Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Einzigartiges Reitwegnetz in Gefahr?

Rontal: Zahlreiche Reiter­innen und Reiter geniessen es, entlang der Reuss und in Wäldern auf die für sie gebauten Wegen zu galoppieren. Möglich macht das der Verein Regionale Reitwege Luzern, der vor 40 Jahren gegründet wurde. Sein Reitwegnetz sieht der Verein durch das Hochwasserschutz-Projekt gefährdet.

Dank dem Verein Regionale Reitwege können Reiter und Pferde sich auf schönen Strecken entlang der Reuss und durch den Wald galoppieren und traben. Bild Fritz Sigrist

Dank dem Verein Regionale Reitwege können Reiter und Pferde sich auf schönen Strecken entlang der Reuss und durch den Wald galoppieren und traben. Bild Fritz Sigrist

pd./cek. Die Zunahme der Pferde und Reiter, die durch Wald und über Land von Luzern bis zur Aargauer Kantonsgrenze galoppierten, bereitete vor über 40 Jahren nicht allen Bauern, Wanderern und Behörden Freude. Reitverbote drohten. Da ergriff Unternehmer Heinrich Wirth aus Buchrain die Initiative den Verein Regionale Reitwege zu gründen, um mit diesem eine für alle einvernehmliche Lösung zu finden. «Da damals im Kanton Luzern Rechtsgrundlagen fehlten, waren wir auf privatrechtliche Vereinbarungen angewiesen. Das vielfältige Reitwegnetz wurde mit Hilfe der Regionalplanung, den betroffenen Gemeinden und Grundeigentümern erstellt», erzählt Jürg Schneider, der ein Jahr nach der Gründung des Verein Regionale Reitwege (VRR) zum Kassier gewählt wurde und seit 20 Jahren deren Präsident ist.

13 Lastwagen voll Sand
Seit 1979 erstellte der VRR Galopp-Strecken von über 12 Kilometer Länge. Sie führen durch den Schilt- und Sedelwald sowie entlang der Ron in Gisikon und Perlen. Mit ihnen wurde ein in der Schweiz einzigartiges Reitwegnetz sowie ein einvernehmliches Nebeneinander von Reiter und Pferde sowie Wanderern, Läufer und Velofahrer im Rontaler Naherholungsgebiet bzw. von Luzern bis zur Aar­gauer Kantonsgrenze geschaffen. Der VRR sorgt auch für den Unterhalt der Reitwege und Galoppstrecken. Ein bis zweimal im Jahr werden 4,5 Kilometer des Reitwegnetzes mit neuem Sand belegt. Das sind 13 volle Lastwagen oder 160 Kubikmeter. Über zwei Millionen Franken investierte der Verein in den vergangenen 40 Jahren in den Bau und Unterhalt der Reitwege und Galopp-Strecken. Nicht miteinberechnet sind die zahlreichen Stunden an Fronarbeit des Vereins, der zurzeit 269 Mitglieder zählt. Die Finanzierung erfolgte über private Sponsoren, Mitgliederbeiträge und Eintrittsgebühren der Vereinsmitglieder und Pensionsställe.

Wie weiter?
Das Reitwegnetz des VRR wird rege genutzt, insbesondere von einer wachsenden Zahl junger Reiterinnen und Reiter. Doch ist dieses auch vom Projekt Hochwasserschutz und Renaturierung Reuss des Kantons Luzern tangiert und gar gefährdet. «Wir wurden von Anfang an in die Planung der Projektbegleitkommission miteinbezogen. Seit 2015 führt eine neue Projektleitung das Planungsteam und was einst versprochen wurde, gilt jetzt nicht mehr», ärgert sich Jürg Schneider. Anders ausgedrückt droht gemäss den neusten Plänen zum Hochwasserschutz-Projekt eine massive Reduzierung der Galopp-Pisten und eine Teilverlegung der Streckenführung, die der VRR als unmöglich ansieht. Überhaupt findet der Verein, dass das Hochwasserschutz-Projekt unnötig ist. Dennoch versucht er in diesem neusten Fall eine optimale Lösung zu finden.

 

Jubiläum gefeiert
Am 31. Mai feierte der Verein regionale Reitwege seinen 40. Geburtstag mit ReiterInnen und Pferde. Präsident Jürg Schneider wurde an diesem Tag mit einem speziellen Geschenk überrascht, denn seine Arbeit für den VRR ist von unschätzbarem Wert und überragt bei weitem das Amt eines Präsidenten. Er ist einer, der anpackt. So wurde Schneider schon beobachtet wie er beim Unterhalt der Reitwege und Galopppisten selber anlegt.

Jürg Schneider anlässlich des Jubiläumsfestes des Vereins Regionale Reitwege. Bild Fritz Sigrist

Jürg Schneider anlässlich des Jubiläumsfestes des Vereins Regionale Reitwege. Bild Fritz Sigrist

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