Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Energetische Gebäudesanierung lohnt sich

Region: In diesem Jahr stellen die Zentralschweizer Kantone gut 23 Millionen Franken für die Sanierung von Gebäudehüllen bereit. Pro Quadratmeter Wärmedämmung gibt es neu 60 statt 30 Franken. Das Förderprogramm löst in der Zentralschweiz Investitionen von über 100 Millionen Franken aus.

Den Gebäudehüllen eine warme Hülle zu verpassen, kann sich jetzt lohnen. Bild pd

Den Gebäudehüllen eine warme Hülle zu verpassen, kann sich jetzt lohnen. Bild pd

pd. In den Zentralschweizer Kantonen (inklusive Zug und Schwyz) stehen 2017 gut 23 Millionen Franken für die Förderung von Gebäudehüllen-Sanierungen zur Verfügung – mehr als doppelt so viel wie in den Vorjahren. Das Geld stammt aus der CO2-Abgabe des Bundes, die auf fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas erhoben wird. Die Zentralschweizer Kantone haben sich entschieden, den Förderbeitrag von 30 auf 60 Franken pro Quadratmeter wärmegedämmter Fläche zu verdoppeln. Möglich macht das einerseits die Erhöhung der CO2-Abgabe von 64 auf 80 Franken pro Tonne CO2, andererseits die Neuverteilung der Globalbeiträge an die Kantone.
Mit dem attraktiven Förderbeitrag verleihen die sechs Kantone den Gebäudesanierungen in der Region neuen Schub. Das ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll: Die CO2-Abgaben aus der Zentralschweiz fliessen zurück in die Zentralschweiz. «Wir schätzen, dass wir mit dem Förderprogramm insgesamt Investitionen von über 100 Millionen Franken auslösen werden. Es profitieren also nicht nur Hauseigentümerinnen und -eigentümer, sondern auch unsere Baubranche», meint dazu Regierungsrat Robert Küng, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern.
Gebäude sind in der Schweiz für rund einen Drittel der CO2-Emissionen und 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Zurzeit werden jährlich weniger als ein Prozent der Gebäude energetisch saniert. «Das Anreizsystem des Bundes funktioniert. Wir als gemeinnützige Baugenossenschaft werden das Förderangebot sicher wahrnehmen – zum Wohl unserer Mieterinnen und Mieter, aber auch zum Wohl des Klimas», unterstreicht Ruedi Meier, Präsident der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern. Wenn alle Zentralschweizer Hausbesitzerinnen und -besitzer dem Beispiel der Baugenossenschaft folgen, können mit dem Gebäudeprogramm 2017 fast 55 Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Das entspricht einem Güterzug mit 900 Kesselwagen und einer Länge von 12,5 Kilometern.

In fünf Schritten zum Fördergesuch
1. Informieren Sie sich über das genaue Vorgehen.
Kontaktieren Sie die Energieberatungsstelle in Ihrem Kanton oder informieren Sie sich auf
www.energie-zentralschweiz.ch.
2. Prüfen Sie, ob Sie einen «GEAK Plus» benötigen.
Ab einem Förderbeitrag von 10’000 Franken bzw. etwa 170 Quadratmetern sanierter Fläche benötigen Sie einen Gebäudeenergieausweis («GEAK Plus»).
3. Lassen Sie einen «GEAK Plus» erstellen.
Eine Liste der GEAK-Experten finden Sie auf www.geak.ch.
4. Planen Sie die Sanierung mit einer Fachperson.
Mit dem Sanierungsprojekt legen Sie fest, welche Teile der Gebäudehülle wie gedämmt werden und welche Kosten damit verbunden sind.
5. Reichen Sie Ihr Fördergesuch ein.
Die Eingabe des Gesuchs erfolgt elektronisch über das Gesuchportal Ihres Kantons
(www.energie-zentralschweiz.ch).
Wichtig: Fördergesuche müssen vor Baubeginn eingereicht werden.
Nach der Förderzusage haben Sie zwei Jahre Zeit (Kanton Uri: drei Jahre), um die Sanierung abzuschliessen. Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt nach Abschluss der Sanierungsarbeiten.