Rigi Anzeiger
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Ebikon buchstabiert seine Zukunft

Strategiepapier für die Weiterentwicklung der Gemeinde

Drei Buchstaben und 19 Merksätze – das ist das «ABC für die Weiterentwicklung von Ebikon». Die Strategie 2017 des Gemeinderates steht unter dem Motto «Ebikon – lebenswert und zentral». Das Papier will das Ergebnis der Bevölkerungsbefragung in Merksätze fürs politische Handeln giessen.

Die Ortsplanung, der Verkehr, Fragen um Migration und Integration und die Flächen, Räume und Angebote für Freizeit und Kultur: das waren die in der Bevölkerungsbefragung von Anfang Jahr meist genannten Themenfelder. «In die Strategie haben wir die drei gewichtigsten Themen aus der Bevölkerungsbefragung aufgenommen», erklärte Gemeindepräsident Daniel Gasser. Er und die Gemeinderäte Peter Schärli (Bau) und Andreas Michel (Soziales) stellten das Strategiepapier im Detail vor. Zu den drei Themenfeldern nennt die Strategie je einen übergeordneten Imperativ-Satz:

• Ebikon fördert das Zusammenleben aller Personen.
• Ebikon wertet den öffentlichen Raum qualitativ auf.
• Ebikon stellt zeitgemässe Angebote zur Verfügung.

Die drei Sätze sind das Gerüst des Ebikoner Strategie-ABCs. Im Kleingedruckten wird’s dann durchaus konkret.

So heisst es etwa zur Finanzpolitik: «Im Mehrjahresdurchschnitt sind ausgeglichene Finanzierungsrechnungen zu erreichen. Bilanzfehlbeträge sind zu vermeiden. Die mittel- und langfristigen Schulden dürfen 30 Millionen Franken nicht übersteigen. Der aktuelle Steuerfuss soll beibehalten werden.» Zum siedlungspolitischen Dauerbrenner Kantonsstrasse K17 verspricht das Strategiepapier einen «kreativen Massnahmenplan». Peter Schärli erklärte dazu, man wolle das Problem interdisziplinär angehen und vor allem auch auf eine Sensibilisierung der Bevölkerung hinwirken. Er zeigte sich optimistisch: «Beim Kanton ist es neuerdings kein Tabu mehr, über die ortsverträgliche Gestaltung von Strassen nachzudenken.» Konkret ist die Strategie auch beim Thema Integration – man will sie nicht nur fördern, sondern auch fordern. Daniel Gasser erläuterte dazu, dass die Bürgerrechtskommission bei Einbürgerungsgesuchen einen Sprachnachweis einfordere.

Babyboomer-Generation im Rentenalter

Im sozialen Bereich zeigt die Strategie 2017 einen Schwerpunkt bei den Altersfragen – die Gemeinde rüstet sich für die Ankunft der Babyboomer-Generation im Rentenalter. Eine Fachstelle für Altersfragen soll eingerichtet werden, und Sozialvorsteher Andreas Michel erklärte, die Stelle könne beim regionalen Spitexzentrum im «neuen» Altersheim Känzeli untergebracht werden. Das Känzeli ist bereits Standort der regionalen Spitexdienste.

Zum kommunalpolitischen Dauerbrenner «Einwohnerrat» enthält die Strategie keine direkte Aussage – aber eine weit gefasstes Versprechen: «Die Gemeindeordnung und dazugehörige Verordnungen werden überprüft und relevante Richtlinien und Arbeitsprozesse angepasst. (…) Die Partizipation und der Austausch mit der Bevölkerung werden verstärkt.» Die Mitwirkung der Bevölkerung habe man schon bei der Erarbeitung der Strategie ausgebaut, erklärte Daniel Gasser. So liegt ihr nicht nur das Ergebnis der Bevölkerungsbefragung zugrunde, das Papier selbst wurde den Vertretern der an der Bevölkerungsbefragung beteiligten Interessengruppen vorgestellt und erläutert.

Das Strategiepapier im Wortlaut: www.ebikon.ch

Ebikon Michel Gasser Schärli hochWEB
Ebikon soll sich qualitativ weiter entwickeln: Sozialvorsteher Andreas Michel, Gemeindepräsident Daniel Gasser und Bauchef Peter Schärli (von links) vor dem Zentrumsmodell.