Rigi Anzeiger
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Federers Tennisschläger am Himmel

Leader der Patrouille Suisse im St. Klemens Ebikon

Die Kulturgesellschaft Ebikon stand als Organisatorin im Vorfeld des Vortrages «Teamwork bei 1000 km/h» mit dem Leader der Patrouille Suisse, Hptm Simon Billeter ungewollt in der Kritik. Der Vorwurf: Dieser Anlass diene als Propaganda für den Gripenkauf. Doch dieses Thema war an diesem Abend keines.

Bürger der Gemeinde Emmen warfen der Kulturgesellschaft Ebikon vor, dass sie mit ihrem Vortrag Abstimmungskampf betreibe. Deren Präsident Werner Auer betonte: «Unser Jahresprogramm entstand, bevor der Abstimmungskalender des Bundes veröffentlicht war. Die Nähe zum Abstimmungstag war keinesfalls gewollt. Das Kernthema des Vortrages war ‚Teamwork‘, weil dies in der Partnerschaft und im Arbeitsleben grosse Bedeutung hat. Wir haben deshalb auch Firmen dazu eingeladen.» Die Kulturgesellschaft liess es auch nicht zu, dass Befürworter des Gripen-Kauf Flyer verteilten.

Gegen hundert Personen wohnten dem Vortrag bei, darunter etliche Mitglieder des Fanclubs. Die Ausstrahlung der Kunstflugstaffel reicht über die Landesgrenzen hinaus, gilt im Ausland als Swissness-Aushängeschild, wie Hptm Simon Billeter fassbar schilderte. Er steht der Patrouille Suisse, die vor 50 Jahren gegründet wurde, seit 2011 als Leader vor. Der kleine Verband besteht aus sechs Piloten, die in F-5 E Tiger II aus dem Jahre 1978 fliegen. Dabei ist auch der in Meggen aufgewachsenen Rodolfo Freiburghaus. Billeter führte mit Bildern durch verschiedenste Formationen und Figuren, die die Patrouille Suisse fliegt. Eine ist etwa nach dem Schweizer Tennisstar Federer benannt und bildet einen Tennisschläger. «Jeder hat bei uns dieselben Rechte, egal wie lange er dabei ist und welchen Rang er bekleidet», erläuterte der Leader der Schweizer Kunstflugstaffel. «Um bei ihr mitfliegen zu dürfen, kann man sich nicht bewerben. Wir wählen aus, wer zu uns passt», äusserte Billeter und fuhr fort: «Wir haben eine flache Hierarchie, unser Kommunikationsstil ist kooperativ, in der Luft autoritär. Ich gebe die Kommandos, was aber nicht heisst, dass keine Einwände vorgebracht werden können, wenn einer ein ungutes Gefühl hat.» Vor und nach jedem Flug finde jeweils ein Briefing respektive De-Briefing statt. Auch gelte das Credo: «Gemeinsam werden wir besser». Privat pflegt die Kunstflugstaffel zu der nebst den sechs Piloten eine dreiköpfige Bodencrew gehört, auch Freizeitaktivitäten.

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Hptm. Simon Billeter: «Wir haben eine flache Hierarchie, unser Kommunikationsstil ist kooperativ, in der Luft autoritär.»