Rigi Anzeiger
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Ein Bijou für Bildung und Sport

Inwil feiert die Eröffnung von EIBuS

Rappende Primarschüler, kirchlicher Segen, zahlreiche Gäste und begeistertes Lob für die neuen Gebäude und Räume: An der Eröffnungsfeier von EIBuS (Entwicklung Infrastruktur Bildung und Sport) waren Stolz und Freude über das zukunftsorientierte Werk augenfällig.

Überall roch es nach frischem Holz, auch in der Doppelturnhalle, in der sich einige hundert Personen zu den Eröffnungsfeierlichkeiten eingefunden hatten. Gemeindeammann Fabian Peter bezeichnete die Halle in seiner Eröffnungsrede als Filetstück des gesamten Neubaus. Viel habe ihm das Projekt EiBuS abverlangt, gestand Peter auch, fügte dann aber an: «Als ich am ersten Schultag nach den Herbstferien die Kinder beobachtete, wie sie mit funkelnden Augen und grossem Freudengeschrei in der Halle rumrannten, war ich emotional sehr gerührt und wusste, es hat sich gelohnt.» Gemeindepräsident Josef Mattmann erinnerte an jenen Zeitpunkt der Schlagzeilen über Schulden und Finanzkrisen, die die InwilerInnen jedoch nicht davon abhielten, ihre Zustimmung für eine Investition in die Zukunft geben. «Es ist kein 08/15-Bau, sondern ein Bijou», ergänzte Josef Mattmann. Freude über die schöne Turnhalle und die schönen Räume, bekundete auch die Schulleiterin Ann Marfurt. Dr. Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung des Kanton Luzern, stellte fest, dass der Gemeinde Inwil die Schule etwas wert ist und lobte den Mut der Bevölkerung, dass sie zu diesem Projekt «Ja» sagte. Pfarreileiter Roland Bucher segnete das neue Gebäude mit Turnhalle, Schul- und Musikschulräumen, Werkhof und Feuerwehrlokal ein. An diesen Akt wird in Zukunft ein Stern mit den Unterschriften aller Beteiligten und Eröffnungsgästen des EIBuS erinnern.

Gruppenweise gings auf die geführten Rundgänge oder auf eigene Faust auf Erkundungstour. Mancher staunte ob der modern eingerichteten Schulküche. Hier bereitete der Kochclub Prosciutto ungewöhnliche Apérohäppchen für die Gäste vor. Die Leiterin der Bibliothek, Marion Kägi, schwärmte über ihre neue Wirkungsstätte: «Vorher war es richtig eng. Jetzt können wir unsere Bücher übersichtlich präsentieren.» Die neue Bibliothek für Kinder und Erwachsene verfügt auch über eine Leseecke. Einen weiteren Blickfang boten die 200 Kassenfotos ab 1898, die der gebürtige Inwiler Heiri Hüsler zusammen getragen hatte.

 

Die Rückkehr des Ahornbaums

Extra für die EIBuS-Eröffnung hatte Andrea Erni zusammen mit Drittklässlern einen Rap einstudiert: «Ändlich isch fertig bouet, jetz chas los goh. Tschutte, Grät- und Bodetorne, alles hed Platz. Ändlich isch fertig bouet, jetz chas los goh. D’Füürwehr, d’Biblio ond de Chendergarte, alli hend Platz.» Das Bodenturnen führte die Jugi des Turnvereins anschliessend vor. Weitere TurnerInnen präsentierten andere Sportarten und luden Kinder zum Mitmachen ein. Im Freien demonstrierte die Feuerwehr das Feuerlöschen. Darin konnten sich die Zuschauer ebenso selbst üben. An der Stelle, wo sich heute das neue Feuerwehrlokal befindet, stand einst ein über 80-jähriger Ahornbaum. Der wäre um ein Haar zu Kleinholz verarbeitet worden, wenn nicht Roman Schwitter den Baum in seine Gärtnerei geholt hätte. Dort konnte er während zwei Jahren weiter gedeihen. Am Tag der EIBuS-Eröffnung wurde der rund 6 Tonnen schwere Baum wieder nach Inwil transportiert und in der Nähe des neuen Gebäudes gepflanzt. «Für mich war es ein Highlight diesen Baum zu hieven», sagte nach dieser Aktion Koni Meienberg von der Maiko-Kran-Transporte AG in Root.