Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Ein neuer E-Bus für die Rigi

Region: Der 40jährige Rigi-Blitz wird diesen Frühling ersetzt durch einen neuen Bus, der Platz bietet für 9+1 Personen und zwei Rollstühle. Es ist ein wichtiger Meilenstein im Rahmen des Projekt «Rigi für Alle».

Der Rigi-E-Bus vor der Lackierung. Im Hintergrund ein neuer E-Ortsbus für Zermatt.

Der Rigi-E-Bus vor der Lackierung. Im Hintergrund ein neuer E-Ortsbus für Zermatt.

pd./red. Der neue E-Bus ist Teil des Gesamtplanes «Rigi für Alle». Dazu Josef Odermatt, Präsident der RigiPlus AG: «Wir setzen uns damit für den barrierefreien Tourismus ein und berücksichtigen die folgenden Zielgruppen: Familien mit Kinderwagen, Familien mit kleinen Kindern ohne Bergerfahrung zum Wandern, Rollstuhlfahrer/-innen, betagte Menschen mit Gehhilfen, junge und alte Personen, die körperlich eingeschränkt sind – und Berge, Aussicht, Wandern und Erholung ebenfalls lieben.» Ein wichtiger Schritt diesbezüglich wurde auch mit der Sanierung des Panoramaweges Kaltbad – Scheidegg für rund eine Million Franken gemacht. Weiter stehen neu an den Bergstationen Zugfahrzeuge zur Verfügung für Rollstuhlfahrer/-innen. Zudem gibt es seit 2016 in der Unterstetten eine behindertengerechte Toilette für alle Rigi-Geniesser/-innen.»

Wachablösung beim Busbetrieb
Der neue E-Bus kommt Ende April/Anfang Mai aus dem Wallis auf die Rigi. Dazu Elisabeth Schärer, Präsidentin der IG RIGI Kaltbad/First: «Wir sind sehr froh, dass unser reparaturanfälliger Rigi-Blitz bis jetzt durchgehalten hat. Nun beginnt eine neue Aera mit einem neuen Fahrzeug und einer neuen Trägerorganisation, der RigiPlus AG.» Die IG Rigi hat den Betrieb des Rigi-Blitz vor rund drei Jahren übernommen, als Felix Zurbriggen die Rigi verliess. Es waren vor allem Elisabeth Schärer und Ferdi Camenzind, die den Transportbetrieb organisiert und sich als Chauffeure engagiert haben. Der neue E-Bus wird im Rahmen eines kleinen Festes im Zeitraum Mai/Juni eingeweiht. Und ab diesem Frühling gibt es auch wieder einen Pferdekutschenbetrieb, der vom erfahrenen Kutschner Toni Hofstetter aus Altbüron geleitet wird. Er war mehrere Jahre als Kutschner in Pontresina tätig.

Ein E-Produkt aus Zermatt
Das neue E-Mobil ist ein Unikat der erfahrenen Fahrzeugbau-Firma Stimbo aus Zermatt, die bereits über 300 Fahrzeuge baute, vor allem für den Ferienort Zermatt und die Region. Bruno Imboden von Stimbo erleichtert und stolz zugleich: «Natürlich haben wir grosse Erfahrung im Bau von Elektro-Kleinfahrzeugen, hier in Zermatt sind Benzinfahrzeuge verboten. Aber im Bereich der Technik hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert.» Die Tendenz gehe von der Blei- zur Lithiumbatterie. Und das hat gemäss Bruno Imboden gleich mehrere Vorteile: «Das Gewicht der neuen Batterie beträgt noch rund 250 kg gegenüber 1‘150 kg Bleibatterie. Die Lebensdauer verdoppelt sich und die Leistung ist viel grösser. Die Reichweite pro Ladung beträgt 120 km je nach Umgebung, und die Ladezeit ist viel kürzer als bisher. Dies dank neuester Technik aus der Automobilbranche, sozusagen die «Tesla-Technik».

Die effizienteste Batterietechnologie
Die Firma Stimbo mit rund einem Dutzend Mitarbeitern hat sich frühzeitig mit der neuen Technik befasst, und Sohn Raphael war auch längere Zeit in einem Fachbetrieb in Österreich, um sich mit der neuen Antriebstechnik vertraut zu machen. Raphael Imboden formuliert es so: «Wir wollen die leichteste, kompakteste und sicherste Batterietechnologie. Damit sind wir der Konkurrenz einen Schritt voraus!» Er ist auch überzeugt, dass die Zukunft der Lithiumbatterie gehört: «In Zermatt ist ein Fahrzeug im Betrieb und fünf weitere sind wir am Bauen.» Die Hauptfinanzierung des neuen E-Busses für die Rigi übernahmen die Schweizer Paraplegikerstiftung, aber auch weitere Institutionen, Organisationen und Privatpersonen haben mitgeholfen, dass die Finanzierung gesichert werden konnte.