Rigi Anzeiger
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FDP debattierte und nominierte

Inwil: Die FDP des Kantons Luzern fällte an ihrer Delegiertenversammlung klare Entscheide zu den kommenden eidgenössischen Abstimmungen und nominierte Regierungsrat und Nationalräte.

Einstimmig wurden die Kandidaten für den Regierungsrat und Nationalrat nominiert.

Einstimmig wurden die Kandidaten für den Regierungsrat und Nationalrat nominiert.

cek. Der Anfang der Delegiertenversammlung galt der Würdigung der an Silvester verstorbenen Persönlichkeit und engagierten Politikerin Helen Leumann aus Meggen. Ständerat Georges Theiler blickte in einem berührenden Nachruf auf ihr umfassendes Wirken zurück.
Es folgten anschliessend die Debatten um die Abstimmungsvorlagen vom 8.März. Zur Volksinitiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» nahm Kantonsrat Patrick Meier (CVP) aus Root als Befürworter gleich vorweg: «Ich würde steuerlich und finanziell von dieser Initiative nicht profitieren, da ich zwei erwachsene Kinder habe.» Als Vorteile dieser Vorlage nannte er unter anderem die Steuerverlagerung für den Mittelstand. «Rund eine Milliarde Franken würden in die Wirtschaft einfliessen», fügte er an. Dem hielt FDP-Nationalrat Albert Vitali entgegen: «Wir haben bereits eine soziale Familienpolitik.» Er befürchtet bei Annahme der Initiative Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Mit 202 «Nein» und 17 «Ja» (geheime Abstimmung) wurde die Initiative von der FDP klar abgelehnt. Eine klare Nein-Parole fassten die FDP-Delegierten auch bei der weiteren eidgenössischen Vorlage «Energie- statt Mehrwertsteuer», nach der Pro- und Kontra-Debatte mit den Nationalräten Roland Fischer (GLP) und Peter Schilliger (FDP) – beide aus Udligenswil. Ersterer meinte, dass mehr Geld in der Schweiz bleibe und nicht mehr ins Ausland fliesse wie auch einen weiteren Anreiz für die Nutzung erneuerbarer Energien. Schilliger prophezeite hingegen eine stärkere Belastung des Mittelstandes, eine massive Erhöhung der Benzin-, Heizöl- und Strom-Preise wie auch eine Gefährdung von Arbeitsplätzen in der Schweiz.
Einstimmigkeit herrschte bei der Nomination von kantonalen und nationalen Parlamentariern. Regierungsrat Robert Küng wird erneut für den Regierungsrat antreten. Für den Nationalrat kandidieren aus dem Rontal und Rigiland der bisherige Peter Schilliger sowie neu die Vitznauer Gemeindeamtfrau und Kantonsrätin Irene Keller.