Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Eine Tote und viel Sachschaden

Brände in Meggen, Weggis und Perlen

Das Rigiland wird mit dem Einzug der kalten Jahreszeit vom Feuerteufel heimgesucht. Brände in Meggen, in Weggis und in Perlen forderten ein Menschenleben und grosser Sachschaden.

Den Auftakt der Brandserie machte der Brand eines Einfamilienhauses an der Schönblickstrasse 8 in Meggen am 16. Oktober. Das Haus soll bereits seit zwei Jahren leer stehen. Ein eher befremdender Umstand in der Steueroase mit gesuchtem Wohnraum. Dennoch soll es sich laut dem örtlichen Bauamt um ein ganz gewöhnliches Einfamilienhaus gehandelt haben, das keinen Anlass für öffentliche Diskussionen oder Streitigkeiten gegeben haben soll. Nun ist in diesem unbewohnten Haus plötzlich kurz vor Mitternacht Feuer ausgebrochen. Als die Feuerwehr vorfuhr loderten die Flammen bereits bis zu acht Meter hoch aus dem Dach. Unmittelbar neben dem brennenden Haus fürchteten die Bewohner der Nachbarhäuser um ihre Sicherheit. Die Feuerwehr leistete ganze Arbeit. Ausser dem Brandobjekt kam nichts zu Schaden. Das Haus allerdings wurde durch den Brand schwer beschädigt. Der Sachschaden ist hoch, aber noch nicht beziffert. Ebenfalls unklar ist die Brandursache. Seit zwei Wochen rätseln die Branddetektive darüber, wie der Brand im leerstehenden Haus entstanden sein könnte.

Weniger glimplich ist der Brand eines Einfamilienhauses an der Rigistrasse 156 in Weggis weit weg vom Dorf und hoch über dem See an schönster Aussichtslage ausgegangen. Dort ist an der Nacht auf Dienstag kurz nach 01 Uhr in der Frühe Feuer ausgebrochen. Auch den Nachbarn ist nicht ganz klar, wer das Haus bewohnt hat. «Früher wurde das Haus von einem älteren Ehepaar bewohnt. Vor Jahren ist der Mann verstorben. Wir gehen davon aus, dass seine Witwe im Haus gewohnt hat», erzählte einer von ihnen. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstock bereits in Vollbrand und stürzte später teilweise ein. Im Verlauf der Löscharbeiten stiess eine Atemschutztruppe der Feuerwehr im Haus auf einen leblosen Körper. Das Brandopfer wurde erst im Verlaufe des Mittwochsvormittags obduziert und identifiziert. Es handelt sich tatsächlich um die einzige Bewohnerin des Hauses. Sie war 70-jährig.

Der vorläufig letzte Brandfall betraf die Perlen Papier AG in Perlen. Am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr geriet hier offenbar ein sogenannter Rollenschneider an der zwölf Jahre alten Papiermaschine «PM4» in Brand. Der dadurch ausgelöst Grossalarm rief die betriebseigene Feuerwehr auf den Plan, die unter Mithilfe der Feuerwehren aus den benachbarten Gemeinden den Brand umgehend löschte. Einer der Feuerwehrmänner erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung. Der Sachschaden ist auch in diesem Fall hoch, kann aber nicht beziffert werden. Die Produktion an der betroffenen Maschine musste eingestellt werden, obschon die Maschine selbst keinen Brandschaden erlitten hat. Nicht betroffen vom Ereignis ist eine neue Papiermaschine, die seit zwei Jahren in Betrieb ist und Zeitungspapier herstellt.

Brandruine Weggis
In diesem abgebrannten Haus an der Rigistrasse in Weggis starb die einzige Bewohnerin.

Brand in Meggen
Das abgebrannte Haus an der Schönblickstrasse in Meggen stand seit zwei Jahren leer.