Rigi Anzeiger
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Ebikon wirbt bei Gewerbe für Wende

«Energiestadt»-Label löst Förderimpuls fürs Gewerbe aus

Ebikon soll ein Energiewende-Vorbild sein. Diese Erwartung schwang unüberhörbar mit, als die Gemeinde mit dem Label «Energiestadt» für ihr energiepolitisches Engagement ausgezeichnet wurde.

cek. Seit sechs Jahren haben Gemeinderat und Bauverwaltung auf dieses Ziel hingearbeitet. 2006 beschloss der Gemeinderat, am schweizerischen Energiestadt-Programm von «Energie Schweiz» mitzumachen. Dass war der Startschuss für einen Prozess, der die Gemeinde den strikten Regeln und Beurteilungskriterien des nationalen Energieprogramms unterstellte. Jetzt ist das erste Etappenziel erreicht: Der Gemeinde wurde das begehrte Label «Energiestadt» verliehen.

König Ottiger Schärli Gasser Küng

Label-Freude: Ulrich König, Direktor des schweizerischen Gemeindeverbandes, Peter Ottiger, Leiter Hochbau und Energiebeauftragter Ebikon, Peter Schärli, Bauchef, Daniel Gasser, Gemeindepräsident und Regierungsrat Robert Küng (von links) glauben an die Kraft der Gemeinden bei der so genannten Energiewende.

Auf Lorbeeren ausruhen geht nicht, wenn sich ein Gemeinwesen ins Energiestadt-Programm der schweizerischen Energiepolitik einklinkt. Das macht auch der Gemeinderat von Ebikon klar. An der Labelverleihung wurde auch gleich die nächste Stufe auf der ambitiösen Reise in die so genannte Energiezukunft gezündet: Die Gemeinde unterstützt Firmen, die sich einem Energie-Checkup unterziehen. Das ist ein Angebot ans Gewerbe. Entsprechend gross war die Anteilnahme von Gewerbevertretern an der Informationsveranstaltung anlässlich der Label-Übergabe im Gemeindehaus. Mit dem Energie-Checkup soll einem Unternehmen der energiemässige Ist-Zustand aufgezeigt und dargelegt werden, wo es Sparmöglichkeiten gibt.

Für die Ideen der nationalen Energiepolitik sind Energiestadt-Gemeinden wie Ebikon ein unverzichtbares Element. Wenn Gemeinden vorangehen, sagte unlängst Energiewende-Bundesrätin Doris Leuthard, sei das «überzeugend, nachhaltig (und habe) die besten Effekte». Dieser Erwartung will auch Ebikon genügen. Ebikon, sagte Gemeindepräsident Daniel Gasser, habe mit dem Label nun «eine Vorbildfunktion» in kommunaler Energiepolitik. Und Regierungsrat Robert Küng freute sich, dass mit Ebikon jetzt eine weitere wichtige, grosse Gemeinde im Kanton ins Energieumbau-Programm eingebunden ist. Er verwies aber auch aufs kantonale Energiegesetz, das total umgebaut werden soll. Den Gemeinden komme darin «eine Schlüsselrolle» und «Ebikon eine Vorbildrolle» zu, erklärte Robert Küng den Ebikoner Gewerbetreibenden an der Feierstunde zur Energiestadt-Label Verleihung. Erfahrene Gemeindepolitiker verstanden den Klartext: neue Energiepolitik heisst auch, neue Auf- und Ausgaben für die Gemeinden.