Rigi Anzeiger
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Es lebe der «Facefrosch 2013»!

Feierliche Inthronisation des neuen Megger Fröschenzunftmeisters

Unter Trompetenklängen marschiert am Samstag, 5. Januar im Gemeindesaal Meggen Pascal Feucht mit seiner Partnerin Ivanka Beljan als Zunftmeisterpaar 2013 ein. Die festliche Inthronisationsfeier zieht sich hin bis in die frühen Morgenstunden.

«Geschlossen» ist am Samstagabend, 5. Januar 2013 auf den Türen des Gemeindesaals vermerkt. Denn was sich hinter den Türen abspielt, ist nur den Fröschenzünftlern vorbehalten. Im Rahmen des geschlossenen Zunftbotts wird das Geheimnis um den neuen Fröschenzunftmeister 2013 gelüftet, denn ein Dreierkollegium mit dem Zunftpräsidenten, dem abtretenden Zunftmeister und seinem Weibel erkürt den neuen Zunftmeister. Und dann folgt der grosse Moment: Abgeholt am Wohnort und begleitet von einer Dreierdelegation zieht der neue Zunftmeister Pascal Feucht mit seiner Lebenspartnerin Ivanka Beljan feierlich in den grossen Megger Gemeindesaal ein und wird von den Zunftkameraden und ihren festlich gekleideten Gattinnen mit Applaus empfangen. Zunftratspräsident Bernhard Gisler überbringt die besten Wünsche und kündigt ein tolles Zunftmeisterjahr an. Und natürlich wird der neue Zunftmeister mit seiner Partnerin der Zunftfamilie mit markanten Worten vorgestellt. Ivanka Beljan und Pascal Feucht betreiben gemeinsam das Architekturbüro Beljan+Feucht in Meggen mit weiteren Standorten in Baar und Cham. Als Hobbies werden Ski- und Oldtimerfahren genannt. Mit einer grossen Gratulationstour wird das neue Zunftmeisterpaar willkommen geheissen und in die Fröschenzunft aufgenommen.

Humorvoll und witzig tritt Zunftpräsident Bernhard Gisler als gewiefter Moderator auf. Um 18.30 Uhr ist der Gemeindesaal auch für die geladenen Gäste offen. Familienangehörige des Zunftmeisterpaars sowie Personen aus dem Bekannten- und Freundeskreis können Pascal Feucht und Ivanka Beljan zur ehrenvoll Wahl gratulieren und an einem der vielen Banketttische Platz nehmen.

Der neue Zunftmeister und seine Partnerin, das neue Weibelpaar Beat und Elisabeth Emmenegger sowie Altzunftmeister Norbert Welti, seine Gattin Barbara und das Altweibelpaar Ernesto und Astrid Muggli können an einem erhöhten grossen Ehrentisch die gut geplante Inthronisationsfeier geniessen. In einem Jahresrückblick 2012 lässt Beni Gisler die wichtigsten fasnächtlichen Anlässe, aber insbesondere auch Bescherungen, Ausflüge mit Betagten, Treffen mit anderen Zünften und das Zunftmeisterfest unter dem Motto «Nur fliegen ist schöner» Revue passieren. Der Zunftmeister 2012, Norbert Welti, bezeichnet seine Amtszeit als einmaliges, phänomenales Erlebnis und dankt der Zunft und seiner Frau Barbara für die tatkräftige Unterstützung. Das Engagement des Zunftmeisterpaars 2012 wird mit dem Zunftspruch lautstark verdankt:

Wie händsisgmacht?
Prima! Uusgezeichnet!
Potzverrecktecheib!

Dann ist es mit der Beschaulichkeit für den neu erkorenen Zunftmeister Pascal Feucht zu Ende. Auf der Saalbühne erfolgt die Übergabe der Zunftmeister-insignien durch Altzunftmeister Norbert Welti. Voll eingekleidet und mit dem Zepter in der Hand gilt es, eine Begrüssungs- und Antrittsrede zu halten und das Fasnachtsmotto 2013 zu lancieren. Mit ein paar witzigen Seitenhieben auf die Social Media und bezogen auf das Zunftlogo ruft Pascal Feucht das neue Motto in die Runde:

Facefrosch!

Mit Lachen und Begeisterung wird das kommende Fasnachtsmotto aufgenommen. Der Fasnachtsfantasie sind mit diesem Slogan wohl keine Grenzen gesetzt. Also auf zu einer rüüüdigen Fasnacht 2013! Und Pascal erhält Applaus und:

Wie hädersgmacht?
Prima! Uusgezeichnet!
Potzverrecktecheib!

Und blitzartig verwandelt sich der festliche Gemeindesaal in ein wildes Fasnachtslokal. Aus allen Winkeln wirbeln bunte Luftschlangen durch den Raum, die sich über die vielen Dekorationsdrähte spannen und dem Saal ein ganz neues Ambiente geben. Rüüüdig laut marschiert die Guggenmusig «Glögglifrösch» ein. Im Chicago-Look der Neunzehndreissigerjahre. Es dröhnt, trommelt, posaunt, trompetet, kesselt. Der ganze Saal bebt und schunkelt in den fasnächtlichen Rhythmen. Zunft und Gäste sind nicht mehr zu halten. Es muss was geschehen. Bewegung. Los. In einer langen Polonaise werden Jung und Alt mitgerissen. Kreuz und quer durch die Luftschlangen. Jetzt ist Fasnachtsstimmung.

Und dann ist die Reihe an den Gratulanten. Die Patenzunft an der Reuss und die befreundete Egli Zunft Horw melden sich mit Grussworten und Geschenken. Mit einer witzigen Abhandlung über das Thema «Frosch» weiss Gemeindepräsident Urs Brücker zu unterhalten. Mit der Nasenflöte spielt er nicht das vom Zunftmeister gewünschte Lied «Hauid i de Chatz de Schwanz ab», sondern intoniert den Song «In einer kleinen Kneipe» von Peter Alexander. Und selbstverständlich hat er der Zunft und dem neuen Zunftmeister viel Erfolg und eine närrische Fasnacht 2013 namens des Gemeinderats gewünscht.

Trotz vielen Worten, Sprüchen, kabarettistischen Einlagen, Unterhaltungsmusik, knalligen Guggenmusigklängen, Tanz und Polonaisen kommt auch der kulinarische Teil nicht zu kurz. Zur Verfestigung des Konsums von Weiss- und Rotwein gibt es aus der Küche des Schlössli-Wirts Bekim Shala Köstlichkeiten auf Tellern serviert. Auch mit Kaffees aller Mischungen wird nicht gegeizt. Und an den runden Tischen unterhalten sich alle Eingeladenen gut und lang bis in die Morgenstunden. Es gefällt.

Mit Charme und Witz bleibt es dem Zünftler Reto Brun vorbehalten, den Abend einer kritisch-würzigen Gesamtrückschau zu unterziehen und daraus die einleuchtende fasnächtliche Bilanz nach Gutenberg zu ziehen: Was du heute kannst entkorken, verschiebe nicht auf morgen!