Rigi Anzeiger
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Ein Stück Strasse schreibt Geschichte

Neu gestaltete Kantonsstrasse in Root mit «Strossefäscht» eingeweiht

Nach gut zwei Jahren Bauzeit gabs zur Eröffnung der umgebauten Kantonsstrasse zwischen Gisikon und Root eine feierliche Einweihung. Am «Strossefäscht» auf dem zeitweilig für Autos gesperrten Strassenabschnitt herrschte Freude und gar eitel Sonnenschein.

Welch Bilderbuchsamstag. Strahlender Sonnenschein, wie bestellt für die offiziellen hohen Gäste. Regierungspräsident Robert Küng mochte es nach den sintflutartigen Regengüssen vom Abend zuvor kaum glauben. Root vermittelte an diesem Nachmittag einen Hauch südländischen Flairs mit seinen entlang des neuen Strassenabschnitts aufgebauten zahlreichen Markständen und Beizchen. Die Musikgesellschaft Root spielte flotte Töne, Kutschen übernahmen den gerne in Anspruch genommenen Shuttledienst, das Gewerbe prostete sich gesellig zu, froh, die Strapazen der Bauzeit überstanden zu haben.
Rund zwei Jahre haben die Bauarbeiten an der Hauptverkehrsader in den Gemeinden Root und Gisikon gedauert. Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern wurden die Trottoirs auf zwei Meter verbreitert, die Infrastrukturen für den öffentlichen Verkehr verbessert und bei zwei Einmündungen Minikreisel gebaut. «Eine schwierige Zeit, sowohl für die Gewerbebetriebe als auch die Bevölkerung. Manchmal wurde die Geduld doch arg strapaziert. Vor allem wenn die Kunden ausblieben», fasste der Rooter Gemeindepräsident Heinz Schumacher zusammen. Um dann gleich nach vorne zu blicken. «Es hat sich gelohnt. Das Ortsbild von Root hat sich positiv verändert und eine neue Qualität erhalten.» Robert Küng wies auf die erhöhte Sicherheit hin: «Die Strasse ist durch die Massnahmen für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer geworden. Das 12 Millionen Franken teure Bauprojekt ist eine flankierende Massnahme zum Autobahnzubringer Rontal, welcher seit seiner Eröffnung im Jahre 2011 zu einem deutlichen Verkehrsrückgang im Dorfzentrum Root führte.» 35 Prozent weniger Autos brausen seither durch Root. Die notwendige Sanierung der Kantonsstrasse habe man mit weiteren verkehrsberuhigenden Massnahmen koordiniert. Elf Fussgängerübergänge wurden geschaffen, die Busbuchten aufgehoben, die Trottoirs auf eine Breite von zwei Metern ausgelegt. Auch Kantonsingenieur Rolf Bättig wertete das Projekt als wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Strassenbaus und erwähnte es als positives Beispiel für die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Applaus gabs auch von der anwesenden Kantonsratspräsidentin Irene Keller aus Vitznau. Die höchste Luzernerin betonte die Wichtigkeit solcher Ereignisse für die Region: «Auch wenn hier ein anderer die offizielle Rede hält, so ist es für mich eine grosse Freude, hier zu sein.» Und dann mischte auch sie sich am «Strossefäscht» unter das Volk, das überaus zahlreich erschienen war und die Gelegenheit zum geselligen Austausch mit Rooter Gewerbebetrieben und Vereinen gerne benützte. Petrus sei Dank.