Rigi Anzeiger
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Drei Mal Adligenswil zur Wahl

Die unterschiedlichen Profile der Bewerber für die Gemeinderats-Ersatzwahl

In ihren politischen Absichtserklärungen liegen sie nicht weit auseinander. Aber im persönlichen und beruflichen Profil unterscheiden sich Peter Hirschi, 67, Ruedi Unternährer, 56, und Olivier Bucheli, 39, erheblich. Sie repräsentieren ein je anderes «Adligen».

Das «Kandidaten-Casting» der beteiligten Parteien (Unternährer, SVP, Wähleranteil 21 Prozent; Bucheli, GLP, 9,6%; Hirschi, parteilos) füllte die Obmatt-Aula überraschend gut. Anscheinend war es den Bewerbern um den frei gewordenen Sitz des «Sicherheitsdirektors» im Gemeinderat gelungen, ihren eigenen Anhang und weitere Interessierte zu mobilisieren.

 

Der Eingesessene
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Ruedi Unternährer bezeichnet sich als Adliger «Urgestein». Er repräsentiert das «traditionelle» Adligenswil, bodenständig und tief verwurzelt in Vereinen, Gewerbe und Gesellschaft. Er lernte «schon in jungen Jahren auf eigenen Füssen zu stehen» (die Familie verlor früh den Vater). Mit 24 machte sich der gelernte Möbelschreiner selbständig, und seit mittlerweile 32 Jahren führt er das KMU. In der Gemeinde engagierte er sich im Skiclub, im FC Adligenswil, in der Feuerwehr und er ist Mitglied der Baukommission. Er lebt mit einer «Patchworkfamilie» im eigenen Haus. Sein Motiv, sich im Gemeinderat zu engagieren: «Ich möchte noch etwas anderes unternehmen und ich will etwas bewegen, auch für die Jungen.»

Der Zugezogene
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Olivier Bucheli wohnt seit fünf Jahren in Adligenswil und seit drei Jahren ist er Präsident der jungen Grün-Liberalen Partei «Habsburg». Er repräsentiert das «neue» Adligenswil, das in den letzten 30 Jahren mit starkem Bevölkerungswachstum und einer grossen Zahl von Wegpendlern zur typischen Agglo-Wohngemeinde geworden ist. Bucheli ist Geschäftsführer seines Unternehmens in der Brennstoffzellentechnologie mit Sitz in Yverdon und er präsidiert eine Plattform für den internationalen Austausch in dieser Branche. Der «Unternehmer und Familienmann» lebt mit Frau und drei Kindern im Eigenheim («3 Kinder, 2 Firmen, 1 Frau»). Er ist Mitglied der Bildungskommission. Sein Motiv, sich im Gemeinderat zu engagieren: «Ich möchte Adligenswil neue Energien verleihen und die Gemeinde in eine nachhaltige Zukunft führen.»

Der Rentner
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Peter Hirschi bezeichnet sich ebenfalls als «Urgestein» von Adligenswil. Er ist in einer Grossfamilie in der Gemeinde aufgewachsen. Nach der Lehre als Modellschreiner bei Bell in Kriens verlief seine berufliche Laufbahn allerdings ausserhalb der Gemeinde. Er war zuerst Polizist bei der Kapo Aargau, dann Sicherheitsbeauftragter eines Armeehauptquartiers bei der Heerespolizei, später im Verkauf in der Bauhandelsbranche und zuletzt Patron in der eigenen Firma. Seit 2011 ist Hirschi pensioniert und engagiert sich in der Gemeinde unter anderem für die Initiative «Pro Kunstrasen» und für die direkte Busverbindung via Stuben nach Luzern. Er repräsentiert das Adligenswil der Zukunft mit einem weiter steigenden Bevölkerungsanteil der über 65jährigen (heute rund 15 Prozent). Sein Motiv: «Für das Amt als Sicherheitsvorsteher bin ich qualifiziert und ich habe Zeit.»

 

Einig in Sachfragen
In den aktuellen Sachfragen der Adligenswiler Politik sind sich die drei Kandidaten für die Ersatzwahl in den Gemeinderat weitgehend einig:
Steuererhöhung: «Nötig».
Sparen: «Viele gebundene Ausgaben, Sparpotential beschränkt».
Alters- und Gesundheitszentrum: «Notwendig im Interesse der ältern Generation» (Hirschi). «Richtige Richtung, mit privaten Investoren realisieren» (Bucheli). «Freude, dass es vorwärts geht, auf verdichtetes Bauen achten» (Unternährer).
Verkehr: «Mit verkehrstechnischen Massnahmen die Verkehrssicherheit im Dorf erhöhen» (Unterrnährer). «Tempo 30 auf Gemeindestrassen, man kann die Leute auch zum gegenseitigen Respekt erziehen» (Bucheli). «Tempo 30 ist keine Lösung und nicht dringend» (Hirschi).
Wachstum: «Im Zentrum verdichten, statt Grünflächen einzonen» (Unternährer). «Schlecht genutzte Einfamilienhäuser, Alterswohnungen könnten zum Umziehen motivieren» (Bucheli). «Die Zonenplanrevision wird durchkommen, sie ermöglicht ein massvolles Wachstum» (Hirschi).

 

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