Rigi Anzeiger
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Dringliche Anfrage zum Trolleybus

Ebikon: Diese Woche reichte Kantonsrat und Gemeindepräsident Daniel Gasser eine dringliche Anfrage an der vergangenen Kantonsratssitzung ein. Dazu nimmt nun der Gesamtgemeinderat Stellung.

pd./cek. Seine dringliche Anfrage zur Verlängerung der Trolleybuslinie 1 ins Rontal, reichte Daniel Gasser ein, weil in letzter Zeit neue, alternative Antriebssysteme in den Medien vorgestellt wurden so das System Tosa in Genf. Das habe verschiedlich Fragen in der Bevölkerung ausgelöst wie:

1. Ist die Verlängerung der Linie 1 behördenverbindlich verankert?
2. Warum muss die Trolleylinie 1 verlängert werden, um die wachsende Agglomeration Luzern optimal zu erschliessen?
3. Wurden auch alternative öV-Angebotskonzepte mit Diesel- oder Hybridbussen geprüft?
4. Welche alternativen Traktionssysteme wurden für die Verlängerung Linie 1 geprüft, was kosten diese und in welchem Zeitraum könnten sie umgesetzt werden?
5. Ist es möglich eine Pilotlinie mit einem anderen elektrischen Antriebssystem ins Netz zu integrieren und eignet sich dafür die Verbindung zwischen Luzern und dem Rontal?
6. Kann die S-Bahn das Rontal kurz- bis mittelfristig optimal erschliessen und die erwartete Mehrmobilität aus dem Siedlungswachstum übernehmen?
7. Macht ein Bushub Ebikon ohne die Verlängerung der Linie 1 fachlich Sinn?
8. Ist der Bushub Ebikon auf die Traktion durch Fahrleitungen angewiesen?
9. Die Linie 111 aus Inwil wird voraussichtlich im 2017 nach Ebikon geführt, wobei die Fertigstellung des Hub›s erst später erfolgen wird. Wie wird die Attraktivität der Umsteigeverbindung in der Zwischenzeit sichergestellt und hat die Wahl des Antriebssystems einen Einfluss auf diese Planung?
10. Welche Erfahrungen gibt es in der Agglomeration Luzern mit Fahrleitungsanlagen und was machen andere Städte kurzfristig?
11. Wie lange gilt die vertraglich fixierte Kostenbeteiligung der Mall of Switzerland ans Infrastrukturprojekt Verlängerung Linie 1?

Die Dringlichkeit von Daniel Gassers Anfrage wurde abgewiesen. Voraussichtlich im November dürften die Fragen beantwortet werden.

Stellungnahme des Gemeinderates
Ergänzend zur dringlichen Anfrage hat der Ebikoner Gemeinderat folgende Stellungnahme abgegeben: «Mit der Planauflage ist die Trolleybusverlängerung ins Rontal nochmals verstärkt ins Bewusstsein vieler Einwohnerinnen und Einwohner gerückt. Gleichzeitig haben im Sommer mehrere Medien unabhängig voneinander über neue Antriebssysteme berichtet. Nun nimmt der Gemeinderat dazu Stellung.
Wie die öffentliche Diskussion zeigt, sind unterschiedliche oder lückenhafte Informationen im Umlauf. Dies führt zu Verunsicherung. Das Rontal gehört zu den wichtigsten Entwicklungsregionen des Metropolitanraumes Zürich. Verschiedene angekündigte oder bereits im Bau befindliche grosse Bauprojekte zeigen dies deutlich. Damit einhergehend ist mit einer starken Zunahme der Mobilität zu rechnen. Der Gemeinderat Ebikon sieht den Ausbau des öffentlichen Verkehrs als wichtigstes Mittel diesen Herausforderungen zu begegnen. Dazu gehört die Verlängerung der Linie 1 zur Mall of Switzerland wie auch der Bushub als Teil des gesamten Agglomerationsprogrammes. Diese Projekte sind für den gesamten Verkehr vorrangig und sollten nicht durch Verzögerungen gefährdet werden. Der Gemeinderat, Kanton Luzern, Verkehrsverbund Luzern, LuzernPlus und die Verkehrsbetriebe Luzern haben bereits an der Medienkonferenz und Grundeigentümerinfo vom 14. März sowie der Orientierungsversammlung vom 17. Mai dieses Jahres ausführlich darüber informiert.
Seit mehreren Jahren hat eine intensive Zusammenarbeit der Gemeinde Ebikon mit den Partnern stattgefunden. Fachexperten sowie der Gemeinderat sind überzeugt, dass heute nur mit dieser Technologie einerseits die Zuverlässigkeit gewährleistet werden kann und andererseits die Finanzierung aus Steuergeldern berechenbar ist. Auch müssen die Passagiere mit dieser seit 75 Jahren in der Stadt Luzern und angrenzenden Gemeinden erprobten Technologie nicht im Maihof umsteigen, um Ebikon, die Mall of Switerland und die weiteren Gemeinden im Rontal zu erreichen. Gegenüber von Dieselbussen sprechen Effizienz und Lärmemission für die Trolleybustechnologie. Weil die Mall of Switzerland im Herbst 2017 eröffnet und dadurch die Mobilitätsnachfrage steigt, braucht es heute eine kapazitätsgerechte Lösung für den öffentlichen Verkehr. Die Prüfung einer anderen Technologie entspricht aus Sicht des Gemeinderats nicht den zeitlichen, finanziellen und ökologischen Gegebenheiten.
Die Antworten der Fachexperten auf die dringliche Anfrage sollen die Haltung des Gemeinderats bestätigen und die Vernetzung des Projektes in die regionale Mobilität aufzeigen.»

111-Ebikon Bus-Hub Screenshot 004 Kopie

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