Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

E-Bus und Kutschen auf der Rigi

Rigi: Die Rigi gehört zur Gemeinschaft autofreier Schweizer Tourismusorte, doch eine minimale Mobilität für Personen- und Materialtransporte braucht es auch da. Nun gibt es einige Neuerungen. Der 40jährige Rigi-Blitz wird durch einen neuen, rollstuhlgerechten E-Bus abgelöst. Damit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein des Projekts «Rigi für Alle» gesetzt.

pd./red. Nicht nur der E-Bus ist neu und grösser, auch gibt es ab sofort wieder einen ständigen Kutschenbetrieb. Demir und Anna Boychev kommen aus Bulgarien, wo die Familie Boychev über Generationen in Tourismusorten Kutschenfahrten anboten. Zudem waren sie für einige Jahre im Bündnerland, u.a. Pontresina. Nun ist die Rigi ihr neues Tätigkeitsfeld, wo sie die Kutschenfahrten und den E-Busbetrieb in eigener Regie führen. «Uns gefällt es hier auf der Rigi sehr gut. Wir haben rasch gute Kontakte knüpfen können», freut sich Demir Boychev. Seine Frau Anna engagiert sich für eine attraktive Kinderunterhaltung. Nebst den zwei Pferden sind auch drei Ponys auf der Rigi eingetroffen, eine neue Attraktion für die kleinen Rigi-Besucher. Dass es nun wieder einen strukturierten Pferdekutschenbetrieb gibt, ist einigen Aktionären der RigiPlus AG zu verdanken. Sie machten eine entsprechende Eingabe und wünschten, dass dieses Angebot nicht nur während der Weihnachtszeit und der Winter-Hochsaison angeboten wird.

Fragen rund um die Mobilität
Eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der Mobilität spielt Elisabeth Schärer, Präsidentin der IG Rigi Kaltbad-First. Vor rund vier Jahren übernahm die IG den Busbetrieb, nachdem der damalige Chauffeur die Rigi verlassen hat. Elisabeth Schärer und Ferdi Camenzind haben den Rigi-Blitz gefahren. Dazu Elisabeth Schärer: «Ein solches Fahrzeug ist für unseren Berg sehr wichtig, sei es für Personenfahrten, aber auch für Materialtransporte. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir nun den altersschwachen und reparaturanfälligen Bus durch einen modernen und barrierenfreien E-Bus ersetzen konnten.» Die IG Rigi Kaltbad-First ist es auch, die sich generell mit Mobilitätsfragen auf der Rigi beschäftigt. Elisabeth Schärer: «Es geht dabei auch um Vorkehrungen für Notfälle, sei’s durch Unfälle und Krankheiten, aber auch bei Naturereignissen.» Man stehe da in engem Kontakt mit der Gemeinde Weggis.

Wichtiger Meilenstein
Der neue E-Bus bietet Platz für zehn Personen und zwei Rollstühle. Er ist Teil des Gesamtplanes «Rigi für Alle». Dazu Josef Odermatt, Präsident des Verwaltungsrates der RigiPlus AG: «Wir setzen uns für den barrierefreien Tourismus ein und beziehen die folgenden Zielgruppen ein: Familien mit Kinderwagen, Familien mit kleinen Kindern ohne Bergerfahrung zum Wandern, Rollstuhlfahrer/-innen, Betagte Menschen mit Gehhilfen, junge und alte Personen, die körperlich eingeschränkt sind – und Berge, Aussicht, Wandern und Erholung ebenfalls lieben!» Ein wichtiger Schritt wurde gemacht mit der Sanierung des Panoramaweges Kaltbad – Scheidegg für rund eine Million Franken. Weiter stehen neu an der Bergstation Rigi Kaltbad Zugfahrzeuge zur Verfügung für Rollstuhlfahrer/-innen. Zudem gibt es seit 2016 in der Unterstetten eine behindertengerechte Toilette für alle Rigi-Geniesser/-innen.» Bei der Erstfahrt am Pfingstmontag war auch Erwin Zemp, Stiftungsratsmitglied der Paraplegiker-Stiftung und Rollstuhlfahrer: «Ich bin beeindruckt vom Engagement der Rigi-Verantwortlichen für Menschen mit einem Handicap. Der sanierte Panoramaweg, die Mobilitätshilfen und weiteren Bauten und Einrichtungen sind entscheidende Elemente für eine Rigi für Alle!»

Ein E-Produkt aus Zermatt
Das neue E-Mobil ist ein Unikat der erfahrenen Fahrzeugbau-Firma Stimbo aus Zermatt, die bereits über 300 Fahrzeuge gebaut hat, vor allem für den Ferienort Zermatt und die Region. Bruno Imboden ist erleichtert und stolz zugleich: «Natürlich haben wir grosse Erfahrung im Bau von Elektro-Kleinfahrzeugen, hier in Zermatt sind Benzinfahrzeuge verboten. Aber im Bereich der Technik hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert.» Die Tendenz geht von der Blei- zur Lithiumbatterie. Und das hat gemäss Bruno Imboden gleich mehrere Vorteile: «Das Gewicht der neuen Batterie beträgt noch rund 250 kg gegenüber 1150 kg Bleibatterie. Die Lebensdauer verdoppelt sich und die Leistung ist viel grösser. Die Reichweite pro Ladung beträgt 120 km je nach Umgebung, und die Ladezeit ist viel kürzer als bisher. Dies dank neuester Technik aus der Automobilbranche, sozusagen die ‹Tesla-Technik›.»
Die Hauptfinanzierung des neuen E-Busses für die Rigi übernahm die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, aber auch weitere Institutionen, Organisationen und Privatpersonen haben mitgeholfen, dass die Finanzierung gesichert werden konnte.

Das neue Team für E-Bus, Kutschen- und Ponyfahrten: Anna und Demir Boychev mit Sohn Josha. Bild pd

Das neue Team für E-Bus, Kutschen- und Ponyfahrten: Anna und Demir Boychev mit Sohn Josha. Bild pd

Der neue Rigi Blitz – die Gäste fühlen sich wohl. Bild pd

Der neue Rigi Blitz – die Gäste fühlen sich wohl. Bild pd

Problemloser Einstieg – auch für Rollstühle. Bild pd

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