Rigi Anzeiger
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Ebikons Nein an die Petitionäre

Gemeinderat hält an Antennenstandort fest

Besorgte Ebikonerinnen und Ebikoner haben im Frühling eine Petition gegen einen geplanten Standort einer Mobilfunkantenne bei der Lindenhofscheune eingereicht. Der Gemeinderat hält am geplanten Standort der Antenne fest. Die Petitionäre überlegen sich den Rechtsweg.

Die Petitionäre kritisieren, dass der Standortentscheid der Mobilfunkantenne dem Siedlungsleitbild Ebikon Q+ widerspreche. Der Gemeinderat hält dazu fest, dass die Lindenhof-Scheune sich nicht in der Schutzzone des Naturschutzraumes Rotsee befinde und somit keine Richtlinien des Siedlungsleitbildes verletzt würden. Das Leitbild sehe zu Recht vor, dass generell eine sorgfältige Prüfung von entsprechenden Anliegen erfolgen solle, vor allem in der Nähe von sensiblen Landschaftsräumen. Der Gemeinderat bestätigt in einem Schreiben, dass es unbestritten sei, dass eine Mobilfunkantenne ins umliegende Gebiet ausstrahlt. «Diese Ausstrahlung wird im vorliegenden Fall jedoch vorwiegend auf das Gebiet des Bahnhofs und der Bahnlinie erfolgen.»

Die kantonale Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung und Geoinformation rawi hat den Standort für die Mobilfunkanlage bewilligt und die zu diesem Baugesuch eingegangenen Einsprachen abgewiesen. Sie begründet den Entscheid damit, dass der Gemeinderat diverse weitere Standortevaluationen durchgeführt hat und der eingereichte Standort eine Versorgungslücke abdecke. Des Weiteren sei die Anlage bei der Scheune von Weitem kaum wahrnehmbar und gliedere sich optimal in die Landschaft ein.

«Dem Gemeinderat ist es wichtig, neue Standorte von Mobilfunkantennen sorgfältig zu evaluieren und festzulegen. Die Befürchtungen der Bevölkerung vor neuen und zusätzlichen Strahlungen nimmt er ernst,» so der Gemeinderat in seiner Stellungnahme. Der Gemeinderat sei verpflichtet, die rechtlichen Voraussetzungen bei einem Standortentscheid einzuhalten. Er habe umsichtig und rechtskonform gehandelt und die Anliegen des Siedlungsleitbildes Ebikon Q+ gebührend berücksichtigt. Und weiter heisst es: «Die Planungs-, Umwelt- und Energiekommission der Gemeinde Ebikon hat sich mit dem Anliegen der Petitionäre auseinandergesetzt. Die Kommission unterstützt die Haltung und das Vorgehen des Gemeinderates Ebikon.»

Das behördliche Nein stösst den Petitionären sauer auf. Man sei enttäuscht und fühle sich nicht ernst genommen. Marc Pfister im Namen der Petitionäre dazu: «Der Gemeinderat hätte rechtlich die Möglichkeit gehabt, dem berechtigten Wunsch vieler Ebikoner zu entsprechen und den Rotsee und seine Ausläufer vor weiteren Antennen zu schützen.

Offenbar wertet er die kommerziellen Interessen der Mobilfunkanbieter höher und missachtet dabei sein eigenes Siedlungsleitbild.» Die Anwohner seien nun gezwungen, so Pfister, den teuren und aufwendigen Gerichtsweg zu gehen. Entgegen den Behauptungen sei die Standortgebundenheit der Antenne im Rahmen der Baueingabe nicht nachgewiesen worden. Der Empfang entlang der Bahnlinie könne mit bestehenden Anlagen gezielt verbessert werden.