Rigi Anzeiger
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Ein Quartier im Umbruch

Ebikon: Dem Höfli-Quartier steht in den kommenden fünf Jahren ein grosser Umbruch vor. Diese Thematik stand im Mittelpunkt der 34. Generalversammlung des Quartiervereins Höfli.

cek. 4000 Einwohner zählt das Höfli-Quartier zurzeit. Dazu kommen 2500 Arbeitsplätze. Tendenz steigend, wie Markus Aregger, Präsident des Quartiervereins, eingangs der 34. Generalversammlung aufzeigte. Durch die Überbauung beim Kirchenzentrum, bei der Mall of Switzerland, im Obfildern und dem M-Parc-Areal wird das Quartier in den nächsten fünf Jahren um 1500 Einwohner wachsen. Auch die Zahl der Arbeitsplätze steigt um bis zu 60 Prozent, so durch die Mall of Switzerland, die Firma Schindler, die ihren Hauptsitz in Ebikon stärkt und die benachbarte Komax, die ihren Standort in Dierikon ausbaut. Naheliegend waren daraufhin die Fragen: Wie wirkt sich dieser Umbruch in den kommenden fünf Jahren auf das Quartier Höfli aus? Welche Chancen und Möglichkeiten bieten diese Veränderungen? Was können der Quartierverein und die Quartierbewohner tun, damit keine Verfremdung stattfindet? Mögliche Antworten darauf gaben Markus Schaefer, Architekt und Entwickler des Masterplans Ebikon, und Prof. Colette Peter von der Hochschule Luzern. Ersterer betonte, dass Ebikon sehr viel Charme habe und seine Juwelen wie den Rotsee und die alten Gehöfte herausschälen sollte. Städtebaulich gesehen sollten beispielsweise die Flachdächer mit Grünflächen belebt werden. Schaefer nannte noch im Speziellen die Überbauung auf dem MParc-Areal, die weniger Verkehr hingegen mehr Lebensqualität mit sich bringen werde. Ferner betonte er: «Wir müssen es schaffen, dass durch die innere Verdichtung auch mehr Qualität geschaffen werden kann.» Colette Peter bezeichnete den Quartierverein Höfli als innovativ und agil und richtete an die Anwesenden: «Ich glaube, Sie sind gut vorbereitet, den kommenden Veränderungen zuversichtlich zu begegnen.» Sie zeigte auf, welche negative und positive Folgen der Umbruch für das Quartier nach sich ziehen könnte und gab Tipps, damit keine Entfremdung entstehe: Die Quartierentwicklung aktiv mitgestalten, alte Traditionen pflegen und neue aufnehmen, Neuzuzüger willkommen heissen usw. «Es sind alle – auch die Politik – in der Pflicht transparent zu kommunizieren», betonte Peter. Positiv kommentierte sie dann die verschiedenen Äusserungen die aus der Versammlung fielen. Gemeinderat Ruedi Kaufmann unterstrich die Wichtigkeit des Austausches an einer solchen Generalversammlung. «Wir müssen uns mit dem auseinandersetzen, was auf uns zukommt», sagte er und verriet, dass der Gemeinderat daran sei, eine Vision zu erarbeiten, die auf die Referate des Architekten und der Professorin abziele. Dabei habe er sich auf die Fahne geschrieben, dass Begegnungsräume geschaffen würden.

Neues Vorstandsmitglied
Dass der Quartierverein Höfli sehr agil ist, zeigten die Aktivitäten, die Präsident Markus Aregger in seinem Jahresbericht resümierte. Grossen Anklang fand der neu lancierte Quartier-Brunch, der auch dieses Jahr am 25. Juni von 9 bis 13 Uhr stattfindet. Ferner wurde an der Generalversammlung des Quartiervereins Höfli das engagierte Mitglied Rita Berchtold neu in den Vorstand gewählt.

Diskussionsrunde mit (v.l.) Markus Aregger, Professor Colette Peter und Markus Schaefer.

Diskussionsrunde mit (v.l.) Markus Aregger, Professor Colette Peter und Markus Schaefer.

Der Vorstand des Quartiervereins Höfli mit (v.l.) Marcel Huser (Materialverwaltung), Markus Aregger (Präsident), Marie-Theres Ottiger, Hans-Ruedi Wettstein (Elektronische Medien), Rita Berchtold (neu), Fredy Landolt (Vizepräsident) und Ursula Hunkeler (Kassiererin). Bild cek.

Der Vorstand des Quartiervereins Höfli mit (v.l.) Marcel Huser (Materialverwaltung), Markus Aregger (Präsident), Marie-Theres Ottiger, Hans-Ruedi Wettstein (Elektronische Medien), Rita Berchtold (neu), Fredy Landolt (Vizepräsident) und Ursula Hunkeler (Kassiererin). Bild cek.