Rigi Anzeiger
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«Es war ein fantastisches Jahr für die Genossenschaft Migros Luzern»

Region: Der Jahresbericht 2017 der Genossenschaft Migros Luzern weist in den meisten Bereichen positive Zahlen und Tendenzen aus. Der Nettoumsatz stieg auf 1,43 Milliarden Franken (+0,9%). Der Gewinn beträgt 47,1 Millionen (-6,8%).

ju. Felix Meyer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Luzern zeigte sich grösstenteils erfreut über das Jahr 2017. Die Steigerung im Nettoerlös führt er auf die neuen Standorte und zusätzliche Flächen zurück. Zwar ging der durchschnittliche Einkauf pro Kunde von 36.38 Franken (2016) auf 35.78 Franken zurück. Dies weil in zusätzlich eröffneten Kleinfilialen wie die Migros Daily Bahnhof Luzern oder die M Schlossberg die Einkaufshäufigkeit zunahm, der Warenkorb aber kleiner ausfiel. «Entscheidend ist aber die Anzahl Kundenkontakte, die um 3,3% auf 34 760 749 stiegen», sagt Meyer. Per Ende 2017 zählte die Genossenschaft Migros Luzern 191 580 Genossenschafterinnen und Genossenschafter, was eine Zunahme von 1,8% bedeutet.

Freuen sich über das positive Jahr 2017 der Genossenschaft Migros Luzern: Roman Ziegler, Leiter Klubschulen/Freizeit (links), Geschäftsleiter Felix Meyer,  Anton Wechsler, Präsident Verwaltung und Bruno Bieri, Leiter Finanzen/Controlling. Bild ju

Freuen sich über das positive Jahr 2017 der Genossenschaft Migros Luzern: Roman Ziegler, Leiter Klubschulen/Freizeit (links), Geschäftsleiter Felix Meyer, Anton Wechsler, Präsident Verwaltung und Bruno Bieri, Leiter Finanzen/Controlling. Bild ju

Als Erfolgsgeschichte bezeichnet der Geschäftsleiter neue Standorte von ONE Training Center Willisau und Ebikon. Hier gelte es Augenmass zu bewahren, damit auch die Ressourcen mit der guten Entwicklung mithalten können. Neu dazu kamen M Altdorf, VOI Migros Partner Büron, M Daily im Bahnhof Luzern, M Schlossberg Luzern und der Umzug von MMM inkl. Do-it + Garden Migros, Melectronics, Micasa home, SportXX und das Migros-Restaurant in die Mall of Switzerland. «Niemand hat nach 15 Jahren auf die Mall gewartet», antwortete Felix Meyer auf Anfrage. Migros sei aber erfolgreich gestartet, die Umsätze entsprechen den Erwartungen und das grosse Marketingbudget mit entsprechenden Kundenaktivitäten stimme zuversichtlich. In Buchrain, in der Neustadt Luzern, im Mythen Center Schwyz und den beiden Golfanlagen Holzhäusern und Oberkirch wurde umgebaut und optimiert.

Beliebte Produkte
Als wichtigen und beliebten Bereich für die Kundschaft gilt das Label «Aus der Region. Für die Region.» Hier ist Migros Luzern führend in der Schweiz. Das liege an der hiesigen Produzentenstruktur, die zwar ein vielfältiges Angebot aber nur relativ kleine Mengen liefern können. Über 1370 Produkte von mehr als 1000 regionalen Produzenten haben zu einer Umsatzsteigerung von 1,8% oder 131 Millionen Franken beigetragen. Der Lebensmittelbereich beträgt 14,2%. Bei Bio-Alnatura steigerte sich der Umsatz auf 71,5 Mio Franken oder um 13,2% – seit 2013 hat sich damit der Umsatz verdoppelt. In den Migros-Fachmärkten gilt es mit die Beratungs- und Dienstleis­tungskompetenz auf die Konkurrenz von Online und Ausland zu reagieren. In den Grossanlagen wie Länderpark, Surseepark und Zugerland leidet seit 2015 vor allem die Textilbranche. Stans und Sursee vermelden leichte Rückgänge bei Besuchern und Umsätzen, einzig das Zugerland legte im Bereich unter 1% zu.

Gefrage Lehrstellen und Kulturprozent
Migros Luzern ist nach wie vor die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz mit 5960 Mitarbeitenden, was 3316 Personaleinheiten entspricht. Die Lohnsumme steigt 2018 um 0,9%, die Erfolgsbeteiligung von 500 Franken als willkommenen Zustupf wurde auch 2017 ausgerichtet. 228 Lernenden werden 14 verschiedene Grundausbildungen angeboten. Einzig in der Gastronomie harzt es. Lehrstellen Res­taurationsfachpersonen und Koch/Köchin beispielsweise im Golfpark Oberkirch oder Holzhäusern, sind noch offen. 7,9 Mio Franken stehen für Bildung, Kultur, Soziales, Freizeit/Sport und Wirtschaftspolitik in der Zentralschweiz im Rahmen des Migros Kulturprozent zum Verteilen zur Verfügung.

Finanzchef Bruno Bieri «hofft ab 2018 auf Besserung» für das seit drei Jahren frostige Detailhandelsklima. Zwar schwächte sich der Rückgang per Ende 2017 auf 1% gegenüber 1,6% im 2016 ab. Die Expansion der Supermärkte puschte die Netterlöse um 12 Mio Franken oder 0,9% auf 1429 Mio Franken. Das Unternehmensergebnis hingegen steht durch eben diese Sonderbelas­tungen und Expansionen mit minus 6,8% oder 3 Mio Franken noch mit 47 Mio Franken zu Buche. Mit einem Eigenkapital von 70 Mio Franken können auch anstehende Investitionen gut bewältigt werden, so der Finanzchef.

Freizeitangebot im Wandel
«Bildung ist gratis, das macht uns am meisten zu schaffen», sagte Roman Ziegler, Leiter Klubschulen/Freizeit mit dem schönsten Arbeitsplatz der Zentralschweiz am Schwanenplatz in der Migros klubschule. Mit einem Minus-Umsatz von 5,9% bei den Kursgeldern seien sie zwar in «bester Gesellschaft». Es gelte aber sich neu auszurichten beispielsweise bei digitalen Lerninhalten oder mit der von Migros Luzern eigens kreierten Marke IBAW in Zusammenarbeit mit Microsoft. Es freut Ziegler, dass die Freizeitanlagen mit 2,6% plus zum Vorjahr abschliessen. Golf und ONE haben massgeblich dazu beigetragen. Mit einem am 27. April eröffnenden Only Fitness wird mit preiswerten Jahres­wabos den Discountern in dieser Branche die Stirn geboten.

Im kurzen Ausblick ins 2018 wird auf die Nahversorgung des Ausserhaus-Konsumens vermehrt Wert gelegt. Beispielsweise mit Filialen in Steinhausen, Alpnach oder Engelberg. Modernisiert wird in Malters, Schönbühl, der Do-it + Garden im Migros Zugerland. In der Betriebszentrale in Dierikon startet ein Ausbau in Etappen bis 2021. Erweitert wird die Verladehalle, es gibt mehr Stellplätze und eine energieeffiziente Hochtechnologie-Heizung soll sogar Energie an weitere Abnehmer erzeugen.

Migros Luzern Betriebszentrale in Dierikon. Bild pd

Migros Luzern Betriebszentrale in Dierikon. Bild pd

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