Rigi Anzeiger
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FDP kritisiert Gemeinderat

Dierikon: Die im Rigi Anzeiger gemachte Aussage des Gemeindepräsidenten, wonach der Prozess hinsichtlich des künftigen Führungsmodells noch im Gange sei, mag die FDP so nicht gelten lassen. Sie kritisiert das Vorgehen des Gemeinderates.

red. «Die FDP.Die Liberalen Dierikon hat mit Erstaunen die im Rigianzeiger vom 26. Juni 2015 enthaltenen Aussagen des Gemeindepräsidenten Hans Burri zur Kenntnis genommen, wonach der Prozess hinsichtlich des künftigen Führungsmodells noch im Gange sei», hält die Partei in einem Schreiben fest. Fakt sei, dass die Parteien und die Rechnungskommission am 16. April vom Gemeinderat über dessen Entscheid, am bestehenden Führungsmodell festzuhalten und die Pensen trotz Auslagerung gewisser Aufgaben auf 172% zu erhöhen, informiert worden seien. «Die FDP.Die Liberalen hat daraufhin eine Stellungnahme an den Gemeinderat abgeben und darin das undemokratische Entscheidungsverfahren ohne Einbezug einer Kommission kritisiert. Die Aufforderung, den Gemeinderatsentscheid rückgängig zu machen und den Evaluationsprozess unter Einbezug einer überparteilichen Kommission neu zu starten, wurde mit dem Schreiben des Gemeinderates vom 19. Mai 2015 abschlägig beantwortet. Von einem laufenden Prozess kann also keine Rede sein.»
Die FDP.Die Liberalen Dierikon hat die Thematik «neues Führungsmodell» in ihrem Newsletter vom Frühling 2015 erörtert. Sie bemängelte darin das «für eine Demokratie völlig unwürdige Evaluations- und Entscheidungsverfahren ohne Einbezug einer überparteilichen Kommission.» Der Gemeinderat habe alle politischen Exponenten ignoriert und es unterlassen, Parteivertreter und Kommissionsmitglieder beim Entscheidungsprozess miteinzubeziehen und so externe Standpunkte sowie neue Ideen zuzulassen. Der Entscheid lasse keine objektive Beurteilung zu, weil der Gemeinderat im Vorfeld keine Anforderungskriterien an ein künftiges Führungsmodell formuliert und kommuniziert habe.
«Die FDP.Die Liberalen favorisiert kein spezifisches Führungsmodell. Das heutige Milizsystem stösst jedoch bei kleinen Gemeinden wie Dierikon an seine Grenzen. Es wird immer schwieriger, geeignetes Personal für den Gemeinderat zu rekrutieren», so die Partei. Jeder 2. Gemeinderat werde in der Schweiz in Stiller Wahl gewählt. Die Gründe sieht die FDP in den zu hohen Pensen, welche die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Gemeinderatsamt erschwert sowie in den stetig steigenden fachlichen Anforderungen. Würde der Gemeinderat sich nur noch auf die strategischen Themen fokussieren, könnten die Pensen reduziert werden und gleichzeitig die anspruchsvollen operativen Tätigkeiten spezialisierten Fachkräften übertragen werden, ist die Partei überzeugt. «Es wäre wünschenswert, wenn der Gemeinderat die Weichen für ein zukunftsträchtiges Führungsmodell nicht erst morgen unter Zugzwang stellen würde – sonst könnte das Fusionsthema schneller wieder auf das Tapet kommen als manchem lieb ist.»