Rigi Anzeiger
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Ein Trompetensolo des Präsidenten

Meggen: Nach dem Wiehnachts-Määrt auf dem Megger Dorfplatz folgte vergangenen Samstag die feierliche Inbetriebnahme der neuen Weihnachtsbeleuchtung. Inklusive Überraschung.

Filigrane Sternenkugeln bilden die neue Strassenbeleuchtung. Auch bei öffentlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten leuchten Gruppierungen von Sternen. (Bild Kurt Rühle)

Filigrane Sternenkugeln bilden die neue Strassenbeleuchtung. Auch bei öffentlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten leuchten Gruppierungen von Sternen. (Bild Kurt Rühle)

Ein prachtvoller Stern zieht über die Südfassade der Piuskirche. (Bild Kurt Rühle)

Ein prachtvoller Stern zieht über die Südfassade der Piuskirche. (Bild Kurt Rühle)

jp. Die Kirchenglocken der Piuskirche läuteten. Begleitet von einer Trychlergruppe und Geisslechlöpfer bildete sich ein Cortège vom Dorfplatz hinüber auf den Theresienplatz vor der Piuskirche. Hier schwang sich Gemeindepräsident Urs Brücker auf die Steinplatte der Gedenkstätte für Maria Theresia Scherer und eröffnete die Feier zur Inbetriebnahme der neuen Weihnachtsbeleuchtung und zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 950-Jahr-Jubiläum der Gemeinde mit einem Trompetensolo. Brücker liess in einer Ansprache die zentralen Events des Jubiläumsjahres Revue passieren. Und dann kam der Moment der Überraschung, zu welchem Grafiker Yves Scherer das Gestaltungskonzept ausgearbeitet hat. Auf der Südfassade der Piuskirche entfalteten sich Sterne und Ornamente. Die einzelnen Sujets werden ein- und ausgeblendet, werden grösser und dann wieder kleiner. Ornamente werden mit Lichtwellen hinterleuchtet oder fliessen langsam die Wand hinunter. Die Projektion erfolgt wie von Zauberhand über einen Projektor, der in 48 Meter Entfernung auf einem Hausdach montiert ist.
In Anlehnung an den Brauch, bei jedem Adventssonntag eine Kerze mehr anzuzünden, werden auf die Fassade der Piuskirche vom ersten bis zum vierten Advent auch immer mehr Sterne projiziert. Jeder Stern besteht aus einem inneren und einem äusseren Stern und wirkt wie ein Eiskristall. Am Heiligen Abend wird der Weihnachtsstern mit Kometenschweif langsam über die Fassade wandern. Am 25. Dezember werden Sterne die Fassade hinunterfliessen und leuchtende Spuren auf der Marmorwand hinterlassen. Zwischen Weihnachten und Dreikönigsfest werden weitere Überraschungen, an Sylvester auch ein kalligrafischer Schriftzug mit Schmuck-Elementen, zu sehen sein.

Die eigentliche Weihnachtsbeleuchtung entlang der Hauptstrasse ist noch lückenhaft und gruppiert sich vor allem in den Quartieren. Die neuen Sternenkugeln sind beim Durchgang zum Gemeindezentrum, beim Schloss Meggenhorn und bei der reformierten Kirche zu bewundern. Der Informationsbeauftragte der Gemeinde, Kurt Rühle, erklärte, dass die Beleuchtung noch ausbaufähig sei. Geschäftsleute und weitere Private könnten bei der Gemeinde kleinere Sternenkugeln kaufen. Ob Meggen mit London gleichzieht, wo ähnliche Sternenkugeln während der Weihnachtstage leuchten, wird sich noch weisen müssen.