Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Faszinierende Kombination aus Wort & Musik

Grossartige Lesung mit Pedro Lenz in Ebikon

Das Berner Dialekt ist Pedro Lenz’ Markenzeichen. Davon zeugen einige seiner Buch- und CD-Veröffentlichungen. Gross war der Zulauf, als der in Olten lebende Schriftsteller und Sprachkünstler in Ebikon zusammen mit Patrik Neuhaus eine musikalische Lesung hielt.

In den Medien war Pedro Lenz eben mit seinem neuesten Werk «Liebesgeschichten» präsent. Aus diesen Veröffentlichungen gingen auch die Bezeichnungen Sprachenkünstler, Dichter und Performer hervor. Als «Hohe Stirnen» zusammen mit Patrik Neuhaus am Flügel lockte er rund 180 Personen in die Aula Wydenhof. «I bi meh aus eine» lautete der Titel der Lesung. «Davon gibt es weder ein Buch noch eine CD», verriet Irene Sidler, Leiterin der Gemeinde- und Schulbibliothek Ebikon. Diese hatte zusammen mit der Kulturgesellschaft zur Lesung eingeladen.

«Säg, hesch ou gärn Musig?» beginnt Pedro Lenz. Die Frage stellt August Wingeier einem Korrespondenten in einem Lokal in Bueno Aires. Wingeier erzählt dem Korrespondenten von seinem Vater Peter Wingeier, der als Uhrenfabrikant in Trubschachen die Mündelkasse plünderte. Vor der Kassenprüfung flüchtet Peter Wingeier nach Argentinien. Auf der Überfahrt kauft er sich den Namen eines auf dem Schiff verstorbenen Arztes und praktiziert als Mediziner namens Teofilo Romang. Romang nennt er auch die Ortschaft in der Provinz Santa Fee, die er aufbaut. Hier besuchen ihn sein Sohn und später seine Tochter. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Die Ortschaft Romang gibt es heute noch. Pedro Lenz lässt die Geschichte mit viel Poesie und aufflackerndem Humor erscheinen. «Tuet salbe, salbe, salbe», rät er als Mediziner Romang den Menschen mit Gelenk- und Rückenschmerzen. Diese und ähnliche Passagen werden musikalisch von Patrick Neuhaus unterlegt.

Pedro Lenz ist kein Vorleser mit grosser Gestik. Er stellt die Geschichte bildenden Worte in den Vordergrund. Hin und wieder wippt er mit seinem Körper zu den poesievollen, reimenden Textpassagen und zu den Tönen vom Klavier mit. Selten unterstreicht er mit der rechten Hand Vorgelesenes. Gebannt hören ihm die rund 180 Personen zu.

Die Bücher, Hör-CD’s und Autogramme des Schriftstellers waren gefragt.

Die Bücher, Hör-CD’s und Autogramme des Schriftstellers waren gefragt.

«Super, lässig», fand Ebikons Gemeindeschreiberin Pia Maria Brugger die Lesung. «Pedro Lenz hat eine wunderbare, faszinierende Stimme», fügte sie an. «Das Gesellschaftliche war so lässig. Es ist selten, dass das jemand so wie er rüberbringen kann», meinte Kurt Sidler, Margrit Schmid aus Ebikon schwärmte: «Das Ganze mit Musik und Text war grossartig. Ich hatte das Gefühl bei der Geschichte direkt dabei zu sein.» «Ich konnte mir vorstellen, was er erzählt», äusserte Werner Auer, Präsident der Kulturgesellschaft, der nur während den ersten zehn Minuten der Lesung dabei sein konnte, da er noch Chorprobe hatte. Zum Trost schenkte ihm seine Frau Margrit Auer die Hör-CD «I wott nüt gseit ha» von Pedro Lenz. Als Kenner fast aller Werke des Schriftstellers outete sich Heinz Bürki aus Ebikon. «Seine Bücher sind wunderbar zum Lesen. Ich finde diese Art von Dialektbücher überhaupt am besten», äusserte er. «Dr Goali bin ig» von Pedro Lenz rühmte Bürki besonders. Und für Menschen, die Mühe mit dem Lesen von Dialektbüchern haben, gab er den Tipp: «Sich selber laut vorlesen. Dann versteht man es besser.»

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