Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Ein Paket an Verbesserungen

Region: Einige hundert Seiten umfassen die verschiedenen Berichte zum dritten Agglomerationsprogramm des Kantons Luzern. Die darin vorgestellten Verbesserungen und Massnahmen betreffen auch das Rontal und den Bezirk Küssnacht. Nachfolgend ein paar Schwerpunkte, die Ebikon betreffen.

cek. «Das Agglomerationsprogramm ist ein wichtiges Planungsinstrument», äusserte Regierungsrat Robert Küng anlässlich einer Medienorientierung. Es ist bereits das dritte, das der Kanton zusammen mit dem Verband Luzern Plus und dem Verkehrsverbund seit 2007 ausgearbeitet hat. Bis Ende Dezember soll dieses dem Bund eingereicht werden. Er ist letztendlich matchentscheidend, welche Projekte er mitfinanziert oder eben auch nicht. Grünes Licht vom Bundesrat erhielt bereits das Gesamtsystem Bypass Luzern. Zuversichtlich zeigte sich Robert Küng hinsichtlich des Durchgangsbahnhofs: «Das Departement von Doris Leuthard hat erkannt, dass es keine andere Alternative gibt.»

Vielzahl von Verkehrsmassnahmen
Das Agglomerationsprogramm Luzern der dritten Generation legt einerseits den Fokus noch stärker auf den Zersiedlungsstopp und die Siedlungsentwicklung nach Innen. Als Beispiel wurde das Pfarreiheim-Areal in Ebikon aufgeführt, zu dem die Gemeinde vor kurzem mittels einer Visualisierung Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigte. Zahlreich sind die Massnahmen, die im Mobilitätsbereich umgesetzt werden sollen. Hier flossen auch jene des ÖV-Konzepts AggloMobil tre wie etwa die Buspriorisierung mit ein. So ist im Agglomerationsprogramm zu entdecken, dass es starke Behinderungen etwa bei der Hofmatt in Ebikon gibt. «Für ein optimales Busnetz sind attraktive Umsteigepunkte unabdingbar. Damit können Anschlüsse geschaffen und die Netzwirkung verbessert werden. Erforderlich sind übersichtlich organisierte, witterungsgeschützte Anlagen mit kurzen und hindernisfreien, ebenerdigen Wegen. Diesbezüglich bestehen Schwachstellen beim Bahnhof Ebikon», ist im Agglomerationsprogramm zu lesen. Ein paar Abschnitte weiter: «Auf den nachfragestarken Achsen der Agglomeration Luzern (Rontal – Kriens, Luzern Nord) wäre es durchaus angebracht, ein Tram einzusetzen. Der Bau von Tramlinien ist kostenintensiv und die Betriebskosten sind rund doppelt so hoch wie beim Trolleybussystem. Deshalb ist es sinnvoller, eine Stärkung des bereits bestehenden, gut funktionierenden Trolleybussystems als leistungsfähiger Feinverteiler planerisch weiterzuentwickeln, insbesondere auf folgenden Achsen: Obernau – Kriens – Luzern – Ebikon – Mall of Switzerland (RBus).» Zum erwarteten höheren Verkehrsaufkommen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Mall of Switzerland, kann der Leser dem Agglomerationsprogramm entnehmen: «Im kantonalen Richtplan im Kap. S8 ist grundsätzlich der Umgang mit verkehrsintensiven Einrichtungen geregelt. Konkret hat dies dazu geführt, dass etwa beim Bebauungsplan Ebisquare / Mall of Switzerland die Anzahl der Fahrten auf das Strassennetz begrenzt wird (jede Fahrt über die Limitierung ist mit 5 Franken abzugelten; die Abgeltung ist für Massnahmen insbesondere zuguns­ten des öffentlichen und des Langsamverkehrs einzusetzen).»

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