zur Erneuerung ihres GA oder Halbtax mittels Einzahlungsschein. Zudem sind Handy und SwissPass seit Juli verknüpft, es entfällt das lästige Zücken und Kramen wenn der Kontrolleur zum Ticket das gültige Halbtax sehen will.

Und da wären noch die zahlreichen GA-Besitzer, die sich ab und zu ärgern, weil ihre RailAway-Angebote am Billettautomaten fehlen. Und sie diese am Schalter mit Anstehen und Warten «verdienen» müssen. Der Rat des Fachmanns: «Wir empfehlen den gewünschten Ausflug bequem zu Hause unter sbb.ch zu buchen.»

Blick in die Zukunft
Ein Infopoint auf dem Perron soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember den Service rund um den Bahnhof noch erhöhen. Passanten erhalten hier Informationen rund um den Bahnhof, Reisende Auskünfte zur aktuellen Bahnbetriebslage oder Schüler können sich zu Händen des Lehrers bestätigen lassen, dass es nicht ihre Schuld ist, wenn sie die erste Lektion verpasst haben.

«Das Ziel sollte sein, dass unsere Kunden nur noch mit einem Medium und nicht mit verschiedensten Billetten und Abos unterwegs sein werden», schaut der Luzerner Marktgebietsleiter in die Zukunft. «Für jetzt und heute wünsche ich mir aber, dass unsere Kunden weiterhin auch als Mitmenschen unterwegs sind, andere Reisende respektieren und ihnen helfen. Was ich täglich mit Freude feststellen darf.»