Rigi Anzeiger
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Eine Hochhausstudie für Rotkreuz

Rotkreuz: Hochhäuser sollen sich optimal in die Landschaft einfügen, deshalb soll das Stimmvolk zwingend das letzte Wort haben.

¨Ergänzung des bestehenden Roche-Hochhauses (Blau) zu einem Ensemble, städtebauliche Akzentuierung des Bahnhofes, Schaffung einer Mitte für das Areal «Surstoffi Ost» und Auszeichnung der wichtigen Strassenknoten entlang der Chamerstrasse mit höheren Häusern (Mittelrot). Bild zVg.

¨Ergänzung des bestehenden Roche-Hochhauses (Blau) zu einem Ensemble, städtebauliche Akzentuierung des Bahnhofes, Schaffung einer Mitte für das Areal «Surstoffi Ost» und Auszeichnung der wichtigen Strassenknoten entlang der Chamerstrasse mit höheren Häusern (Mittelrot). Bild zVg.

red. Seit der Planung und Erstellung des Hochhauses auf dem Roche-Areal wird dieses Thema auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Hochhäuser müssen planungsrechtlich gut begründet sein und sich optimal in die Landschaft einfügen, findet der Gemeinderat. Für sämtliche Hochhäuser muss deshalb zwingend ein vom Stimmvolk genehmigter Bebauungsplan vorliegen.

Hochhäuser sind ein Mittel zur Verdichtung und zur Schaffung von interessanten Aussenräumen mit öffentlichem Charakter. Sie sind auch sehr gut geeignet um Akzente zu setzen und es können Sichtbeziehungen hergestellt werden, die von verschiedenen Punkten her erkennbar sind. Gerade weil Hochhäuser von weit her sichtbar sind ist ein gut gewählter Standort sowie eine Architektur mit hoher Qualität von grosser Bedeutung.

Standort ist entscheidend
Das Siedlungsgebiet Rotkreuz wird von einer Landschaftsschutzzone umgeben. Ein Teil des Industriegebietes von Rotkreuz liegt im Gebiet für Verdichtung I des kantonalen Richtplans. Im Industriegebiet Rotkreuz sind grossmassstäbliche Strukturen vorhanden, weshalb sich Hochhäuser in diesem Raum gut vereinbaren lassen. Durch die sehr gute ÖV-Erschliessung eignet sich auch die unmittelbare Umgebung des Bahnhofes für höhere Bauten.
Mit der vorliegenden Hochhausstudie wurde eine solide Grundlage geschaffen, die dem Gemeinderat als Richtlinie zur Begleitung städtebaulicher und raumplanerischer Verfahren sowie zur Beurteilung von konkreten Projekten dienen soll. Die Studie bestätigt das vorhandene Potential für künftige Hochhäuser in Rotkreuz und zeigt für die weitere Entwicklung unterschiedliche Szenarien auf, wo Hochhäuser denkbar sind und wo solche Bauten nicht möglich respektive nicht erwünscht sind. Die Hochhausstudie dient als Umsetzungsinstrument für die formulierten Ziele in der kommunalen Bau- und Zonenordnung sowie der kantonalen Richtplanung.

Öffentliche Publikation
Der Entwurf der Hochhausstudie wurde den betroffenen Grundeigentümern zur Stellungnahme unterbreitet. Im Rahmen dieser Mitwirkung sind einige Meinungen und Hinweise eingetroffen, welche nach Möglichkeit in der Studie berücksichtigt wurden. Der Gemeinderat Risch hat an seiner Sitzung vom 17. November 2015 die Hochhausstudie verabschiedet und für die öffentliche Publikation freigegeben.