Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Drucken, schweissen, spenglern und malen

Interessierte Jugendliche am ersten Lehrlingsparcours des Gewerbevereins Ebikon

Spannende Einsichten erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenschule Ebikon am ersten Lehrlingsparcours des Gewerbevereins Ebikon. Gegen dreissig Berufe gabs zu beschnuppern.
«Bei den Besuchen in einigen Betrieben ist mir das grosse Engagement und die Professionalität bei der Präsentation der Berufe aufgefallen. Die Schüler waren mit grossem Interesse dabei», stellte Beat Knapp, Präsident des Gewerbevereins Ebikon fest. Die rund hundert SchülerInnen hatten die Möglichkeit, während je zweieinhalb Stunden am Morgen und am Nachmittag je einen Beruf kennen zu lernen. Dies geschah zumeist zuerst mit einem informativen Teil, einer Besichtigung des Betriebes und einer praktischen Arbeit oder einer Geschicklichkeitsübung. Am Schluss konnte jedes Mädchen und jeder Knabe etwas zur Erinnerung an den Lehrstellenparcours mit nach Hause nehmen.

Alice Gerletti zeigte sich sehr interessiert.

Alice Gerletti zeigte sich sehr interessiert.

Oliver Scheidegger (2.v.l.) interessierte der Spenglerberuf sehr.

Oliver Scheidegger (2.v.l.) interessierte der Spenglerberuf sehr.

Alisa Beul beim Einfärben eines Notizblockes.

Alisa Beul beim Einfärben eines Notizblockes.

«Handwerkliches Geschick und gute, körperliche Konstitution muss man mitbringen», erklärte Roger Lötscher, Geschäftsleiter der Banz AG zum Beruf des Spenglers EFZ. Oliver Scheidegger möchte das sehr gerne lernen, hat bei Banz schon einen einwöchigen Schnupperkurs absolviert. «Das ist eine gute Firma. Als Spengler kann man abwechslungsreiche Sachen machen. Mit Blech zu arbeiten ist ausserdem spannend», sagt er. Und wenn es mit dem Spengler nicht klappt? Oliver: «Zimmermann oder 2-Rad-Mechaniker käme auch noch in Frage.» Bei der Sima Print AG dürfen die SchülerInnen in den Berufen Drucktechnologe Fachrichtung Siebdruck sowie Gestalter Werbetechnik auf zwei verschiedene Varianten ein T-Shirt bedrucken respektive mit einem Kleber schmücken. Die Schreinerei Bründler lässt ein Übungsstück an ihren modernen Maschinen anfertigen und dann geht’s auf die Werkbank. Einen Formel 1-Heckspoiler als Bleistifthalter darf bei der Carrosserie J. in der Spenglerei hergestellt und anschliessend in der Lackiererei eingefärbt werden. Bei der Wirth & Co. AG in Buchrain bringen 3. Lehrjahr-Stifte  den Polymechaniker sowie Anlagen- und Apparatebauer den SchülerInnen näher.  Unter ihnen ist auch Alice Gerletti, die eigentlich Lehrerin werden möchte und sagt: «Polymechanikerin möchte ich definitiv nicht werden. Aber hier sehe ich Sachen, die ich vielleicht irgendwann mal brauchen kann.» «Maler könnte für mich in Frage kommen», sagt Alisa Beul, nachdem sie einen Notizblock bei Maler Michel spritzlackiert hatte. Vor dem Lehrstellenparcours wusste sie noch nicht, was sie lernen möchte. Die BE Netz lud die Mädchen und Knaben nicht nur zu einem Rundgang, sondern auch zum Aufbau einer Demo-Solaranlage und anschliessenden Geschicklichkeitsübungen mit Hubstapler und Handhubwagen ein.  Einen regelrechten Run erlebte das Alters- und  Pflegeheim Höchweid auf ihre Präsentationen mit Pflegeberufen sowie Fachperson Hauswirtschaft und Koch. «Da war viel Neugier zu spüren», resümierte die Leiterin, Marianne Wimmer.