Rigi Anzeiger
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«Erneuerbare Energien im Aufwind»

Ebikon: 12 Referenten und rund 300 Besucher folgten an den Sonnentagen vom 4. und 5. März in der Werkstatt von BE Netz in Ebikon spannenden Vorträgen.

Geschäftsleiter Marius Fischer bei der Begrüssung an den Sonnentagen. Bild zVg.

Geschäftsleiter Marius Fischer bei der Begrüssung an den Sonnentagen. Bild zVg.

red. Bereits zum 3. Mal lud BE Netz Kunden, Partner und Interessierte ein, sich im Rahmen von Vorträgen über das Thema Sonnenergie und Energiewende auszutauschen. «Wir brauchen ein Schmiermittel, um die Energiewende schneller voranzutreiben», erklärte Marius Fischer, Geschäftsführer der BE Netz AG, den rund 300 Besuchern der Sonnentage. «Ein Schmiermittel, welches es uns ermöglicht, die Partner dieses Projekts aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen. Die Energiewende geht uns alle an: die Immobilienverwalter, Architekten, Versicherungen, Banken, Bauherren etc. Wir haben schon viel getan, und doch sehen wir, dass noch so viel zu tun ist!» Das Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden hat in den letzten 22 Jahren insgesamt über 2000 Energieanlagen gebaut, ein grosser Teil davon Photovoltaikanlagen. «Die Taten zählen und nicht die Worte!» ist Marius Fischer überzeugt.

Ein ökologisches Muss
Einer der Höhepunkte war der Beitrag von Daniel Rufer von E2 Management Consulting AG: «Jede Kilowattstunde Solarstrom entlastet das Klima um bis zu 500 Gramm C02», rechnete Daniel Rufer vor. «Und das bei einer Lebensdauer der Photovoltaik-Anlage von über 30 Jahren.» Die Rückzahldauer der durch Produktion, Transport und Montage der Module entstandenen Treibhausgase beträgt bei einer Anlage der Best Technology 2013 nur 1,5 Jahre. Für Daniel Rufer ist die Energiewende kein Wunsch, sondern ein ökologisches Muss, gelte es doch bis 2050 die CO2-Emissionen der Schweizerinnen und Schweizer von heute 6,3 Tonnen pro Kopf auf 0 zu reduzieren, nur so sei das 2-Grad-Ziel der Klimapolitik zu erreichen. Daniel Rufer zeigte, dass die CO2-Einsparung immer höher wird, je grösser die Solaranlage ist. Ab 27m2 Solarmodule wird das vorgestellte Minergie-P-Einfamilienhaus zu einer CO2-Senke: «Daher ist es sehr wichtig, dass wir so grosse Solaranlagen wie möglich bauen», erklärte er.

Preisspitze zur Sunset-Hour
Esther Denzler von der CKW stellte betreffend den Einfluss von Solarstrom fest: «Die Preisspitzen verlagern sich tendenziell von der Mittagszeit in die frühen Abendstunden, die Mittagsspitze fällt weg.» Andreas Hofer, der als Architekt mitten in der Stadt Zürich, unweit des Bahnhofs Oerlikon, ein 2015 fertig gebautes 2000-Watt-Quartier geplant hat, erzählte von seinen Erfahrungen. «Ich kann mir vorstellen, dass wir einmal für jedes Quartier ein eigenes kleines Kraftwerk haben werden», stellt sich Andreas Hofer für die Energiezukunft vor.

20 Prozent Solarenergie
«Die Solarbranche hat nicht nur das Potenzial, sondern auch das Know-how, 20Prozent der Energieversorgung bereitzustellen», erklärte Adrian Kottmann, Inhaber von BE Netz, «den Rest überlassen wir gerne den Energieversorgern!» Ein Teil dieser 20 % sei mit der Kostendeckenden Einspeisevergütung bereits gebaut worden und werde noch dank dieser gebaut: 35700 Photovoltaikanlagen befinden sich aktuell auf der Warteliste … «Dank der bereits erreichten Netzparität ist Solarstrom von heute wirtschaftlich, da die Netzkosten ja nicht bezahlt werden müssen.» Adrian Kottmann weiter: «Wer sein Haus mit Solarenergie saniert, der hat, wie ich kürzlich im Tagi gelesen habe, keine höheren Betriebskosten. Nein, er erntet Solarenergie und erzielt damit einen zusätzlichen Ertrag!»