Rigi Anzeiger
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Düfte wecken Erinnerungen an früher

Drei Generationen beim Guetzlibacken in Ebikon

Vergangenen Montagnachmittag bereiteten Erstklässler des Feldmattschulhauses zusammen mit Bewohnern des Alters- und Pflegeheim Höchweid in Ebikon Guetzli vor, überraschten sie mit einem Geschenk und sangen «Zimetschtern han i gern» von Andrew Bond.

Mailänderli-, Nussstengeli- Brunsli- und Rosinenhöckerli-Teig standen schon zur Verarbeitung parat, als die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Karen Lübben im Alters- und Pflegeheim Höchweid erschienen. Spontan verteilten sich die Kinder an verschiedenen Tischen. Lino wurde von einer Bewohnerin auf den Schoss genommen. Sie überliess ihm das Auswallen und Ausstechen des Teiges. «Er macht das prima. Das gibt einmal einen Bäcker», meinte sie. David hievte die von Alice Greter ausgestochenen Guetzli auf das Backblech. Laura half einer Bewohnerin beim Zuschneiden der Nussstengeli. An einem anderen Tisch fanden sich gleich drei Generationen zusammen, um Kugeln aus dem Rosinenhöckerli-Teig zu formen: Jamie mit seiner Urgrossmutter Laurenzia Sgier und Grossmutter Margrit Sager, die hier oft zu Besuch weilt. Jamies Schulkamerad Diar hat sich zu ihnen gesetzt. «Man sieht den Bewohnern an, wie sie interessiert sind», stellte die Leiterin Aktivierung, Lisa Wermelinger, fest. Mit solchen Anlässen, werden Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen gefördert und durch die Sinneswahrnehmung der Düfte bei den Bewohnern Erinnerungen an früher geweckt werden.

Ein paar der Guetzli wurden von Diar, Maria und Lorena noch verziert und dekoriert. Die Bewohner schauten ihnen zu, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Am Schluss erhielten sie von den Kindern gebastelte Kerzen als Fensterdekoration geschenkt. Mit dem Lied «Zimetschtern han i gern» verabschiedeten sie sich. Über die gebackenen Guetzli dürfen sich nun alle HeimbewohnerInnen des Höchweid freuen.

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Laura beim Vorbereiten der Nusstengeli.

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Maria, Diar und Lorena (v.l.) verleihen den Guetzli bunte Farbtupfer.

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Lino wallte den Teig aus.

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Jamie (2.v.l.) formte mit seiner Urgrossmutter, Grossmutter und Schulkamerad Diar (l.) Rosinenhöckerli.

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David half Alice Greter die Guetzli auf das Backblech zu legen.