Rigi Anzeiger
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Erste Pläne für einstiges Macchi-Areal

Root: Einen Rekordaufmarsch von über 200 Personen erlebte die Veranstaltung «Schwerpunkt Root» bei der das Asylwesen, Wohnangebot für ältere Menschen und die Bautätigkeit im Mittelpunkt standen. Dabei wurden erste Pläne zum einstigen Macchi-Areal bekannt.

Zurzeit erinnert nur noch die Gebäudehülle aus Beton an die Geschichte der einstigen Auto Macchi AG.Bild cek.

Zurzeit erinnert nur noch die Gebäudehülle aus Beton an die Geschichte der einstigen Auto Macchi AG.Bild cek.

cek. «Schwerpunkt Root» ist eine Veranstaltung welche die FDP Ortspartei im 2012 erstmals durchführte. Sie verzeichnete seither immer wieder einen grossen Zulauf von Interessierten. Doch vergangenen Montag erlebte sie einen Rekordaufmarsch. «Wir mussten sogar einigen Personen mitteilen, dass wir keine freien Plätze mehr haben», offenbarte David Inderkum, der für die Organisation mitverantwortlich war.

Bis 60’000 weitere Flüchtlinge erwartet
«Im Asyl-/Flüchtlingswesen haben wir wesentliche Veränderungen erfahren. Wir als Bevölkerung müssen uns darauf einstellen», hielt Ruedi Fahrni, Leiter Asylwesen Kanton Luzern eingangs seines Referates fest. Er zeigte auf wie das Asylwesen im Kanton Luzern funktioniert und den Weg der Flüchtlinge bis sie hier Aufnahme finden. «5,4 Prozent der Flüchtlinge muss der Kanton Luzern aufnehmen. Wir erfahren jeweils erst 24 Stunden zuvor, wann sie ankommen», führte er aus. Zuerst kommen die Asylsuchenden in Durchgangszentren und anschliessend werden sie in den einzelnen Gemeinden untergebracht. Fahrni nannte als Beispiel Ebikon, wo bis anhin nichts Negatives festgestellt wurde und fügte an: «Wir arbeiten auch sehr hart daran, dass das so bleibt.» Der Leiter des Asylwesen betonte, dass Flüchtlinge Regeln und Hausordnungen zu befolgen haben, ihnen ansonsten Sanktionen drohen, so beispielsweise mit der Kürzung des Geldes, das sie für Essen und Grundbedarf erhalten. «In diesem Jahr erwarten wir zirka 60’000 Gesuche von weiteren Flüchtlingen», schloss Fahrni seine Ausführungen. (Diese Zahl bezieht sich auf die ganze Schweiz. red.)

Wohnungen für ältere Menschen
«Der Anteil an pensionierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern wächst und vermehrt wird Unterstützung im täglichen Leben benötigt. Früher waren Alters- und Pflegeheime die einzige Antwort auf diese Probleme. Die Gemeinde Root geht einen Schritt weiter und realisiert im Rahmen des Projektes Rössli hindernisfreie und altersgerechte Mietwohnungen», führte Jérôme Rüfenacht, OK-Präsident von «Schwerpunkt Root» in die nächste Thematik ein. Anschliessend überliess er das Wort Sandra Remund, diplomierte Architektin ETH und Mitinhaberin von Altervia, die das Projekt mit den neuen Wohnformen für ältere Menschen der Stiftung Alterssiedlung Root begleitet. Von ihr war zu erfahren, dass Root bis im Jahr 2030 mindestens 22 zusätzliche Pflegeplätze benötigt. Solche sollen im Alters- und Pflegeheim Unterfeld geschaffen werden. An der neuen Perlenstrasse (unterhalb des Rössli-Kreisels) erstellt die Pensionskasse Stiftung Abendrot zwei Gebäude in denen sowohl Pflegewohngruppen wie auch altersgerechte Mietwohnungen unterschiedlicher Grössen entstehen. Dazu werden auch Dienstleistungen geboten.

Rege Bautätigkeit
Zahlreiche Wohnungen für Einzelpersonen, Paare und Familien soll es in Zukunft ebenfalls geben. Das konnten die «Schwerpunkt Root»-Besucherinnen und Besucher aus dem Bericht von Bauvorsteher Pitsch Ineichen erfahren. Er rechnet alleine aufgrund des Wohnungsbaues, dass bis 2026 die Rooter Bevölkerung um mehr als 800 Personen wächst. Ein Novum für viele war, dass eine Machbarkeitsstudie für den Bereich Bahnhof / Bahnhofstrasse durchgeführt wurde und noch in diesem Jahr ein Projektwettbewerb mit drei eingeladenen Architektenbüros statt finden wird.

Otto’s zieht um
Einen Primeur hatte Pitsch Ineichen bezüglich des 13000 Quadratmeter grossen Macchi-Areals im Oberfeld parat. Dieses Grundstück wurde im Herbst vergangenen Jahres (der Rigi Anzeiger berichtete) von der Firma Creafonds aus Sursee an einer Versteigerung erworben. Inzwischen ist das Gelände aufgeräumt worden und das Gebäude besteht nur noch aus der Betonhülle. Lediglich die Firmenanschrift erinnert an die einstige Geschichte der Auto Macchi AG. Ob die Betonhülle noch abgebrochen oder als Fundament für einen Neubau dienen wird, konnte Pitsch Ineichen nicht sagen. Hingegen verriet er, dass Otto’s vom heutigen Standort am Oberfeld 4 auf das Areal ziehen wird. Die Sportfabrik wird hier eine weitere Filiale eröffnen. Im Obergeschoss werden zudem Flächen für Detailhandel, Büros und Gewerbe vermietet. Das Areal wird seitens der Gemeinde eine bessere Erschliessung erhalten. Dabei dürfen sich Fussgänger auf ein neues Trottoir freuen. Ferner ist eine Bushaltestelle auf beiden Seiten – Richtung Bahnhof Gisikon-Root wie auch nach Ebikon geplant.